April 2017 - USA (Westen)

 

 

Dienstag, 25. April - Zürich -> Phoenix

Nach einem sehr schönen aber sehr langen Flug, mit Umsteigen in London, sind wir hier in Phoenix gegen Abend abgekommen. British Airways bietet eine Zwischenklasse, die Economy Plus. Der kleine Aufpreis hat sich gelohnt, wir sind komfortabel geflogen. Hier in Phoenix, nach der Pass- und Gepäckkontrolle (Koffer wurden durchleuchtet), sind wir vom Inhaber der Vermietung am Flughafen abgeholt und zum Motorhome, das für die nächsten 46 Tage unser Zuhause wird, gebracht worden. Und hier, weil es ja in der Zwischenzeit in der Schweiz bereits 6 Uhr morgens ist, haben wir nur noch schnell die Betten gemacht und sind dann sehr schnell eingeschlafen. 

 

 

Mittwoch, 26. April 2017 - Phoenix-Munds Park

Es ist 4 Uhr wir sind wach und stehen auf. Geschlafen haben wir gut. Nach einem kurzen Frühstück (der Vermieter hat uns das erste Frühstück in den Kühlschrank gestellt) machen wir einen kurzen Spaziergang durch den Campground. Allerdings weitet sich das Ganze dann ein bisschen aus, denn wir sind ausserstande die Eingangstüre wieder zu öffnen. Ein früh aufgestandener Nachbar hilft, aber reüssiert auch nicht. Auch die später eingetroffene Platzwartin kommt mit ihren Universalschlüsseln nicht weiter. Was tun, die Vermietung ist auch noch geschlossen. Ein Fenster im Schlafbereich ist zwar offen, aber das Mückengitter ist davor gespannt. Die Platzwartin drückt kurzerhand das Gitter aus der Fassung, klettert durch das kleine Fenster (wir beide wären da nicht durchgekommen) und öffnet unser Wohnmobil von innen – wir sind wieder im Spiel.

Um halb Zehn kommt der Vermieter für die Übergabe und Instruktion. Allerdings muss er zuerst ein neues Schloss montieren und das Mückengitter wieder installieren. Die Übergabe verläuft äusserst harmonisch, man nimmt sich extrem viel Zeit, bespricht mit uns die vorgesehene Route, gibt Tipps und verabschiedet sich schliesslich um 13 Uhr, so dass wir starten können. Nach etwa einer Stunde Fahrt auf der I17, halten wir in Anthem bei Walmart und sind die nächsten 2 Stunden mit Einkaufen beschäftigt. Die restlichen 100 Meilen bis zum Munds Park RV Resort haben wir gut hinter uns gebracht. Allerdings sind wir so müde, dass wir um 21 Uhr bereits wieder schlafen gegangen sind.

 

 

Donnerstag, 27. April 2017 - Munds Park-Tusayan

Auch heute sind wir wieder sehr früh aufgewacht. Wahrscheinlich hat auch die Temperatur dazu beigetragen. Wir haben eine Aussentemperatur von ca. 5°C und daher auch eine entsprechende Innentemperatur. Erich schläft ja bei offenen Fenster. Nun, nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir nach Flagstaff gefahren und haben im dortigen Walmart eine zweite Steppdecke gekauf.

Danach fuhren wir über die 180 nach Tusayan durch eine wunderschöne Landschaft und über eine ‚akzeptable‘ Strasse. Hier haben wir einen Platz auf dem Campground gebucht. Mit nur Wasser und Strom = US$ 46.-. Hier in Tusayan bleiben wir, weil die beiden Campgrounds in Grand Canyon Village ausgebucht sind.

Nachdem wir je eine Park-Eintrittskarte erworben haben, sind wir mit einem Shuttle-Bus in den Grand Canyon Park gefahren. Hier haben wir verschiedene Aussichtspunkte angefahren, immer mit einem der Shuttles, zuletzt den sehr weit aussen liegenden Hermits Rest und dabei wunderschöne Fotos machen können. So gegen 19 Uhr sind wir jetzt wieder ‚zuhause‘ angekommen.

 

 

Freitag, 28. April 2017 - Tusayan – Page

Voll, ausgebucht, kein Platz mehr auf dem Campingplatz von Page. Wir haben übersehen, dass am Montag der 1. Mai ist und die Amerikaner ein langes Wochenende haben.Nun, dann gib es heute nur den Stellplatz beim Walmart. Der ist immerhin gratis und wir stellen uns neben 20 weitere Wohnmobile, die auch keinen Platz gefunden habe.

Heute Morgen sind wir in Tusayan abgefahren und haben beim Eingang zum Grand Canyon National Park eine Jahreskarte für alle Nationalparks gelöst. Erstaunlicherweise wurde uns die bereits bezahlten Eintrittskarte von Gestern (immerhin 30.00$) angerechnet – super. Danach sind wir dann dem Canyon entlang nach Osten gefahren und haben an allen Aussichtspunkten angehalten und die jedes mal andersartige Aussicht auf de Canyon genossen.  

Gegen 14 Uhr sind wir dann hier in Page angekommen und haben den Weg zum ‚Horseshoe Bend‘ unter die Beine genommen. Die Aussicht auf den Colorado River ist einfach genial. Und danach kam dann eben Walmart.    

 

 

Samstag, 29. April 2017 - Page

Heute hat sich das frühe Aufstehen (Jetlag) gelohnt. Schon seit 9 Uhr sind wir heute Morgen auf dem traumhaften Rundgang durch den Antilope Canyon. Natürlich mit Führer (ohne geht gar nicht) aber mit einer kleinen Gruppe von nur 10 Personen. Dem Canyon können Worte sowieso nicht gerecht werden, daher hier ein paar unserer Bilder.

