September 2013 - Schottland

Donnerstag, 12. September 2013

Um 10:30 Uhr haben wir uns in der Raststätte Pratteln mit Rosmarie und Hns-Jürg getroffen und nach dem einkaufen von Milch und Brot, in der Bar einen Cafe gegönnt. Aufgestanden sind wir heute um 6 Uhr, das Fahrzeug haben wir ja bereits in den letzten Tagen bereit gemacht, geladen und fahrbereit eingerichtet. So müssen wir heute morgen nur noch den Kühlschrank leeren resp. einräumen und dann steht der Abfahrt in den morgenlichen Stau auf den Autobahnen nichts mehr im Weg. Nun, gestärkt und frohen Mutes fahren wir jetzt auf der A8 bis nach Iffezheim. An der grossen Schleuse schauen wir den Schiffen zu und geniessen ein 'frugales' Mittagessen. Die Pause tut gut. Nach einem kleinen Spaziergang geht die Fahrt weiter, immer dem Rhein entlang bis nach Bad Hönningen. Hier beim Thermalbad platzieren wir uns auf dem angegliederten Campingplatz. Während Anita und Erich es sich im warmen Wasser gut gehen lassen, geniessen Rosmarie und Hansjürg ein Nachtessen und gehen anschliessend spazieren. Müde schlafen alle sehr gut.

 

Freitag, 13. September 2013

Die zweite Etappe unserer Reise steht an. Wir  fahren heute bis Calais. Entgegen der Vorschläge unserer Navis fahren wir mit der Fähre in Linz auf die andere Rheinseite und sind dafür €6.60 los. Der grosse Vorteil ist aber, dass wir nun nicht den Grossraum Köln/Bonn berühren und auf einer Autobahn direkt Richtung Aachen fahren können. Bald ist die Holländische Grenze erreicht und Holland auch bald wieder verlassen. In Belgien trinken wir an einer Raststätte Kaffe resp. Tee und fahren dann nach Leuven. Sehr schöne Kleinstadt kurz vor Brüssel. Hier ist gerade Markt. Nach 2 Stunden Pause und einem kleinen Stadtbummel geht die Reise weiter. In Brüssel wird getankt und gegen 17 Uhr erreichen wir Calais. Beim Kauf der Fährentickets wird uns mitgeteilt, dass die momentane Fähre ca. € 150.- kostet. Wir sollen doch bis morgen früh warten, dann koste es nur noch € 58.-. Diesem Rat folgen wir natürlich und übernachten heute auf dem riesigen Parkplatz der Fährengesellschaft, inmitten von zig anderen Reisemobilen.

 

 

Samstag, 14. September 2013

Die Lastwagen rasen wie gestört und das alles auf der 'falschen' Strassenseite. Die Ausfahrt von der Fähre auf die englische Autobahn war wie ein Schock. Sich einigermassen richtig in die Spur einzureihen ging ja noch, auch ein 'vernünftiges' Tempo für den Anfang haben wir eingehalten, wurden aber von unzähligen Lastwagen mit sehr hohem Tempo überholt, so dass wir wohl oder übel unsere Reisegeschwindigkeit auch massiv erhöhen mussten. Nun heute morgen sind wir recht früh aufgestanden, wir haben gestern Abend eine Passage auf der Fähre um 07:45 Uhr gebucht. Geschlafen haben wir so einigermassen auf dem riesigen Parkplatz im Hafen. Die sehr angenehme und halbleere Fähre verliess Calais pünktlich und, bedingt durch die Zeitverschiebung waren wir bereits eine halbe Stunde später in Dover. Schnell war London erreicht, nur das Bezahlen der Tunnelgebühr hat uns noch etwas Stress verursacht, denn griffbereit -> Euro, Pfund im Tresor. Nun sind wir heute bis hierher nach York gefahren und stehen auf einem Farm-Camping. Der von uns angefahrene Stadtcamping war ausgebucht. Hier haben wir zwar keinen Strom und keine Toiletten, dafür Hühner, Gänse und Kühe auf der Weide.

