September 2010 - Portugal

Montag 06.September 2010

Wir starten zu unserer Reise nach und durch Portugal. Natürlich gibt's da noch einigen zu erledigen bevor wir dann wirklich abfahren können. Und natürlich hat der Campingladen mit dem Gas heute geschlossen. - logisch. Also zuerst Gas suchen. Gefunden bei Landi. Zwar nicht in der Originalflasche, aber immerhin 7.5 kg (statt 10 kg), besser als nichts. Und dann fahren wir los, Richtung Basel und dann über Mulhouse immer der Nase nach, Richtung Clèrmont-Ferrand. Das Wetter ist gut, Auf den französischen Autobahnen praktisch kein Verkehr (kostet) und so kommen wir recht gut voran. Mit ein paar Unterbrüchen fahren wir bis kurz vor Vichy und finden auf einem kleinen Campingplatz einen ruhigen Schlafplatz.

Dienstag, 07. September 2010

Nach einer ruhigen Nacht und einem Morgen mit frischen Croissants fahren wir weiter nach Vulcania.

Leider machen und aber sowohl das Wetter - es regnet kann man dazu nicht sagen, denn es ist zeitweise so, wie unter einem Wasserfall - als auch die Betreiber der Vulcania-Anlage einen dicken
Strich durch unsere Rechnung. Vulcania ist Montag und Dienstag geschlossen. Die Tante von der Auskunft empfiehlt uns, ein Schloss in der Nähe zu besuchen, was wir denn auch versuchen. Die Fahrt durch die Vulkan-Gegend wäre atemberaubend, ja wenn denn der Wasserfall nicht wäre. 
Das Schloss sieht zwar super aus, ist aber leider ebenfalls Montag und Dienstag geschlossen. Wir sind es müde und beschliessen weiterzufahren. Anita möchte das Meer sehen. Nach ein paar Kilometern, so etwa 615 km sind wir nun in Biscarosse angekommen.

Super Stellplatz für gegen 100 Motorhomes (die Teilweise auch da sind) und wir hören den Atlantik rauschen. Ein Abendspaziergang vom Stellplatz zum Strand bleibt halt der einzige Höhepunkt dieses Tages. Nachts beginnt es dann in den Bäumen gewaltig zu rauschen, es schifft und stürmt und unser Reisemobil wird mit Piniennadeln und kleinen Ästchen eingedeckt.

Mittwoch, 08. September 2010

Anita hatte eine etwas unruhige Nacht, ich habe super geschlafen. Nach dem Frühstück, begleitet von vielen Eichhörnchen fahren wir ein kurzes Stück zurück nach Pilat, bei Arcachon um die Düne zu sehen.

Gewaltig dieser Sandhaufen. Kein Eintrittspreis, dafür kostet der Parkplatz € 8.00, wäre aber wunderbar geeignet zum Übernachten. Selbstverständlich besteigen wir das Monster. Von Oben hat man eine wunderbare Sicht über die ganze Bucht von Arcachon. So, nun heisst's weiterfahren nach Süden. Wir wollen heute nach Biarritz resp. nach Sait Jean du Luz. Ich hab da, im Internet, einen Campingplatz mit WiFi gefunden. Allerdings war dann nichts mit Wifi. Es hat zwar einen Internet-PC, aber damit kann und will ich nichts anfangen.

Aber wenigstens ist der Campingplatz direkt am Strand und wir schauen lange, lange Zeit den Wellen zu, die ans Ufer schlagen. Anita versucht es dann mit Baden, schreckt aber von nicht gerade sehr sauberen Wasser zurück und schwimmt daher halt ein paar Runden im Pool des Campings. Irgendwann in der Nacht erwache ich, ich habe den Eindruck, jemand macht sich am Wohni zu schaffen. Es ist aber nur Anita, es hat zu regnen begonnen und sie hat die draussen aufgehängten Badetücher hereingeholt.