Nach einem kurzen Besuch im Walmart (ich habe mir ein neues Handy gekauft, die bereits in Europa gekaufte SIM funktioniert nicht) sind wir nun zur Staumauer des Lake Powell gefahren und haben zufälligerweise auf dem Wahweap Campground am See noch einen Platz erhalten, so dass wir nun wieder perfekt in Schuss sind. Den ganzen Nachmittag werden wir hier nun in der Sonne liegen und herumhängen.

 

 

Sonntag, 30. April 2017 - Page-Bryce

Um etwa 15 Uhr sind wir hier in Ruby‘s Inn beim Bryce Canyon Nationalpark angekommen und stehen nun auf einem Platz im Wald. Nach dem Anschliessen an Strom, Wasser & Abwasser machen wir nun einen Spaziergang durch das kleine Dorf. Leider ist fast alles noch geschlossen, die Hauptsaison hat noch nicht begonnen. Hierher sind wir heute Morgen von Page her gefahren. Etwa 250 km über meist recht gute Strassen und mit sehr schöner Kulisse.

 

 

Montag, 01. Mai 2017 - Bryce Canyon

Die ‚grosse‘ Rundfahrt bis zum Rainbow Point und mit vielen Zwischenstopps an den einzelnen Aussichtspunkten dauert annähernd 4 Stunden, ist aber sehr interessant. Der Fahrer des Busses ist gleichzeitig der Guide und erklärt fast zu viel. Wir haben diese Fahrt heute Morgen um 9 Uhr begonnen und sind nach einem frugalen Mittagessen (McDonalds) mit dem normalen Shuttle noch einmal in den Park gefahren. Ich finde ja sowieso die richtigen Worte nicht, um die wunderschöne Natur zu beschreiben, daher hier einfach ein paar Bilder.  

 

 

Dienstag, 02. Mai 2017 - Bryce-Hanksville

Der Capitol Reef Nationalpark hat uns ein ganz klein wenig enttäuscht. Dazu kommt, das der Campingplatz im Park ausgebucht war. Und so haben wir halt nur die einzige ‚scenic route‘ abgefahren, hin und zurück und dann den Park in Richtung Moab wieder verlassen. Die Fahrt vom Bryce Canyon bis hierher, über den Highway 12, hat aber für den einfachen Park entschädigt. Eine wunderschöne Landschaft hat uns begleitet.Wir sind durch Wälder, durch Wüsten, über einen Pass von 3010m und über recht gute Strassen gefahren und haben gestaunt. Der Platz hier in Hanksville ist einfach aber gut und dient uns ja nur zum Schlafen.

 

 

Mitwoch, 03. Mai 2017 - Hanksville-Monument Valley

Umwerfend, einfach umwerfend schon alleine der Anblick der berühmten Sandsteinfelsen im Monument Valley. Und noch umwerfender unsere Rundfahrt mit einem offenen Jeep durch das Tal von 2,5 Stunden. Ein unvergesslicher Anblick trotz etwas wilder Fahrt. Wie sagt doch James Bond: geschüttelt, nicht gerührt.

Heute Morgen sind wir in Hanksville gestartet und haben unterwegs den Natural Bridges Nationalpark besucht. Natürlich war das nicht geplant, aber echt beeindrucked. Die hier gezeigten Brückenbögen plus die im Monument Valley bringen uns dazu, echt zu überlegen, ob wir den Arches Nationalpark überhaupt noch anfahren sollen. Der Campingplatz im Monument Valley ist hinter den Felsen versteckt und der 2. extrem teuer ($95.00), so haben wir dann unser Mobile auf einen der neu geschaffenen RV-Parks gestellt, wenig bezahlt und gut geschlafen (gehört einem Indianer und ist brandneu).  

 

 

Donnerstag, 04. Mai 2017 - Monument Valley-Mesa Verde Nationalpark

War das ein Sonnenaufgang heute Morgen, über der Wüste, direkt hinter einem der Felsen hervor – wunderschön. Unsere Fahrt führte und durch den Teil des Valley der zu Arizona gehört, bis nach Kayenta, wo wir nach dem Einkaufen in einem Navajo-Supermarkt auf die Staatsstrasse Richtung Osten eingebogen sind. Unterwegs hat die Landschaft mehrere Male stark gewechselt und schliesslich sind wir dann im Mesa Verde Nationalpark eingetroffen. Und nach einer Berg- und Talfahrt zwischen 1800 und 2300 müM bei den ehemaliger Häusern der Pueblo Indianer,die in natürlichen, sehr grossen Höhlen gebaut worden sind, angekommen. Leider konnte keines von innen besichtigt werden und so haben wir uns mit Aussenaufnahmen begnügen müssen. Jetzt stehen wir auf dem Mesa Verde RV Camp und hoffen auf eine gute Nacht.   

 

 

Freitag, 05. Mai 2017 - Mesa Verde-Pagosa Springs

Warm, nein heiss sind die Quellen hier in Pagosa Springs. Natürlich haben wir fast alle der 18 Becken ausprobiert (nur das mit den 111°F =44°C nicht). Hat uns gut gefallen. Unser Riesen-Wohnmobil haben wir auf dem Campingplatz stehen gelassen und sind mit dem Taxi zum Baden gefahren.

Die Fahrt heute Morgen von Mesa Verde hierher war wiederum landschaftlich sehr schön und sonst problemlos. Der Campingplatz liegt direkt am San Juan River und an einem kleinen See, sodass wir hier sehr schön positioniert sind.