Sonntag 15. September 2013

Es regnet  und dabei hat der Morgen mit einem wunderschönen Morgenrot begonnen. Nun sei's drum. Wir bleiben ja heute hier und sehen uns York an. Gegen 09 Uhr fahren wir per Taxi ins Stadt- zentrum und stellen bald fest, alles geschlossen. Es wird erst um 10 Uhr resp. 11 Uhr geöffnet. Das heisst durch die menschenleere Stadt spazieren, natürlich mit offenem Schirm. Aber nach einem Kaffee und nach 11 Uhr sind die Strassen plötzlich voll, wirklich voll von Menschen. Alle Läden sind geöffnet und die Stadt ist richtig sehenswert und so richtig englisch. Nur es regnet wieder und wieder, dazwischen trocknet es ab und dann regnet es wieder. Das Münster können wir nicht besichtigen. Am Sonntag reiht sich ein Gottesdienst an den anderen, dazu kommt dass als Eintritt zur Besichtigung 10 £ fällig sind, pro Person - ein bisschen übertrieben scheint uns. Anita hat den ent-sprechenden Obulus dann in einem Kleiderladen gespendet. Zurück zur Farm geht es dann wieder per Taxi, natürlich im Regen.

 

 

Montag, 16. September 2013

Hurra, es regnet nicht mehr. Im Gegenteil, die Sonne scheint. Trotzdem ist es ziemlich kalt. Nach dem Frühstück packen wir zusammen und starten den letzten Teil unserer Anfahrt nach Schottland. So nach etwa 200 Kilometer auf Autobahn und später dann auf normaler Landstrasse suchen wir ein Cafe auf um uns zu verpflegen. Dann nehmen wir den Rest unter die Räder. Die Landschaft wird, je weiter wir nach Norden kommen, immer hügeliger, karger aber auch eindrücklicher. Unterwegs treffen wir viele, viele Schafe. Nach der Grenze zwischen England und Schottland stoppen wir in Jedbourgh und besichtigen die Abbey die Mary Stuart beherbergte. Leider stehen da nur noch Ruinen.

 

 

So gegen 15 Uhr treffen wir dann in Roslin, genauer bei der Rosslyn Chapel ein (Dan Brown lässt grüssen). Diese Kapelle, erbaut von William StClair ist wunderschön und wir sind wirklich beeindruckt. Leider darf im Innenraum nicht fotografiert werden, daher ein paar Impressionen auf dem Web.

Dienstag, 17. September 2013

Gestern Abend sind wir dann noch die paar Kilometer bis zum Campingplatz in Edinburgh gefahren. Eine riesige Anlage, Platz für mehrere 100 Wohnmobile und Zelte, die aber anscheinend im Sommer überfüllt ist. Auf der fast leeren Anlage haben wir gut geschlafen und sind heute mit dem Bus in die Stadt gefahren. Die Festung stand als erstes auf dem Programm, das heisst eigentlich hiess es zuerst ca. 15 Minuten anstehen für die Tickets. Doch danach haben wir uns das Schloss und die da ausgestellten Kronjuwelen der Schottischen Könige angesehen. Danach sind wir einkaufen gegan- gen. Ein USB-Stick fürs Internet war notwendig, denn auf den Campingplätzen soll es wohl Wi-Fi geben, aber 5 £ pro Tag ist mir dann doch zuviel. Dafür waren die warmen Socken und der Pulli richtig günstig.

 

Nach dem Mittagessen in einem kleinen, aber typischen Lokal fahren wir nun mit dem Bus zum Fiord, hier soll ja die Britannia, die königliche Yacht stehen. Die Yacht, na ja. Den Eintritt schenken wir uns und sehen sie uns aus dem Cafe über der Yacht an. Danach fahren wir wieder mit dem Bus zurück zum Camping und beschliessen den schönen Tag mit einem feinen Nachtessen.

Mittwoch, 18. September 2013

Diese Konstruktion ist einfach genial. Die Schottischen Konstrukteure dürfen mit Recht stolz sein. Ein Schiffshebewerk in Form eines Rades sei weltweit einzigartig wird uns versprochen. Die kurze Rund-fahrt mit dem Kanalboot, hinauf in 35m Höhe in den oberen Kanal, kurz durch den 150m langen Tun-nel und wieder zurück, hinunter zum unteren Kanal hat Spass gemacht. Heute Morgen, nach gutem Schlaf haben wir unser rollendes Heim fitgemacht, Wasser gebunkert usw. und sind dann hierher nach Falkirk gefahren.