Donnerstag, 09. September 2010

Im Laden um die Ecke kann ich Brot und Croissants kaufen und so gibt's heute Morgen ein gemütliches Frühstück. Danach machen wir unser mobiles Heim wieder einmal klar, Toilette leeren, Abwassertank leeren, Frischwasser nachfüllen. Das allerdings erst nachdem ich einen Jeton für € 4.50 erworben habe. Allerdings ging's mit ein bisschen lieb reden dann gratis. Über die Autobahn fahren wir nach Spanien, genauer nach San Sebastian. Hier finden wir den perfekten Stellplatz, zwar ohne Strom/Wasser und so, aber sehr schön gelegen und gesichert. Mit dem Bus geht's nun in die Stadt. 

Die Stadt liegt an einer Bucht, direkt am Meer, und hat eine irrsinnig schöne Promenade mit direktem Strandanschluss. So etwa um 14:00 hatten wir genug Stadt und sind mit dem Bus wieder zu unserem Wohni zurückgefahren.

Nach einem kurzen Imbiss sind wir dann weitergefahren. Gemäss Stellplatzführer sollte in Castro Urdiales ein Stellplatz direkt am Strand sein. Was aber Nichts, lediglich ein grosses Schild mit "Camping verboten" war da und natürlich jede Menge Platz, aber eben ... Wir haben dann kurz unsere Führer zu Rate gezogen und festgestellt, auf der anderen Seite des Städtchens gibt es einen Campingplatz, also fahren wir halt eben dorthin. Fehler, ganz dummer Fehler: Ganz schmale Strasse (kreuzen unmöglich), sehr steil bergauf, der Platz ist zwar gross aber sauteuer und weit weg von der Küste, mit direktem Blick auf die Autobahn und der entsprechenden Geräuschkulisse. Und da stehen wir nun schon um 18:00 Uhr, so ein Blödsinn.

Freitag 10. September 2010

Wir haben nicht gut geschlafen, denn erstens haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir wieder den Berg hinunterkommen und zweitens haben ab 04:00 Uhr Hunde begonnen zu bellen und zwar dauernd und bis etwa gegen 07:00. Aber dann war nicht etwa Ruhe, sondern jetzt begann irgendwo ein Hahn zu krähen. Ausdauernd zu krähen. Nun ja, so gegen 10:00 Uhr haben wir unser Wohnmobil gewendet und sind ins Dorf hinuntergefahren. Und selbstverständlich ist uns in der engsten Stelle ein Lieferwagen entgegengekommen. Nachdem ich stehengeblieben bin und die Hände verworfen habe, hat der einheimische Fahrer eingesehen, dass er, und nicht wir, rückwärts fahren muss. So sind wir dann zwar im Schritttempo, aber immerhin heil unten angekommen. 

Der Weg führte und dann nach Altamira, den spanischen Höhlen mit den Felsmalereien, die ein UNESCO-Kulturerbe sind. Die eigentliche Höhle kann zwar nicht mehr so ohne weiteres besichtigt werden (max. 8000 Besucher pro Jahr, Anmeldung ca. 3-4 Jahre zum Voraus), aber die Experten haben eine Millimetergenaue Kopie erstellt die einfach fantastisch ist. Wüsste ich nichts von einer Kopie, ich würde alles für Echt ansehen. Die Kunstwerke der Höhlenmenschen, die vor etwa 18'500 Jahren entstanden sind schlicht und einfach umwerfend, genial und wunderschön. Wir haben uns zwar darauf vorbereitet, haben aber nicht mit der wirklichen Grösse der Bilder gerechnet. Bisons, Hirsche usw. die gut und gerne 1 bis 1.5 Meter gross sind. Ganz genial diese Höhle. 

Nach einem kurzen Spaziergang und Mittagessen sind wir dann weitergefahren, hinunter nach Santillana del Mar. Santillana ist ein kleines verträumtes Nest, ehemaliges Fischerdorf, komplett an die Felswand geklebt. Im Hafen finden wir schnell einen Parkplatz und hier übernachten wir auch, nebst einigen anderen Motorhomes. Die Boote im Hafen sind wirklich Fischerboote und nebst 3 Fischkuttern sahen wir nur die bekannten Boote mit den Angeln um die Thunfische zu fangen. Allerdings haben wir weder am Abend noch am Morgen danach irgendwelche Boote auslaufen sehen. 