 

Samstag, 06. Mai 2017 - Pagosa Springs-Walsenburg

Der Great Sand Dunes Nationalpark bietet für nicht so sportliche Typen leider nicht sehr viel und daher sind wir, nachdem wir uns die Dünen angesehen und zum ganz kleinen Teil auch bestiegen haben, weiter gefahren als wir eigentlich geplant haben. Hier in Walsenburg haben wir dann den ersten der 3 Campingplätze angefahren und feststellen müssen: hier im Hinterhof, direkt neben der Autobahn, nein, da bleiben wir nicht. Also sind wir ein kleines Stück zurückgefahren und stehen jetzt im Lathrop State Park – wunderschön.

Die Fahrt heute Morgen zum Great Dunes Park haben wir problemlos geschafft,auch wenn dazwischen der Wolf Creek Pass mit 3‘339müM liegt. Wir haben eine Passstrasse, so wie in der Schweiz erwartet, erhalten haben wir eine Fast-Autobahn. Aber die Landschaft, die verschiedentlich stark gewechselt hat, war trotzdem einfach genial.

 

 

 

Sonntag, 07. Mai 2017 - Walsenburg-Colorado Springs

Heute einmal ganz gemütlich. Wir stehen hier auf dem Goldfield RV Park in Colorado Springs, nachdem wir den Walmart heimgesucht haben. Und dies nachdem wir heute Vormittag gemütlich über den Freeway hierher gefahren sind. Der Rest des Tages?, heute ist Ruhetag.

 

 

 

Montag, 08. Mai 2017 - Colorado Springs-Larkspur

Hurra - Unsere Aufbautüre kann wieder geöffnet werden. Wir hatten den Termin zwar erst auf Morgen festgelegt, da die RV-Firma aber direkt neben unserem Campingplatz liegt, haben wir gefragt und uns wurde geholfen – Danke. Danach sind wir noch ein gutes Stück Richtung Denver gefahren und stehen jetzt auf dem Yogi Bear Jellystone Camp in Larkspur.

Heute Morgen mussten wir uns nicht sonderlich beeilen, die Reservation für die Bahn auf den Pikes Peak war erst für 10:40 Uhr vorgesehen. Der ebenfalls reservierte Parkplatz ($20.00) stand bereit und schon bald sassen wir in der Zahnradbahn. Im Laufe von 1,5 Stunden wurden wir tatsächlich auf den Gipfel des Pikes Peak, auf eine Höhe von 4‘600müM gefahren – gewaltig. Unwichtig zu erwähnen, dass die alte Bahn eigentlich 1980 eingestellt werden sollte und durch den Schweizer Kuhn wieder auf Vordermann gebracht, modernisiert und zum heutigen Tourismusmagnet gemacht wurde. Gemäss Prospekt soll es der Berg mit den zweithäufigsten Besuchern, weltweit sein. Die Aussicht von oben ist gigantisch, es ist ja der höchste Gipfel im Umkreis von 200km. Allerdings haben wir nicht die ganzen 30 Minuten, die wir Zeit hatten, gebraucht, denn mit starkem Wind und 3°C war es saukalt. Nach der Rückfahrt sind wir so etwa um 14 Uhr wieder unten angekommen.

 

 

Dienstag, 9. Mai 2017 - Larkspur-Alliance

Wir sind auf dem Weg nach Mount Rushmore und müssen dafür rund 800km zurücklegen. Die ersten 450km wären geschafft, allerdings wir auch. Die 4-spurigen Autobahnen bei und durch Denver waren nervenaufreibend, die leeren Landstrassen dann wie Ferien, aber nicht besonders sanfte (viele Schlaglöcher, Betonplatten und geflickte Strassen). Hier in Alliance stehen wir auf einem sehr kleinen RV Park und hoffen auf eine etwas leisere Nacht als gestern, neben Eisenbahn und Autobahn (der erste Zug kam um 5 Uhr).

 

 

Mittwoch, 10. Mai 2017 - Alliance-Badlands Nationalpark

So, auch der zweite Teil der Strecke ist geschafft und wir sind in den Badlands angekommen. Der Tag war wie geschaffen zum weit fahren, es hat in der Nacht geregnet, war während der Fahrt meist bedeckt und seit wir hier auf dem Campingplatz im Park sind, also seit 15 Uhr scheint nun wieder die Sonne.

 

 

 

Donnerstag, 11. Mai 2017 - Badlands Nationalpark-Keystone

Schwierig zu sagen, wie dieser Park ist. Für mich persönlich, der bisher eindrucksvollste. Die unglaubliche Vielfalt der Landschaft erschlägt einem fast. Um die nächste Ecke herum scheint alles wieder anders zu sein. Natürlich ist das ‚schlechte Land‘ für die Farmer und Rancher der Gegend nicht zu gebrauchen, aber es sieht einfach wunderschön aus, und dies bei Traumwetter.

Nach der Durchfahrt des Parks sind wir dann im Laufe des Nachmittags hier in Keystone, 5km vor Mount Rushmore, angekommen. Nicht ohne kurz einen Stop bei Walmart in Rapid City gemacht zu haben.

 

 

 

Freitag, 12. Mai 2017 - Keystone-Devils Tower

Amerika der Kindheit. Wer hat sie nicht gesehen, die Foto mit den Köpfen von Washington, Lincoln, Jefferson und Rosevelt, in den Fels gehauen. Wir beide zumindest haben diese Foto bereits als Kinder gesehen. In Natura sind sie allerdings wesentlich beeindruckender. Natürlich darf man nicht erwarten, hier alleine zu sein. Für einen Amerikaner ist dieser Ort schon fast ein Muss. Nun, wir haben die 5km von Keystone zum Park schnell gemacht, zwar keinen Eintritt, aber die Parkgebühr bezahlt und danach die Geschichte der Köpfe gelernt.

Danach sind wir weiter gefahren zum Crazy Horse Monument. Hier arbeitet eine polnische Grossfamilie seit über 50 Jahren am gigantischen Bildnis von Crazy Horse, einem der bedeutendsten Indianerhäuplinge.