 

 

Nach einem kurzen Mittagessen fahren wir jetzt nach Stirling um uns das Castle anzusehen. Zum Parkplatz führt die Strasse über Kopfsteinplaster, mitten durch die mittelalterliche Altstadt und ist zum Glück eine Einbahnstrasse, denn wir haben selbst fast keinen Platz. Stirling ist das Stammschloss der Schottischen Könige. Nach der Besichtigung sind wir nun zum Campingplatz gefahren wo wir heute übernachten werden.

Donnerstag, 19. September 2013

Schottland = Whisky (Wasser des Lebens) and castles. Das haben wir heute wieder einmal festge- stellt. Nach der Abfahrt in Stirling sind wir durch die Highlands nach Pitlochry gefahren. Hier steht die älteste Whisky Distillerie Schottlands und es sind insgesamt ja 'nur' etwa 380. Diese Distillerie, die Bell's sehen wir uns heute an. Und jetzt weiss ich endlich wie Whisky hergestellt wird. Hier werden nebst Bell's auch Jonny Walker und verschiedene weitere Marken produziert. Nach der Führung mussten wir probieren. Na ja, wir haben auch das hinter uns gebracht. Ausser Hans-Jürg hat es niemandem geschmeckt.

Später sind wir dann die paar Kilometer weitergefahren nach Blair Atholl. Hier steht das Blair Castle. Auf dem schlosseigenen Camping sind wir willkommen und besichtigen danach das Schloss, das nun wirklich sehenswert ist, weil nicht so sehr alt und weil ein sehr gut möbliertes Wohnschloss und keine Festung.

Freitag, 20. September 2013

Die A9 führt durch die Highlands und trotz teilweise dichtem Verkehr ist es eine sehr angenehme Fahrt. Wir machen einen grösseren Umweg und fahren über Eglin, das fast an der Küste liegt. Diese Klein-stadt sei sehenswert meinen diejenigen, die schon dort waren. Nun, er stimmt. Speziell die riesige, aber leider zerstörte Kathedrale ist ein Besuch wert. Wir parken bei Lidl (ja, den gibt es in Schottland auch), nachdem wir da unserer Vorräte aufgefüllt haben und sehen uns die Stadt zu Fuss an. Gegen Abend verlassen wir Eglin und steuern unser heutiges Tagesziel, Inverness an. Am Meer, in Nairn machen wir eine kleine Pause im Hafen, doch leider ist gerade Ebbe und das sieht nicht so richtig 'anmächelig' aus. Daher sind wir bereits um 18:30 auf unserem Stellplatz in Inverness.

Samstag, 21. September 2013

Natürlich haben auch wir Nessi nicht gesehen, obschon, danach ausgeschaut haben wir natürlich schon, wenn auch nur verstohlen. Aber der sehr schöne See hat uns dafür entschädigt. Wir haben diese Nacht auf einem Platz direkt am Caledonian Kanal in Inverness verbracht und sind danach in aller Ruhe ans Loch Ness gefahren. Die Sonne scheint, das Wetter macht mit, jetzt müssten lediglich die sehr starken Winde noch einschlafen und wir währen nicht nur zufrieden, sondern happy. Parkiert haben wir jetzt bei der Ruine von Urquhart und natürlich sind wir wieder je 6.60£ los um die Ruine zu besichtigen. Ist aber interessant und kann empfohlen werden. Nach einem kurzen Lunch sind wir nun ganz gemütlich nach Fortrose gefahren und hier auf dem Campingplatz stehen wir nun direkt am Meer.

Hier in diesen Fiord lebt eine Delfin-Kolonie und die kann man von der Landspitze beim Leuchtturm aus sehen. Also haben wir die Velos bereitgestellt und dann ganz schnell wieder aufgeladen, denn Anita's Velo hat einen kaputten Schlauch. So ein Sch...  Nun, dann halt mit dem Wohni. Die Delfine sind nicht da, dafür sehen wir einen Seehund. Wir werden es morgen früh noch einmal probieren.