Samstag, 11. September 2010

Es ist so unwahrscheinlich ruhig hier. So sind wir tatsächlich erst um 9 Uhr aufgestanden. Kein Lärm von Fischern, keine Autos, einfach ruhig. Nach dem Frühstück haben wir beschlossen, einen Strand zu suchen, an dem Anita endlich im Atlantik baden kann. Und nach 2-3 Fehlversuchen sind wir dann schliesslich in Foz gelandet. Hier war der Stand genehm, das Wasser sauber und es konnte gebadet werden. 

Für unser Wohni haben wir einen sehr schönen Parkplatz gefunden, der wie der Stand selbst praktisch menschenleer war. Hier könnte man problemlos übernachten (Da war auch kein entsprechendes Verbotsschild zu finden). Aber wir haben uns dann auf den Weg nach a Caruña gemacht. 

Für unser Wohni haben wir einen sehr schönen Parkplatz gefunden, der wie der Stand selbst praktisch menschenleer war. Hier könnte man problemlos übernachten (Da war auch kein entsprechendes Verbotsschild zu finden). Aber wir haben uns dann auf den Weg nach a Caruña gemacht. 

Denn hier in dieser Hafenstadt steht ein weiteres UNESCO-Kulturdenkmal, das wir uns ansehen wollen, nämlich den Herkules-Turm. Im Hafen steht die MS 'Mein Schiff'. Heute Abend schlafen wir auf einem Campingplatz in der Nähe, denn wir brauchen unbedingt frisches Wasser.

Sonntag, 12. September 2010

Und wieder war unsere Nacht nicht so das Gelbe vom Ei. Auch hier Hundegebell zum Morgengrauen und dazu ein Campingplatz in der Anflugschneise - na ja, wenn's wenigstens Wasser und eine Stelle um das Abwasser abzulassen, gegeben hätte. Aber auch das war nicht vorhanden. Nur Internet, das war da. Na ja wenn wir heute Abend wieder einen Flop bauen, müssen wir uns das Wasser an irgend einer Tankstelle besorgen. Nach dem Frühstück sind wir noch einmal nach a Coruño gefahren und haben das im Reiseführer beschriebene Aquarium gesucht.Natürlich haben wir das Haus nicht gefunden, bis wir dann auf die Andere Seite der Bucht gefahren sind und unten am Strand so ein spezielles Haus gesehen haben. Das Aquarium - War gar nicht schlecht, viele sehr grosse Fische und ein Riesen Becken mit der begehbaren Nachahmung der Nautilus. Dazu kamen dann noch Seehunde in den Aussenbecken.

Wir sind dann nach Santiago di Compostela gefahren. Hier auf einen Campingplatz in der Stadt und dann zu Fuss in die Altstadt. Schöne Altstadt und eine überwältigende Kathedrale. Begreiflich dass Tausende von Leuten hineinwollten. Aber vor die Besichtigung der Gebeine von Jakob (oder auch nicht - es gibt keine gesicherten Quellen für deren Richtigkeit - sind vieleicht auch nur Hundeknochen) haben die Kirchenherren das Warten gesetzt und da wir nicht die geringste Lust verspürt haben etwa 2-3 Stunden anzustehen, haben wir halt 'nur' die Kathedrale besichtigt. Riesengross - Tonnenweise Gold - einfach umwerfend (auch für uns Protestanten)

Gegen Abend, genauer so gegen 19:00 gab's plötzliche Unmengen von Leuten in der Altstadt, es scheint die Spanier sind erst jetzt aufgewacht. Wir haben noch einen Spaziergang durch einen wunderschönen Stadtpark gemacht, sind mit dem Taxi zurück auf den Campingplatz und haben im platzeigenen Restaurant zu Abend gegessen.