Weil es erst 14 Uhr ist, wollen wir noch nicht auf einen Campingplatz fahren und beschliessen daher, heute gleich noch das nächste Ziel, den Devils Tower zu besuchen. Nach 2,5 Std Fahrt sind wir nun hier angekommen und bestaunen den Berg, der einen Kühlturm ähnelt. Nun stehen wir hir auf dem KOA-Camping, direkt unter dem Berg.

 

 

Samstag, 13. Mai 2017 - Devils Tower-Sheridan

Es eilt uns nicht, wir haben heute einen Trafer vor. Wir wollen von hier nach Sheridan fahren und dort auf dem Parkplatz von Walmart übernachten. Es macht also keinen Sinn früh abzufahren und dann bereits am Mittag dort zu sein. Also bleibt viel Zeit für Musse und Wäsche waschen. Der Camp hat 3 Waschmaschinen, die wir alle belegen und dann 3 Trockner. So etwa um 12 Uhr sind wir nun fertig mit unserer Wäsche und wir fahren los. Um etwa 17 Uhr sind wir hier in Sheridan angekommen, haben einen Standplatz gefunden und bleiben den Rest des Abends im Wohnmobil.

 

 

Sonntag, 14. Mai 2017 - Sheridan-Cody

Dies ist der zweite Teil unseres Transfers. Allerdings wollen wir uns Cody ansehen (von hier stammt ja William Cody, genannt Buffalo Bill), daher starten wir ganz normal so etwa um 8 Uhr. Die Fahrt durch den Big Horn Forest erweist sich als eine wunderschöne Passstrasse, bis zu 2800müM, und kurz nach Mittag sind wir hier in Cody angekommen, wo wir uns dann zuerst das kleine Freilichtmuseum mit den originalen Bauten aus der Wildwest-Zeit anschauen. Später fahren wir zurück in die Stadt und spazieren hier. Die meisten Läden haben geöffnet und so vergeht die Zeit sehr schnell. Gegen Abend, die Sonne hat sich in der Zwischenzeit verabschiedet, es ist stark bedeckt, stell sich die Frage, welcher der 5 Campground es denn sein soll. Schliesslich haben wir uns wieder für Walmart entschieden.

 

 

Montag, 15. Mai 2917 - Cody-Yellowstone Nationalpark

Wunderschön, die Fahrt von Cody bis zum Parkeingang. Kurz vor dem Park dann die ersten Bisons, dann kreuzte ein Wolf die Strasse, die aber leider meist im Wald verläuft. Die Schneemauern an den Seiten sind teilweise recht beachtlich und die Temperatur liegt am unteren Ende dessen, das wir gerade noch tolerieren. Erst als der See in Sicht kommt benutzen wir die Haltemöglichkeiten und sehen uns die Gegend an. Beim Campingplatz angekommen, checken wir ein, denn es ist der einzige Platz der bereits geöffnet hat.  

Danach fahren wir aber weiter, wir möchten den Old Faithful sehen, den zurzeit grössten Geysir (das Original, der Geysir (hat allen anderen den Namen gegeben) in Island wurde ja Ende 1990 durch ein kleines Beben zerstört). Allerdings mussten wir ca. 1½ Stunden warten, denn der Alte lässt sich Zeit, spuckt dafür dann aber fast eine Minute lang. Die Fahrt ist kurzweilig, am See entlang und über einen kleinen Pass.  

Später fahren wir noch ein gutes Stück weiter gegen den Westausgang und besuchen verschiedene weitere Punkte mit vulkanischer Basis.  

 

 

Dienstag, 16. Mai 2017 - Yellowstone-Jackson

Eigentlich wollten wir ja hier ein paar Tage bleiben, aber es ist einfach saukalt, einfach zu kalt und das macht unsere Entscheidung einfach, wir fahren weiter. Natürlich nicht ohne uns vorher noch ein paar der Naturschauspiele anzusehen, die dieser Park bietet. Den 100m Wasserfall des Yellowstone Rivers lassen wir uns nicht entgehen und hier sehen wir erstmals so richtig gelben Fels.

Auf der Fahrt zum südlichen Ausgang kommen wir dann an einem Sulfaterenfeld vorbei und natürlich sind wir entzückt über den Farbenreichtum dieser kleineren Geysire, Pools und ‚Blubberi‘

Anschliessend an Yellowstone kommen wir direkt in den Grand Teton Nationalpark, den wir allerdings mit zwar vielen Stopps, aber eigentlich direkt durchfahren. In Jackson (Skiort à la St. Moritz, auch preislich) suchen wir den RV Resort auf und spazieren danach ins Stadtzentrum. Nach einem, nicht besonderen Nachtessen sind wir nun zurück und werden eine nicht mehr ganz so kalte Nacht verbringen.

 

 

Mittwoch, 17. Mai 2017 - Jackson-Lava Hot Springs

Der kleine Pass war zwar ungeplant und es schneit, aber nichts desto trotz ist er schön zu fahren.Bei der Abfahrt in Jackson begann zu schneien, der Schnee blieb aber nicht auf der Strasse liegen und so haben wir eine gute Fahrt hinter uns gebracht.

Hier in Lava Hot Springs haben wir heute Nachmittag die heissen Quellen unsicher gemacht. Während Sonnenschein und einem veritablen kleinen Schneesturm. Nun sitzen wir ‚zuhause‘ und geniessen den Abend.

 

 

Donnerstag, 18. Mai 2017 - Lava Hot Springs-Salt Lake City

Das Fahren auf der Autobahn ist kein wahres Vergnügen. Ich kann/darf nicht schneller fahren als ca. 90 kmh die ganzen Lastwagen (die so ganz kleinen) aber fahren 130 kmh und es macht keinen Spass unser windempfindliches Fahrzeug gerade zu halten. Daher fahren wir auf der Landstrasse und benötigen einfach ca. 1 Stunde länger.