 

 

Sonntag, 22. September 2013

Wie wenn sie gewusst hätten, dass wir kommen. Kaum zwei Minuten am Strand tauchen die ersten Delfine auf. Sie sind mit der Flut in den Fiord gekommen und jagen hier, keine 10 Meter von uns ent-fernt nach Fischen. Ein wunderschön anzusehendes Schauspiel. Wir sind schlicht begeistert.

Die ursprünglich vorgesehene Bootsfahrt um Delfine zu beobachen erübrigt sich, denn das Schauspiel lässt sich kaum toppen. So gegen Mittag spazieren wir zurück zum Camping, essen kurz eine Kleinig-keit und fahren dann weiter, immer Richtung Norden. In Golspie steht das Schloss Dunrobin, das wollen wir uns ansehen. Es ist ein Schloss, das bis in die 60er Jahr bewohnt war und die Möblierung weist daher auch sämtliche Stile, bis in die Moderne auf. Aber es ist ein schönes Schloss, das unsere Damen begeistert und der Garten ist aussergewöhnlich sehenswert. Am Abend stehen wir nun auf einem ganz kleinen Campingplatz in Dunbeath.

Montag, 23. September 2013

John O'Groats, wir haben den nordöstlisten Punkt unserer Reise erreicht. Dorf oder Weiler oder so wäre hier der falsche Begriff. Richtig ist: Ein Parkplatz, ein Campingplatz und 3-4 Gebäude mit Pub, Tourist Info und Souvenirläden und ein Hotel. Von unserem letzten Platz sind wir heute ganz gemütlich hierher gefahren. In Wick haben wir eingekauft und Anita's Velo in Ordnung bringen lassen. Neuer Schlauch, neuer Pneu und Montage, alles für 15£. Nachmittags haben wir das Velo getestet und sind die 3 Meilen zum Leuchtturm hinausgefahren. Gute Aussicht auf die Orkney's inbegriffen. Dann haben wir noch die Tickets für den morgigen Ausflug gekauft und verbringen nun einen gemütlichen Abend.

 

 

Dienstag, 24. September 2013

Es ist regnerisch und saukalt. Aber wie eine Redensart sagt: Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Bekleidung. Also machen wir das beste aus dem heutigen Tag. Hier auf den Orkneys ist die höchste je gemessene Temperatur 24.2° gewesen, das sagte uns unser Reiseführer und Buschauffeur. Daher ist heute nichts Besonderes und da es ja hier im Jahr an 240 Tagen regnet ist es geradezu schön, als es etwa um 11 Uhr aufhört zu regnen. Am Morgen sind wir mit dem Boot von John O'Groats hierher auf die Insel gefahren. Schon die Fahrt war recht 'interessant' in der rauhen See, mit dem kleinen Boot. Aber die Distanz ist ja nur 12 km. Mit dem Bus, der auf uns gewartet hat, machen wir nun eine grosse Insel-Rundfahrt. Der Chauffeur erzählt viel von den beiden Weltkriegen, die hier halt dominierend waren. Uns interessiert allerdings mehr die sehr, sehr schöne Landschaft, die Ausgrabungsstätten, die Steinkreise (grösser als Stonehenge), die Leute und die Dörfer resp. Stadt Kirkwell. Die vielen Stops haben es er-laubt, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptinsel zu besichtigen. Am Abend gings dann wieder zurück und Nachtessen gab's heute im Wohnmobil.

 

 

Mittwoch, 25. September 2013

Einfach grandios, diese Schottische Küstenlandschaft. Dazu die Sonne eine wunderschöne Fahrt haben wir hinter uns. Die hier zum ersten Mal gesehenen Single Track Routes sind so ohne Verkehr absolut kein Problem (wahrscheinlich sieht die Sache im Hochsommer etwas anders aus) und so geniessen wir einfach die Landschaft. Am Morgen, kurz nach der Abfahrt in John O'Groats haben wir einen kleinen Abstecher zum Castle of May gemacht. Das ist das Schloss, indem die Mutter der Queen meist gelebt hat. Allerdings haben wir das Teil nur von aussen besichtigt. In Durness gab es noch eine kleine Höhle zu besichtigen und jetzt stehen wir auf dem Campingplatz von Durness mit einer grandiosen Aussicht und direkt am Sandstrand.