Montag, 13. September 2010

Nach unserem Frühstück fahren wir weiter, Richtung Süden und überqueren etwa nach 45 Minuten die Grenze zwischen Spanien und Portugal,

natürlich gibt's da keine eigentliche Grenze mehr, auf der Strasse zeigt lediglich ein Schild an, dass wir nun in Portugal sind. Ach ja, die Geschwindigkeiten sind natürlich anders geregelt als in Spanien. Wir fahren ein ganzes Stück Richtung Porto und suchen da einen Strand zum Baden. Gar nicht so einfach, es herrscht gewaltiger Verkehr rund um die Grossstadt Porto. Und nach einigen Fehlversuchen haben wir dann endlich einen Strand gefunden. Aber trotz sehr viel Sandstrand haben uns der total mit Algen übersäte Sand und die Quallen im Wasser nicht besonders gefallen. Daher: Alles zurück auf Feld1. Nun haben wir beschlossen auf einen Parkplatz im Zentrum der Stadt zu fahren. Nur dummerweise habe ich Idiot dem Navi falsche Koordinaten eingegeben und wir sind südlich der Stadt, wieder am Strand gelandet. Schon leicht entnervt von Porto (die Stadt will uns einfach nicht) haben wir daselbst plötzlich einen riesigen Campingplatz gesehen und haben uns dort einquartiert. Schön, riesig und billig, 4 Sterne mit allem Komfort für € 13.00. Und der Bus ins Zentrum von Porto hält direkt am Platz. Herz was willst Du mehr.
 

Porto ist tatsächlich sehenswert. Schon die Busfahrt dorthin war ein Erlebnis. Ich jedenfalls bin noch nie mit Tempo 60 durch Gassen eines kleinen Dorfes gefahren, die etwa 30 cm breiter waren als der Bus, deren Fussgänger Schutz in den Türeingängen von Häusern suchen mussten, und die mit Kopfsteinpflaster belegt sind. Die wilde Maus auf einer 'Chilbi' ist ein Dreck dagegen. Und die wilde Fahrt dauerte 30 Minuten. In Porto angekommen sind wir durch die wunderschöne Altstadt spaziert und haben uns das UNESCO-Kulturerbe angesehen. Ist lohnenswert. 

Sehr schön. Am Quai haben wir in einem der hunderten Restaurants zu Abend gegessen und sind gegen halb zehn mit dem Bus wieder zurück zum Campingplatz gefahren, wo wir eine ruhige Nacht verbringen.

Dienstag, 14. September 2010

Wir nehmen es heute gemütlich. Nach einer ruhigen Nacht schlafen wir lange. Und nach den späten Frühstück fahren wir ein Stück nach Süden. Eigentlich ohne ein spezifisches Ziel. Anita möchte baden gehen, also suchen wir uns einen schönen Strand und finden ihn in Pedrogao. 

Dummerweise bekommt Anita ihre Kopfschmerzen, deswegen Sie ja vor den Ferien noch zum Arzt ging, und daher war dem Strandausflug nur ein beschränkter Erfolg beschieden. Anita hat zwar gebadet, aber ausser meine Füsse im Wasser war da nichts zu machen. Das Wasser hatte ca. 22° und das ist mir nun wirklich einfach zu wenig. Nachdem wir dann wieder zurück im Wohni waren (dunkel, kühl und hoffen es bessere) beschliessen wir der Küste weiterfolgen bis wir irgendwo einen schönen Campingplatz oder Stellplatz finden. Das war dann schon nach 500m der Fall. Da standen sie, die Wohnmobile und wir haben uns eingereiht. Wir sind dann noch ein bisschen spazieren gegangen und nach einer Flasche Sangria sind wir früh schlafen gegangen.

Mittwoch, 15. September 2010

Nach dem Frühstück fahren wir die Küste weiter hinunter und nehmen später die Autobahn Richtung Lissabon. Unser Ziel ist Sintra. Unterwegs sehen wir an der Autobahn ein Schild das das Konvent von Mafra zeigt, also hinfahren und ansehen. 

Sintra und die ganze Umgebung sind ein UNESO-Welterbe. Am Mittag sind wir da und besuchen als erstes (mit dem Bus) das Mauren-Kastell und das Königsschloss Pena. 