In Salt Lake City angekommen, finden wir ganz nahe beim Tempelbezirk einen Parkplatz und gehen von dort dann zu Fuss zum Visitor Center. Den Tempel selbst dürfen wir nicht betreten (das dürfen nur Mormonen), den Rest der grossen Anlage aber sehen wir uns an. Im Tabernakel steht uns eine junge Deutsche für Fragen und Auskünfte zur Verfügung, so dass wir jetzt auch etwas über Mormon wissen.

 

 

Freitag, 19. Mai 2017 - Salt Lake City-Elko

Die gestrige Nacht haben wir wieder einmal gratis verbracht. Wir standen bei Walmart in West Valley City, einer Vorstadt von Salt Lake City. Im Verlaufe des Vormittags sind wir nun dem Salzsee, der Salzwüste entlang über die Berge, hierher nach Elko gefahren. Bei Bonneville haben wir die Speedstrecke besichtigt. 

Hier stehen wir auf dem RV Resort Iron Horse, einem Platz der zum Hilton gehört. Sehr günstig und sehr komfortabel. Der Rest des Tages dient der Erholung.   

 

 

Samstag, 20. Mai 2017 - Elko-Sand Mountain Parkeingang

Den Park haben wir zufälligerweise von der Strasse aus gesehen und sind hingefahren. Eigentlich wollten wir in Cold Springs auf den Camping, doch der war voll und einfach neben das Motel stellen, trocken, also ohne Wasser, ohne Strom, ohne alles und das für 25$ schien uns dann doch ein bisschen viel. Darum sind wir einfach weitergefahren mit der Hoffnung es kommt schon noch ein RV Park und es kam der Sand Mountain. Eine riesige Düne, einfach so in der Pampa. Und ein Lager von Wohnmobilen und anderen Fahrzeugen mit hunderten von Sandbuggies und Trikes, die auf und an der Düne herumkurven.  

 

 

Sonntag, 21. Mai 2017  -  Sand Mountain-Lake Tahoe

So gegen 22Uhr war dann gestern Schluss mit dem Lärm der Motoren und nach einem kleinen Feuerwerk haben wir dann sehr gut geschlafen, es war ausgesprochen ruhig. Weitergefahren sind wir heute Morgen durch einen ausgetrockneten See, durch eine Sandwüste, über verschiedene Pässe, durch Carson City (sah nicht ganz so aus, wie in den Western) und schliesslich hier auf den Campground von South Lake Tahoe. Die Strecke ist amüsant, an der Grenze von Nevada, also kurz vor der Stadt, noch einmal 5-6 riesige Casinos und Hotelkästen, dann 100m Wald und dann die Stadt Lake Tahoe. Nach dem Einchecken haben wir uns am See herumgetrieben und im Übrigen einfach  gefaulenzt. 

 

 

Montag, 22. Mai 2017  -  Lake Tahoe-Greenbrae

Noch einmal führte uns unsere Route hinauf au 2300müM, ein letzter Pass musste überwunden werden. Danach ging‘s bergab. 300Km mussten heute zurückgelegt werden. Hauptsächlich auf Autostrassen und Autobahnen, 4-6 spurigen Autobahnen. Unser Ziel, hier an der Bucht von San Francisco haben wir so etwa um 15 erreicht. Im platz-eigenen Pool gebadet, im Waschsalon die Bettwäsche gewaschen und uns ausgeruht.  

 

 

Dienstag, 23. Mai 2017  - San Francisco

Die Schnellfähre brauchte nur 25 Minuten von Greenbrae nach San Francisco. Leider hat uns das Wetter den Besuch der Stadt etwas vermasselt. Es war so kalt, dass Anita zuerst einen Pullover kaufen musste. Wir haben aber trotzdem alles genossen und sind mit unserer Tageskarte verschiedene Strecken des Cable Cars der Metro, des Trams und der Busse abgefahrn und haben uns die 'angeblich' schönsten und wichtigsten Sehenwürdigkeiten angesehen. Seit 20 Uhr sind wir nun wieder zurück und geniessen den Abend.

 

Mittwoch, 24. Mai 2017  -  Greenbrae-Moss Landing

Die Golden Gate Brücke haben wir heute Morgen von Norden herkommend befahren. Ganz schön lang, das Teil. Danach haben wir die Stadt San Francisco der Länge nach durchfahren und wollen eigentlich heute bis nach Monteray fahren. Und das alles auf der Strasse 1. Da sie jedoch ab Carmel geschlossen bleibt (bis Ende September, wegen Erdrutschen muss die Strasse teilweise neu erstellt werden) haben wir umdisponiert und stehen jetzt auf dem KOA bei Moss Landing. 

 

 

Donnerstag, 25. Mai 2017 - Moss Landing-San Luis Obispo

Buckelwale, Orcas, Seelöwen, Otter, Kormorane und Albatrosse. Nicht nur aufgezählt, nein, das haben wir heute Vormittag gesehen. Wir haben gestern Abend vom Platzwart erfahren, dass hier einer besten Plätze sei um Wale zu sehen (Es gib ganz nahe am Ufer einen 4000m tiefen Canyon) Also haben wir heute Morgen schnell eine Whale Watching Tour um 9:30 Uhr gebucht. Und wir haben sie alle gesehen, viele viele Wale. Atemberaubend. Man möge mir verzeihen, ich musste schauen und staunen und hatte daher keine Zeit viele Fotos zu machen. Am Nachmittag sind wir dann weitergefahren, bis hierher nach San Luis Obispo, denn hier fängt die '1' wieder an.