Donnerstag, 26. September 2013

Ich weiss, ich wiederhole mich, aber die Landschaft ist einfach genial. Manchmal hat man den Eindruck auf einer Passhöhe in den Alpen zu sein, dann wieder kommt die Küste, wie gesagt, einfach genial. Heute Morgen sind wir vom 'total überfüllten' Campingplatz in Durness losgefahren. Zuerst ca. 30 km auf Single Track Roads und später dann auf normaler Landstrasse, immer Richtung Ullapool. Hier sind wir, nach einem Mittagessen bei den Ruine Ardvreck (der Highlander lässt grüssen), im Laufe des Nachmittags angekommen, haben einen 'Stadt'-Bummel gemacht, waren einkaufen im Tesco und geniessen jetzt einfach die Sonne auf dem Platz in Ullapool.

Freitag, 27. September 2013

Schon gut, ich weiss, aber es ist halt einfach saumässig schön, diese meist unberührte Landschaft.
Die Foto entstand auf dem Weg von Ullapool nach Kyle of Lochalsh. Hier in der Nähe steht Eilean Donan Castle. Das ursprüngliche Stammschloss der McRae und Filmkulisse für Highlander. Das, wie unser Reiseführer schreibt, meistfotografierte Schloss Schottlands. Es sieht tatsächlich sehr gut aus, wurde aber aus Ruinen in den 1920er Jahren rekonstruiert und aufgebaut.

Danach sind wir über die Brücke zur Insel Skye gefahren und haben und da ein bisschen umgeschaut. Die Fähre haben wir dann in Armadale befahren und sind in Mallaig wieder an Land gegangen. Total haben wir uns so einen Umweg von etwa 200 km erspart.

Ich danke an dieser Stelle meiner ganzen Familie, Kindern und Enkeln, meinen Freunden und meinen  Bekannten für all die vielen, lieben Geburtstagswünsche.

Samstag, 28. September 2013

Leider haben wir keine Seehunde gesehen. Auf der sog. Bank, wo sie liegen sollten, waren keine, kein einziger, nichts. Trotzdem war die Fahrt mit dem kleinen Ausflugsschiff ein Erfolg. Die Sicht auf die um-liegenden Berge ist vom See her viel besser als vom Land. Und wir haben uns ein bisschen vom 'riesigen Stress' erholt, den solche Ferien machen, denn schliesslich sind wir heute morgen schon 60 km weit gefahren um hier nach Fort William zu gelangen. Und danach sind wir noch einmal den ganzen weiten Weg von der Schiffsanlegestelle bis zum Parkplatz, quer durch die Einkaufsmeile gegangen, also die ganzen 500 m. Vom Fort hier in Fort Williams stehen nur noch die äussersten Umfassungs-mauern. Abends haben wir dann unsere rollenden Heime zum nächsten Campingplatz gefahren und stehen nun auf dem Platz vor dem Ben Nevis, dem höchsten Berg in Grossbritannien. Nach einem sehr guten Nachtessen im platzeigenen Restaurant gehen wir heute etwas früher schlafen, denn morgen wollen wir etwas wandern gehen.

Sonntag, 29. September 2013

Der Wind bläst wie verrückt, wir haben schon fast Mühe, aufrecht zu gehen. Hier auf 630m Höhe. Oder wie uns stolz gesagt wird, auf 2033 ft Höhe. Wir sind mit der einzigen Gondelbahn des Landes auf den Nevis Range gefahren. Dies ist im Winter ein Skiort. Kaum zu glauben, aber wahr. Allerdings führt die Gondelbahn nicht bis auf den Gipfel, das wäre dann ein Sessellift (Doppelmayer, wie auch die Gondel-bahn, mit Gondeln aus Aarburg) und der hat keinen Sommerbetrieb. Die Wanderwege sind breit und gut besucht und haben an deren Ende schöne Aussichtspunkte. Da heute eigentlich ein Ruhetag ist, fahren wir nur noch etwa 50 km weiter und stehen nun auf einem Campingplatz bei Oban. Die Sonne scheint, es ist Nachmittag und wir geniessen die Ruhe.