Sind schön anzusehen. Hat sich gelohnt, da hinzufahren. Am Abend wollen wir dann noch den Stadtpalast besichtigen. Der will uns aber nicht mehr sehen, er hat bereits geschlossen. Nun dann geht's halt weiter an die Küste, zu einem Campingplatz, wir brauchen Wasser. Heute Morgen nach dem Duschen war plötzlich kein Wasser mehr da. Nichts kam mehr. Nur aus der Garage tropfte Wasser. Also sofort öffnen und ausräumen, bald war der Schuldige gefunden, durch die Fahrt auf den Rüttelpisten der letzten Tage hatte sich eine Schlauchbride gelöst und der Schlauch ist abgefallen. Ich hab den Schlauch wieder angesteckt und die Bride, soweit ich das kann, angezogen. 

Donnerstag, 16. September 2010

Wir wollen heute die beiden UNESCO-Welterben "Kloster Batalhis" und "Altstadt Evora" besichtigen. Nachdem wir die genaue Fahrtroute festgelegt haben stellen ich fest, dass das Batalhis das wir besuchen werden mit Nichten ein Kulturerbe ist und auch keine Kloster hat. Nach einiger Recherche stellen wir fest, dass wir daran vorbeigefahren sind. Es wäre bei Porto gewesen. Nun dann fahren wir halt direkt nach Evora. Lissabon durchfahren wir auf der Autobahn.

Wir kennen die Stadt ja bereits von unserem Städteflug. nach etwa 1.5 Stunden ist Evora erreicht und ein freundlicher Herr der Information gibt uns einen Stadtplan und zeigt uns wo wir parkieren sollen. Aber wies der Teufel so will, den Parkplatz haben wir nicht gefunden (zu früh abgebogen) dafür bin ich in ein Wohnquartier gefahren, das nur extrem schmale Einbahnstrassen hatte und in dem ich zuletzt nur noch durch vor- und rückwärtsfahren herauskam. So eine Sch...
Wir parkieren dann neben einer grossen Tankstelle auf einem Bus-Parkplatz und gehen zu Fuss in die Altstadt. Es ist ein zweifelhaftes Welterbe, diese Altstadt. Mich kann sie überhaupt nicht überzeugen und ich frage mich ernsthaft, wie die Stadt zu dieser Ehre gekommen ist. Allerdings hat Anita ihren Gefallen daran gefunden. Speziell wegen der kompletten Stadtmauer und dem Aequadukt.

Das einzige, das mir dann doch gefallen hat, war das städtische Museum mit der Ausstellung der ausgegrabenen Artefakte aus römischer Zeit.
Wir sind dann weitergefahren und übernachten heute auf einem Campingplatz in Beja.

Freitag, 17. September 2010

Wir nehmen es gemütlich und wie meist ist der Campingplatz bereits leer, wenn wir uns auf die Reise machen. Wir fahren heute nach Sao Bras an der Algarve. Dort wollen wir unseren Freund Kurt besuchen.
Die Fahrt verläuft ruhig und ereignislos. Das Wetter spielt einigermassen mit, zwischendurch mal kurz Regen, aber meist Sonne pur. Und ganz im Gegensatz zu unserer Erwartung wird's sehr heiss.

Kurt lebt mit mit seinem Hund auf einem sehr grossen Grundstück, etwas abseits, aber schön. 
Wir legen hier eine Pause ein. Anita hat endlich etwas Zeit um zu lesen und ich kann mich wieder einmal unserem Reisebericht widmen.

Samstag, 18. September 2010

Wir bleiben bei Kurt und geben uns dem Nichtstun hin. Gegen Abend fahren mit seinem  Mercedes G (Modell Army) nach Vilamoura. Wir haben am Strand in einem Restaurant etwas gegessen und Anita badet, ich schaue lediglich zu, denn obwohl das Wasser meine minimalen Temperatur-anforderungen erfüllt, ist meine Badehose im Wohnmobil geblieben sad

Der Spaziergang um den Yachthafen ist allerdings eine Wucht.