 

 

Freitag, 26. Mai 2017 - San Luis Obispo-Lanchester

Eigentlich wollten wir ursprünglich der '1' weiter folgen, durch Santa Barbara, Los Angeles bis San Diego. Aber wir haben umgeplant. Nach einiger Zeit auf dem 4-spurigen Highway hatten wir genug und sind abgebogen, ins Hinterland. Weg von der Küste, weg von Los Angeles und Co. Über mehr oder weniger einsame Strassen, durch stetig wechselnde Landschaft, und mit grossen, leeren Parkplätzen. So sind wir für heute auf einem voll ausgerüsteten Stellplatz in Lancaster angekommen.

 

 

Samstag, 27. Mai 2017 - Lanchester-Joshua Tree

Es war nix mit Camping im Nationalpark. Alle 6 Plätze sind ausgebucht. Das lange Wochenende (Montag ist Memorial Day) macht sich bemerkbar. Daher stehen wir heute etwas ausserhalb des Parks am Joshua Tree Lake, auf einem riesigen Campingplatz und werden uns den Park Morgen ansehen. Hierher sind wir, mit einigen Pausen von Lancester her heute gefahren. Durch Orte wie Apple Valley, Lucerne und weitere.

 

 

Sonntag, 28. Mai 2017  -  Joshua Tree-Twentynine

Twentynine liegt nur etwa 20km östlich von Joshua Tree. Hier ist die Ausfahrt aus dem Joshua Tree Nationalpark. Und den haben wir uns heute Morgen in Ruhe angeschaut. Schon speziell, diese Bäume, die dem Park den Namen geben. Sehen aus wie grosse Yucca-Pflanzen, sind aber keine solche. Dazu die vielen einzelnen ‚Geröllhaufen‘, eine sehr spezielle und sehr schöne Landschaft. Jetzt sind wir zurück vom Pool und geniessen den Abend bei etwa 32°.  

 

 

Montag, 29. Mai 2017 - Twentynine-Lake Havasu City

Da hat uns der Road Atlas einen schönen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir wollten heute durch die Mojave-Wüste nach Norden (nach Baker) fahren. Da die direkte Strasse nach Amboy fast eine Zumutung war (holper, holper), fuhren wir zuerst den Highway bis zur Abzweigung nach Amboy, gemäss Road Atlas. Doch nein, die eingezeichnete Strasse existiert gar nicht, es gibt da nur eine 4x4 Strecke quer durch den Sand. Also entweder 70km zurück oder umdisponieren.Und zurückfahren lieben wir gar nicht, und speziell nicht, da wir heute bereits um 6 Uhr losgefahren sind. Daher stehen wir jetzt auf einem Campingplatz am Lake Havasu und haben bereits den Pool ausgiebig genutzt. Mal sehen, wohin es uns Morgen treibt.

 

 

Dienstag, 30. Mai 2017  -  Lake Havasu City-Lake Mead

Landschaftlich etwas speziell, am Rand der Wüste, aber sonst eher langweilig zu fahren, die Strasse vom Lake Havasu hierher an den Lake Mead. Jetzt stehen wir hier auf dem Campground am See, einem Nationalpark, einem besseren Stellplatz ohne Strom (wir haben ja einen eingebauten Generator) ohne Wasser (der Tank ist voll) und ohne WiFi. Aber mit viiiel Hitze und wenig Schatten. Dank Klimaanlage ist das aber kein Problem.

 

 

Mittwoch, 31. Mai 2017  -  Lake Mead-Valley of Fire

Bereits beim Aufstehen, heute früh haben wir festgestellt, heute wird es nicht so heiss wie gestern. Allerdings hat sich dann die Sonne nicht an unsere Prognose gehalten und trotzdem wacker eingeheizt. Mit den Wind, der den ganzen Tag wehte, war es gefühlt aber nicht so extrem. Vom Lake Mead zum Valley of Fire sind wir nur so etwa 60km gefahren. Aber die haben sich gelohnt. Die Landschaft, resp. die Felsformationen sehen sehr schön aus und beeindrucken mit Farben und Formen. Das Camp inmitten des Tales bietet sogar Strom und Wasser und wir verbringen hier den Rest des Tages mit Faulenzen.  

 

 

Donnerstag, 01. Juni 2017  -  Valley of Fire-Las Vegas

Die Hinfahrt zum Red Rock Canyon war nicht gerade, was wir uns gewünscht haben Zuerst die 10-spurige Autobahn und dann der zwar vorübergehende Ausfall des Navis mit entsprechenden Irrfahrten. Nun schliesslich sind wir angekommen und haben eine etwa 1-stündige Wanderung im Canyon gemacht (Heiss, heiss, heiss). Danach sind wir zurück nach Las Vegas gefahren und haben uns einen Standplatz auf dem riesigen Oasis RV Resort (900 Plätze) gesichert. Hier bleiben wir nun die nächste Zeit. Den Rest des Tages verbringen wir an den Pools und mit Nichtstun.

 

 

 

Freitag, 02. Juni 2017 -  Las Vegas

Mit dem Bus sind wir heute Vormittag ins ‚alte‘ Las Vegas, zur Freemont Road gefahren. Hier stehen die ersten Casinos von Las Vegas, diejenigen in denen noch Elvis aufgetreten ist. Das Zentrum hier hat seinen eigenen Charme. Es st nicht so mondän wie der heutige Strip, gefällt uns aber wirklich sehr gut. Im Golden Nugget gibt es Mittagessen und auf der Strasse stehen bereits jede Menge Gaukler, kleine Shops und Musikanten. Eine super Atmosphäre.


Später sind wir dann wieder mit dem Bus, zurück zum Strip gefahren und haben uns als erstes einmal die Tiger, Löwen und Delphine des Casinos Mirage angesehen. Anita hat hier Siegfried persönlich kennen gelernt. Danach haben wir und noch die Casinos von Caesars Palace, Harrah‘s, Paris und Bellagio angesehen. Nach den grosse Wasserspielen sind dann so etwa um 22 Uhr wieder zurückgefahren. 