Montag, 30. September 2013

Der Platzwart hat uns gestern Abend dringend empfohlen, Oban zu besuchen, was zwar nicht an unserer Fahrtroute liegt, aber den Umweg von 25km sicher wert sei. Nun, wir haben es gemacht und wurden eigentlich nicht enttäuscht. Das kleine Städtchen ist wirklich sehenswert. Die weitere Fahrt führte uns danach an den Loch Etive, wo wir in Acnacloich direkt am See unser Mittagspäuschen hielten. In Inveraray schliesslich haben wir das alte Gefängnis mit dem Gericht besucht. Nicht ganz so angenehm wie das heute anscheinend sein soll. Zumindest haben wir diesen Eindruck. 3 Monate Jail wegen Klauen eines Stück Brot usw., ungeheizt und ohne irgendwelche Möbel in der Zelle, hart, sehr hart. Abends haben wir dann den Weg hierhin zum Campingplatz in Glasgow abgefahren und stehen nun ruhig und werden morgen die Stadt besuchen.

Dienstag, 01. Oktober 2013

Der Zug braucht nur gerade 15 Min ins Stadtzentrum und Tickets kann man im Zug bei der extrem freundlichen und hilfsbereiten Schaffnerin lösen - super. Das Wetter spielt mit, es ist sonnig und eigentlich warm, wenn nur der sehr starke Wind vom Meer her nicht wäre. Das hält uns allerdings nicht davon ab, beim Stadtrundfahrtenbus oben, im Freien zu sitzen, halt eben mit dicker Jacke und Kappe. Der erste Teil der Rundfahrt führt in die ehemaligen Industriebezirke ist nicht gerade sehr schön. Das ändert sich dann aber, als der Bus in die anderen Stadtteile fährt. 

Beim Verkehrsmuseum steigen wir aus und sehen uns die Ausstellung an. die Exponate sind gut gewählt und perfekt arrangiert. Und wie alle Museen in Glasgow ist der Eintritt gratis. 

Später fahren wir mit dem Bus wieder ins Stadtzentrum zurück und machen die Innenstadt, resp. die Fussgängerzone unsicher. Unsere Damen können sich von den tausenden Kleiderständern fast nicht mehr losreissen. Abend suchen wir uns eine Pizzeria und geniessen ein guten Nachtessen. Am Bahnhof wird uns später dann mitgeteilt, dass der Zug nicht fahre und dass an seiner Stelle ein Ersatzbus die Fahrt mache. Der Chauffeur ist dann auch pünktlich losgefahren und hat nach einigen Rückfragen und mit Hilfe eines Passagiers tatsächlich auch den Bahnhof in Stepps gefunden. So gegen 22 Uhr sind wir müde und zufrieden 'zuhause' angekommen.

Mittwoch, 02. Oktober 2013

Leider ist Gretna Green nurmehr eine riesige Vermarktungsmaschine für Touristen. Zwar werden immer noch Trauungen vorgenommen, aber keine 'illegalen' mehr, sondern ganz einfach statt im Standesamt, hier in der Schmiede. Auf unserem Heimweg, von Schottland zurück in die Schweiz, sind  wir heute Mittag eben hier in Gretna Green angekommen und nach einer Pause und Besichtigung, weitergefahren zum Hadrians-Wall, der römischen Befestigung gegen die sogenannten 'Barbaren'. Also einfach diejenigen, die die römische Arroganz und Landeinnahme nicht ganz so lustig fanden. Jetzt stehen wir auf dem Stadtcamping in Blackpool.