Sonntag 19.September 2010

Wir fahren heute im Laufe des Vormittags weiter, Richtung Sevilla. Doch dort angekommen finden wir erst den Campingplatz nicht und dann, ja dann haben wir den Platz zwar gefunden, aber da war nichts mehr ausser ein paar Schrebergärtner die begonnen haben den ehemals riesigen Platz zu belegen. Und als dann ein Flugzeug landete und so circa 50 m über uns hinweg flog, waren wir gar nicht so traurig, dass es diesem Platz nicht mehr gibt. Sevilla will uns anscheinend nicht. Nun gut, fahren wir halt weiter bis nach Tarifa, wo wir sowieso hin wollten und haben hier einen Platz gefunden.

Unterwegs haben wir ein Windkraftwerk durchquert. Wir konnten nur schätzen, dass da etwa 300-500 solche riesigen Windräder stehen. Erstaunlich, dass uns jetzt auch Spanien in Sachen Energie einen grossen Schritt voraus ist. 
Eigentlich wollte ich ja nur auf einen Campingplatz weil ich dringend Wasser brauche. Und siehe da, Wasser vorhanden, aber kein Schlauch zum einfüllen und daher - immer noch kein Wasser und daher duschen auf dem Platz (Graus).

Montag 20. September 2010

Auf dem Camping in Tarifa gibt's alles, nur keinen Trinkwasseranschluss. Langsam wird's wirklich knapp und wir denken schon an füllen an einer Tankstelle. Aber noch kommt ja was aus unseren Hähnen. Nun aber zuerst fahren wir nun nach Tarifa ins Zentrum. Wir möchten hier an einem Whale-Watching teilnehmen. Dazu haben wir uns die FIRMM ausgesucht, eine NGO die von einer Schweizerin ins Leben gerufen wurde. Einer älteren Dame, die uns auch auf dem Schiff begleitet hat. Nach einiger Zeit haben wir dann das Büro dieser NGO gefunden und uns per Nachmittag angemeldet.

Also zurück zum Parkplatz, etwas gegessen und dann auf zum Hafen. Da wurde uns zuerst eine theoretische Abreibung (ca. 30 Min) verpasst. Es wurde erklärt wie es sich mit Delfinarien verhält und wie die Menschheit mit Tieren wie Walen heute umgeht. Danach ging's auf Schiff und Richtung Marokkanische Küste. Dort ist eine Stelle an der sich die Wale aufhalten. Und wirklich, kaum dort angekommen sehen wir verschiedene Familien von Grindwalen. Kälber mit Ihren Müttern und ausgewachsene Exemplare. Wunderschön anzusehen.

Nach einer Weile hiess es zurückzufahren mit der Hoffnung unterwegs Delfine zu sehen. Was dann allerdings nicht der Fall war. Aber auch schon nur die Wale haben uns wirklich aufgestellt.
Nach Abschluss des Ausflugs sind wir zurück zum Parkplatz und weitergefahren Richtung Gibraltar. Das sind ja nur etwa 50 km. Dort angekommen haben wir den im Führer erwähnten Stellplatz gesucht und gefunden. Hat uns aber nicht gepasst. Es war nur ein riesiger Parkplatz für Busse und Lastwagen.

Nach einem kurzen Abstecher zum Strand (auch nicht besonders schön) sind wir dann abends weitergefahren bis zu einem kleinen Camping, der an der Autobahn ein Hinweisschild hatte.