 

 

Samstag, 03. Juni 2017  -  Las Vegas

Ja, wir wissen es, Celine Dion kommt im Juli nach Bern. Doch eine Show in Las Vegas ist doch etwas ganz anderes als eine Show im Fussballstadion. Selbstverständlich war fotografieren verboten und so hier nur 2-3 Schnappschüsse. Die Tickets für ihre allerletzte und natürlich längst ausverkaufte Show in Las Vegas haben wir bereits im Februar per Internet bestellt. Heute Morgen sind wir wieder mit dem Bus an den Strip gefahren und haben uns dieses mal die Casinos Mandalay, Luxor, Excalibur, New York, MGM und andere angesehen. Wir staunen jedesmal wieder über die vielen vielen Leute die voll konzentriert an den Slotmaschinen und Spieltischen sitzen. Das Mandalay verfügt über ein riesiges Aquarium mit Haien, das wir uns natürlich angesehen haben. Und an Abend dann eben das Superkonzert der Celine Dion. Anita‘s Traum ging in Erfüllung.

 

 

Sonntag, 04. Juni 2017  -  Las Vegas

Und noch einmal haben wir unseren Standplatz im Oasis RV Resort um eine Nacht verlängert. Gestern haben wir bei einem Restticket-Händler Tickets zum halben Preis für die Show von David Copperfield im MGM erhalten. Von der Stadt selbst aber haben wir eigentlich genug gesehen und daher haben wir den Tag in und um die Pools des Resorts verbracht und sind erst gegen Abend in die Stadt gefahren. Die Show war gigantisch, der Mann liess Autos, Menschen und eine fliegende Untertasse (ca 20m Durchmesser) erscheinen und verschwinden – genial. Danach haben wir uns noch ein bisschen die Beine vertreten, die Wasserspiele im Bellagio angesehen und sind so gegen Mitternacht wieder ‚zuhause‘ eingetroffen.

 

 

Montag, 05. Juni 2017 - Las Vegas-Kingman

Die Fahrt hierher nach Kingman war heute eigentlich völlig Eintönig, auf schlechter Strasse und mit vielen Lastautos. Abgesehen vom Besuch des Hoover-Dam. Er ist immer noch beeindruckend, auch wenn die Stadt Las Vegas nahe dran ist, den See auszutrocknen und wir selbst in der Schweiz heute grössere und höhere Staumauern besichtigen können. 1928 war er sicherlich ein technisches Wunderwerk. Hier in Kingman beginnt die Route 66, die wir morgen fahren werden. Das Museum,das wir besuchen wollten, war leider geschlossen und so haben wir uns mit der alten Dampflokomotive des Santa Fe Express begnügen müssen (und natürlich dem Pool des RV Parks).

 

 

Dienstag, 06. Juni 2017 - Kingman-Williams

Ganz bis Williams geht sie nicht mehr, die originale Route 66. Bei Ash Fork ist Schluss. Ab hier ist die 66 wieder durch die I40 (Autobahn) ersetzt worden. Die Fahrt von Kingman hierher war aber doch recht eindrücklich. Es wird versucht in den anliegenden Dörfern der Charme der 1950er Jahre wieder aufzuleben. Da dies erst seit etwa 30 Jahren und in privater Initiative gemacht wird, ist allerdings noch längst nicht alles so, wie es sein könnte. Die Strasse selbst wird nur unterhalten, aber nicht verändert. Die verschiedenen 50er Jahre-Gebäude sind ‚leider‘ meist Souvenir-Läden. Jetzt stehen wir auf einem RV Park hier in Williams auf 2071müM, natürlich mit Pool und so langsam kühlt es stark ab.

 

 

Mittwoch, 07. Juni 2017  -  Williams-Cottonwood

Nein, so nicht, wir fühlen uns hintergangen. Da fahren wir extra zum Visitor Center des Sunset Volcano Nationalparks und erhalten dort die Routenpläne für den Park. Aber, dass die komplette Strasse durch den Park eine einzige Baustelle ist, und dass nirgends angehalten werden kann, und dass die verschiedenen Trails nicht begehen werden können – das sagt uns niemand (grrr). M Glück mussten wir nicht noch Eintritt bezahlen (wäre $20 gewesen), wir haben ja eine Jahreskarte für alle Nationalpärke. Damit wir wenigstens ein paar Fotos von den Lavafeldern machen konnten sind wir dann halt zurück wieder durch den Park gefahren.
Jetzt stehen wir auf dem Verde Valley Camping Resort und haben, natürlich, den Pool unsicher gemacht und werden hier einen ruhigen Abend verbringen. Die Fahrt hierher auf eines sog. Scenic-Route war wunderschön und führte von 2000müM, durch einen Canyon, inunten auf 1050müM.

 

 

Donnerstag, 08. Juni 2017 - Cottonwood-Lake Watson

Das Tuzigoot National Monument sei nur für extrem Interessierte sehenswert, meint unser Reiseführer. Aber wie schon so oft, sind wir nicht seiner Meinung. Interessant, Indianer hatten 1200 bis 1500 nicht in Tipis, sondern in gemauerten Häusern gewohnt. Es sieht fast so aus wie eine unserer Mittelalterlichen Burgen. Hierher sind wir direkt vom Camping her gefahren. Unterwegs haben wir uns Old Cottenwood angesehen. Die Weiterfahrt führte uns n die Berge in die Goldgräberstadt Jerome. Die Mine haben wir uns zwar nicht angesehen, aber das kleine Städtchen ist ach so interessant. Unsere Strassenkarte und auch unser Navi haben nichts von einem Pass erwähnt, doch es ging auf 2300üM auf sehr kurvenreicher Strasse. In Prescott angekommen, haben wir uns einen Platz im Park am Lake Watson. Der ausgedehnte Spaziergang zum Staudamm musste zwar abgebrochen werden, es gab aber trotzdem einen ruhigen gemütlichen Abend.