Donnerstag 03. Oktober

Die heutigen Bilder sagen alles, denn das ist was wir heute gesehen haben. Mittagspause gab's beim Stratford Castle, das sich aber als Ruine herausgestellt hatte. Und dann hiess es wieder fahren, fahren, fahren. Eigentlich eine nicht besonders anstrengende Sache, wenn da bloss nicht die tausenden von Kamikaze-Lastwagenfahrern wäre. Jeder will ein wenig schneller sein, als der vordere und überholt wenn immer möglich, auch mit einem Tempounterschied von 1 kmh. Und da es für die Trucks keine Geschwindigkeitslimite gibt.... Das funktioniert so: Blinker setzen, 1 mal blinken und den Lastwagen nach rechts ziehen. Die die gerade hinter oder fast daneben auf der anderen Spur fahren, sollen selbst sehen wie sie damit klar kommen. Eine ermüdende Sache. Hier in Milton Keynes übernachten wir auf dem Camping des Gulliver-Themenpark's, der aber geschlossen ist.

Freitag, 04. Oktober

Die Kathedrale con Canterbury ist tatsächlich beeindruckend gross. Eigentlich die grösste, die ich bisher je gesehen habe. Auch das übrige Städtchen ist recht hübsch und lädt zu einem ausgedehnten Stadtbummel ein. Wir sind heute Morgen von Milton Keynes her kommend, rund um London herum,  über die Themsebrücke hierher nach Canterbury gefahren. Und wurden, wie in England so üblich durch entsprechende Verkehrsschilder direkt auf den Parkplatz für Motorhomes geführt. Keine 5 Min vom Zentrum entfernd. Sehr entgegenkommend, danke. Nach unserem Besuch sind wir dann weiterge-fahren nach Dover. Hier haben wir Tickets für die Fähre um 23:15 Uhr gekauft und um die Wartezeit bis dahin zu verbringen haben wir uns einen Stellplatz in der Nähe von Dover Castle gesucht und gefunden. Später haben wir dann eingecheckt und die Fähre hat uns innert 90 Minuten nach Calais gebracht. Da bereits 02 Uhr (Zeitverschiebung) haben wir uns auf dem bereits bekannten Hafenparkplatz begeben und dort geschlafen.

Samstag, 05. Oktober

Fast scheint es, wir fahren von Kirche zu Kirche. Tatsache ist jedoch, dass auch die Kathedrale vom Reims zum UNESCO Weltkulturerbe gehört und die Sachen, ja die wollen wir uns eben ansehen. Die Fahrt von Calais nach Reims haben wir auf der Autobahn hinter uns gebracht. Aeusserst angenehm, so ganz ohne andere Fahrzeuge, oder wenigstens fast ohne. Franzosen scheinen die 'ganz kleinen' Gebühren der Autobahn (200 km - € 32.-) zu scheuen. Weitere Abzocke wollen auch wir vermeiden und fahren später nicht mehr auf diesen Superstrassen. Die Innenstadt im Reims haben wir natürlich auch besucht und nach einem ausgedehnten Spaziergang und Kaffeestop dann den weiteren Weg nach Süden unter die Räder genommen. Bei Vitry-le-François haben wir einen Farm-Camping gefunden und günstig und super geschlafen.

Sonntag, 06. Oktober 2013

Weiter geht unsere Fahrt Richtung Heimat. In Joinville möchten wir das Château besuchen, doch leide öffnen die hier erst um 14 Uhr und es ist erst 11. Bei Chaumont fahren wir zufälligerweise (weil falsch abgebogen) unter dem Viadukt von Chaumont durch. Ein wirklich bemerkenswertes Bauwerk, über das zuoberst der TGV fährt und in den beiden unteren Stockwerken je eine Strasse liegt. Gegen Abend treffen wir dann in Montbéliard ein, wo wir den offiziellen Stellplatz belegen, etwas essen und einen Bummel durch die absolut ausgestorbene Stadt machen. Es ist zwar erst 22 Uhr, aber da ist nichts mehr, absolut nichts. Keine Bar, kein Restaurant das geöffnet ist, nur ein einsamer Pizzakurier fährt unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln durch die Innenstadt. Nun dann gehen wir halt schlafen.

Montag, 07. Oktober 2013

Am Morgen trennen sich unsere Wege. Rosmarie und Hans-Jürg fahren von hier aus, über Porrentruy nach Biel und dann heim nach Faulensee. Anita und Erich nehmen den Weg dem Rhein-Rhone-Kanal entlang Richtung Basel unter die Räder und treffen im Laufe des Nachmittag zuhause in Bäretswil ein.


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