Dienstag 21. September 2010

Auf dem kleinen Camping, es waren nur ein paar Motorhomes und Zelte da, konnten wir endlich unseren Wassertank auffüllen. Am Morgen sind wir dann weitergefahren, Richtung Marbella. Anita möchte sich einmal unter den Reichen und Schönen dieser Welt bewegen. Daraus wurde dann aber nichts, Marbella wollte uns nicht. Wir sind zwar durch die eigentliche Innenstadt gefahren, haben aber nirgends einen Parkplatz gefunden, auf dem unser Bus Platz gehabt hätte. Die Stadt ist eigentlich grauenhaft. Zwar im Zentrum tatsächlich sehr mondän, beginnt aber bereits etwa 15 Km vor dem eigentlichen Marbella mit einer Landschaft die komplett von Feriensiedlungen überzogen ist. Und dann gibt es absolut keinen Unterbruch mehr bis nach Málaga. Eine einzige riesige Stadt, bestehend aus den Zentren von ein paar ehemaligen Fischerdörfern, tausenden von Hotels und, so wies aussah, Millionen von Ferienwohnungen, meist in abgeschlossenen Siedlungen.
Nun in Fuengirola haben wir dann einen grossen, schönen Parkplatz, direkt am Strand ausgemacht und daselbst wollen wir einige Stunden Baden. Der Strand war recht gut bevölkert und sauber, aber leider war das Mittelmeer nicht ganz so warm wie erwartet. Ich jedenfalls habe es nur Sekunden ausgehalten. Unter unserem Sonnenschirm, mit Sandmätteli haben wir es etwa 1 Stunde ausgehalten. Wir wurden dann von einem Iren angequatscht, sein Wagen wäre abgeschleppt worden, er wäre am Strand gewesen und müsse jetzt 10 € haben um ein Taxi zu nehmen, damit er den Wagen wieder auslösen könne. Es war in etwa genau die Masche, die wir ein paar Tage zuvor im Fernsehen gesehen haben.
Wir sind dann weitergefahren und sind am Abend in Cordoba angekommen. 

Mittwoch 22. September 2010 

Heute haben wir Cordoba unsicher gemacht. Mit dem Bus sind wir vom Stadtcamping direkt zum Zentrum gefahren. Das ganze Stadtzentrum mit der Kathedrale, Alkazar usw. ist UNESCO-Welterbe. Und das ist nun wirklich absolut sehenswert. Ich weiss nun auch, warum der Polyglott sagt, Cordoba sei eine Reise wert. Es stimmt. 

Wir sind den ganzen Tag in der Stadt geblieben und nebst vielen sehenswerten Dingen zu besuchen auch einige Souvenirs für die Zuhausegebliebenen eingekauft.

Donnerstag, 23. September 2010

Wir haben heute ein bisschen gebummelt, wir sind erst so gegen 11:30 Uhr vom Campingplatz weg-gefahren. Richtung und Ziel: Valencia. Von der Autobahn aus, haben wir ein riesiges Sonnenkraftwerk gesehen. Spanien versteht was von Energie, das ist klar. Nach einigen Stunden Autobahn hatte ich allerdings den Einfall, anstelle von Valencia, das wir bereits von einer Kreuzfahrt her kennen, doch einfach nach Madrid zu fahren. Es war dann erst noch etwa 200 km näher. Wir sind dann bis nach Aranjuez gefahren und haben dort gerade noch etwas Zeit gefunden um den königlichen Palast anzusehen.

Sieht genial aus, nahezu wie Versailles, teilweise noch besser und der Garten ist etwa 5 x grösser als Versailles. Super.
Danach sind wir auf den Stadtcamping von Madrid gefahren.

Freitag, 24. September 2010

Wir lassen heute unser Wohni stehen und fahren mit Bus und Metro ins Stadtzentrum von Madrid. Ich staune immer wieder, wie schnell diese Metros doch sind. Wir fahren als erstes direkt zum königlichen Palast. Anita will sehen wie die gekrönten Häupter einst und heute wohnen.

Nach einer etwas längerer Warteschlange (mir kommt da spontan der Skilift in den Sinn) sind wir dann im Palast. Auch hier wird mir mein Sackmesser wieder abgenommen, ich bekomme es dann am Ausgang wieder zurück. Allerdings diesmal mit wesentlich mehr Brimborium, so mit Pass und so! Fotos dürfen keine gemacht werden, also nur ein paar Aussenaufnahmen. Nun geht's daran die Innenstadt zu erkunden. Madrid ist erstaunlich sauber. Bald landen wir auf einem grossen Platz mit wirklich schönen Häusern. Alles sehr gut restauriert. Und um den ganzen Platz überall kleine und grosse Restaurants.