 

 

Freitag, 09. Juni 2017  -  Lake Watson-Lake Pleasant

Das Ende unserer Wohnmobilreise naht mit riesigen Schritten. Wir möchten nicht mehr all zu viel fahren und nehmen daher die Autobahn 17 nach Süden. Wieder staunen wir über die extrem wechselnde Landschaft. Von 1600müM geht es hinab nach ca. 600müM. Bald begleiten und wieder die tausenden von Kakteen. Kakteen in allen Formen, aber hauptsächlich Saguaros, die riesigen Säuen mit oder ohne Seitenarme. Am Lake Pleasant angekommen entscheiden wir uns für Primitivcamping am Seeufer (ohne alles, aber mit super Aussicht). Der See ist warm und es wird gebadet, ausgeruht und gefaulenzt.

 

 

Samstag, 10. Juni 2017  -  Lake Pleasant-Phoenix

So ein Sch…, das hätte nicht sein müssen. Wir sind heute Morgen vom Lake Pleasant hierher zum Destiny RV Resort gefahren. Nach dem Einchecken wollten wir noch unseren Gastank auffüllen (wir müssen ja Morgen früh, das Fahrzeug mit gefüllten Tanks abgeben). Der Typ, der uns das Propan aufgefüllt hat, hatte dann Probleme mit Schlauch wegmachen und hat dabei wahrscheinlich das Ventil beschädigt. Resultat, es strömte Gas aus und zwar etwa 6 Stunden lang, bis der Tank endlich leer war. Während dieser Zeit durften wir natürlich unser Fahrzeug nicht bewegen und auch nicht betreten Wir standen ja direkt neben dem grossen Propantank des Resorts). So haben wir die Zeit statt mit ‚in Ruhe Zusammenpacken‘ mit Baden im Pool und waschen von Unterwäsche verbracht. Endlich so etwa um 17 Uhr konnten wir dann auf den Stellplatz fahren und das Fahrzeug anschliessen. Nun hiess es Packen. Natürlich bleibt das Essen heute Abend kalt, wir haben ja kein Gas. Die Stimmung ist nicht so besonders.

 

 

Sonntag, 11. Juni 2017 - Phoenix

Tschüss Motorhome. Wir müssen uns von dir verabschieden. In den letzten 7 Wochen hast du uns treue Dienste geleistet und uns durch wunderschöne Landschaft gefahren. Aber jetzt ist Schluss. Vom Campingplatz fahren wir die paar Kilometer zur Vermietung und geben unser Fahrzeug zurück. Die Agentur hat für uns ein Hotel und einen Mietwagen reserviert. Ab sofort fahren wir Toyota Camry, den wir praktischerweise am Mittwoch dann am Flughafen abgeben können. Das Hotel (eine riesige Anlage) ist bald gefunden und so schwimmen wir bald im Pool und liegen faul herum.

 

 

Montag, 12. Juni 2017 - Phoenix

Es scheint, die Strasse aus den Southern Phoenix Mountain ist endlos. Zwar sagt das Navi etwas von 11 km, aber mit Tempo 25 ist das eine lange Reise. Doch sie hat sich schliesslich gelohnt. Die Aussicht von oben auf die riesige Stadt (sie hat zwar nur 4 Mio Einwohner aber einen Durchmesser von fast 120km) ist sehr gut und wir sehen das erste Mal Downtown und beschliessen, auf den Nachhauseweg durch die Stadtmitte zu fahren. Vom Hotel zum Berg waren es ‚ja nur‘ 30 km. Den Nachmittag haben wir wieder, wie gewohnt, am Hotelpool verbracht.

 

 

Dienstag, 13. Juni 2017 - Phoenix

Unseren letzten Tag verbringen wir im Old Town von Scottsdale. Die Häuser sollen noch original sein. Kann sein, zumindest sehen die Fassaden so aus. Allerdings sind sie ausgehöhlt und mit Souvenir- und Juwelierläden gefüllt worden.  

Später sind wir dann in den Papagopark gefahren und haben einen kleinen Spaziergang zum ‚Hole-in-the-Rock‘ Felsen und den kleinen, palmengesäumten Seen gemacht. Man fühlt sich, hier in de Wüste, fast wie in einer Oase – sehr schön.

Nun morgen werden wir unseren Mietwagen abgeben und das Flugzeug nach Hause besteigen und so geht wieder eine extrem schöne und abwechslungsreiche Reise zu Ende.

 

 

Mittwoch, 14. Juni 2017  -  Phoenix-Zürich

Unser Flug geht heute Abend erst um 19 Uhr und den Mietwagen mussten wir bereits um 12 Uhr abgeben. Da hat jemand beim Buchen einen Fehler begangen – schade. Denn so haben wir den ganzen Nachmittag im Flughafen verbracht und das war nicht so Besonders. Der Flug nach London war problemlos, ruhig, angenehm und in der Economy Plus Class der British Airways schon sehr komfortabel. Umsteigen in London war auch keine Sache, nur Zürich, das war dann etwas sehr speziell. Im gelandeten Flugzeug eine gute halbe Stunde auf die Reparatur des Fingerdocks warten, dann wird eine Treppe und Busse gebracht. Danach eine spezielle Passkontrolle nur für dieses Flugzeug mit nur einem einzigen Beamten für die 250 Personen und zum Schluss dann eine Verlustmeldung machen, weil das aufgegebene Gepäck nicht da ist.


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