Leider steht mitten im Platz ein grosses Zelt mit einer Ausstellung von Argentinien. Wir essen hier eine 'sehr günstige' Pizza. Beim Hereinfahren mit dem Bus haben wir einen Fernsehturm gesehen. Also Madrid von Oben. Schnell ist festgestellt wo das Ding steht und wie man da hinkommt. Also wieder Metro und dann 2 km zu Fuss - nur um festzustellen, dass Madrid einen reinen Sendeturm hat, ohne Besucherzugang - schade. Also halt wieder zurück, allerdings bereits etwas müder. Wir erwandern dann die berühmte 'Gran Via', den 'Plaza Espania' und den Deodro Tempel.

Und langsam aber sicher wird's Abend. Müde aber voller Eindrücke an die Stadt fahren wir dann mit Metro und Bus wieder zurück zum Campingplatz. 

Samstag, 25. September 2010

Wir fahren heute nach Norden. So langsam aber sicher geht's Richtung Schweiz. Und da wir gemäss unserem Reiseführer in Saragossa nichts Besonderes zu erwarten haben, fahren wir durch bis nach Barcelona, mit der Hoffnung, dort dann schon irgendwo einen Stellplatz zu finden. Unterwegs überqueren wir den 0° Meridian, der schön mit einem Bogen gekennzeichnet ist. Im Übrigen ist die Landschaft sehr abwechslungsreich und 'extrem dicht' besiedelt.

Auch kann man sehr schön sehen, dass die Autobahn etwas an Gebühren kostet, Spanier fahren nicht auf gebührenpflichtigen Strassen. Dann Nachts durch Barcelona zu fahren, war dann schon ein eigenes Erlebnis. Ich habe keine Ahnung, was die 100 Millionen Autofahrer denn alle in der Stadt wollen, aber Tatsache ist, sie wollen da hinein. Zum Glück führt unser Weg soweit wie möglich, um die Stadt herum und nach etwa dem 8. Autobahnwechsel sind wir in Mataro, am Stadtrand von Barcelona angekommen und haben auf Anhieb einen 'äusserst günstigen' Campingplatz gefunden.

Sonntag, 26. September 2010

Wieder einmal Barcelona - Park Güell wieder nicht gesehen. Nun ja, wir sind dann weitergefahren, Richtung Frankreich und sind den ganzen Weg von starkem Seitenwind begleitet worden. Teilweise wurden wir  richtig ruppig von Böen hin und her geschüttelt. Am späteren Nachmittag haben wir uns in Cap d'Agde auf einem Stellplatz der Gemeinde (gratis und gut frequentiert) einquartiert und da es zum Baden bereits etwas zu kalt ist, einen ausgedehnten Spaziergang durch den Badeort, rund um den Hafen gemacht.

Montag, 27. September 2010

Kalt war ist es heute morgen. Aussentemperatur 8°. Ich denke wir nähern und ganz klar wieder der Schweiz und die heissen Tage in Portugal sind vorbei. Wir spazieren nochmals am Strand und fahren dann recht gemütlich so um Mittag herum ab. Im Supermarkt wird noch schnell eingekauft und dann geht's weiter Richtung Heimat. Wir entscheiden uns dann aber der Côte d'Aazur zu folgen und nicht über Genf zu fahren. Natürlich bedeutet dies, mehr oder weniger wird heute nur gefahren. In San Remo machen wir für heute Schluss und übernachten auf dem städtischen Stellplatz mit vielen, vielen anderen Wohnmobilen.

Dienstag, 28. September 2010

Heute gibt es nicht mehr als zu viel zu erzählen, wir fahren nach Hause. Bei Voltri verabschieden wir uns endgültig vom Mittelmeer und fahren, fahren und fahren. Nach ca. 9 Stunden sind nicht nur die 640 km, sondern auch wir, geschafft, aber glücklich zu Hause angekommen.

Zum Schluss

Wir sind viel zu kurz weggewesen und viel zu viel gefahren (ca. 6'500 km)¨. Wir versprechen, es das nächste Mal besser zu machen.


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