Nordfrankreich - August 2017

Montag, 31. Juli 2017 – Colmar

Nach einer kurzen Fahrt von Zuhause über Lörrach nach Colmar sind wir kurz nach dem Mittag hier eingetroffen und haben einen schönen Platz auf dem riesigen Stellplatz beim Yachthafen von Colmar belegt. Natürlich haben wir uns die alte Stadt wieder einmal besucht und wie schon oft, hat es uns sehr gut gefallen. Seit etwa 21 Uhr sind wir nun zurück und stellen fest, dass der Platz, mit den etwa 60 Plätzen, sehr gut gefüllt ist. Gut sind wir bereits früher angekommen.

 

 

Dienstag, 01. August 2017 – Troyes

Wir sind heute nur gefahren. Viel zu lange und viel zu weit. Nach Colmar über die Vogesen, zuerst über den Col de la Schlucht nach Epinal, dann weiter nach Chaumont und immer weiter, vorbei am „Croix de Lorraine au mémorial de Charles de Gaulle“ bei Colombey les deux Eglises, weiter Richtung Troyes. Alles auf normalen Strassen (ohne Autobahn). In Bar-sur-Aube suchen wir den Stellplatz, finden aber nur eine Baustelle, also weiter. In Mesnil-Saint-Père gäbe es einen Campingplatz, doch die 14km lange Zufahrt ist so schlecht, dass wir nach 2 km wieder umdrehen. Schliesslich landen wir, todmüde und geschafft, auf dem Campingplatz Municipal von Troyes.

 

 

Mittwoch, 02. August 2017 – Orléans

Weitere 7 Stunden Autofahrt wollen wir uns heute ersparen und benutzen von Troyes nach Orléans die Autobahn A19. Für die 224 Kilometer waren dann in Orléans schlappe € 41.40 fällig. Frei nach Obelix: „die spinnen die Franzosen“. Nun den Park Floral haben wir dann schnell gefunden und hier erst den Schmetterlingspark und dann den eigentlichen Park Floral besichtigt. Gegen Abend wollten wir auf dem Campingplatz nebenbei einchecken, doch das Schild ‚COMPLET‘ hat uns daran gehindert. Nun dann halt eben den Stellplatz Le Château in La-Chapelle-Saint-Mesmin aufsuchen. Und das hat sich dann gelohnt. Statt zwischen ein paar Zelten und Wohnwagen eingequetscht zu sein, stehen wir hier an der Loire, auf einem grossen Gelände für einen Bruchteil der Kosten des Campingplatzes. Und nachdem sich dann die Damen und Herren des Petanque-Clubs verabschiedete haben, war es wunderbar ruhig und friedlich.

 

 

Donnerstag, 03. August 2017 – Chambord

Ganz gemütlich starten wir heute Morgen die Fahrt nach Chambord. Dort möchten wir uns eines der bekanntesten Schlösser an der Loire ansehen. Doch langsam – zuerst fahren wir durch Beaugency und finden schnell einen Parkplatz. In Ruhe schauen wir uns das schöne Städtchen an. Im französischen Stellplatzführer, den wir in Colmar gekauft haben, steht, dass sich in Cléry-St-André eine sehr sehenswerte Basilika befinden soll, und da das ja einigermassen am Weg liegt, fahren wir dahin. Sehenswert, na ja. Das Dorf zumindest ganz sicher nicht. Und so sind wir bald wieder auf unserer Route nach Chambord, wo wir nach dem Mittag eintreffen und nuns direkt auf dem Parkplatz/Stellplatz einrichten.

In Ruhe besichtigen wir nun das riesige Schloss, resp. das was man sich ansehen kann. Das war nicht ganz so einfach, weil sich weitere 2000 Leute das Schloss ebenfalls ansehen wollten. Wir waren 1978 schon einmal hier. Dannzumal hatten unsere Kinder das Schloss für sich. Nun heute übernachten wir hier auf dem Park- resp. Stellplatz des Schlosses.

 

 

Freitag, 04. August 2017 – Cheverny

In der Ticketeria von Chambord lag eine Karte auf, mit den 80 wichtigsten Schlössern an der Loire. Damit hat sich unsere weitere Route so in etwa ergeben. Von hier geht es weiter nach Cheverny. Unterwegs fahren wir am Schloss von Tour-en-Sologne vorbei und wollen dieses sehen. Nur machten die gerade Mittagspause, Ticketeria geschlossen und das in der Hochsaison, so was …

Der Weg nach Cheverny hat sich dann aber wirklich gelohnt, Ein sehr gut er- und unterhaltenes Schloss, dass äussert interessant eingerichtet ist. Sehr viele Räume können besichtigt werden. Wir sind beeindruckt. Diese Nacht verbringen wir auf dem Stellplatz von Cheverny, einem kleinen Platz mit wasser und Strom.

 

 

Samstag, 05. August 2017 – Azay-le-Rideau

Anita hat noch nicht genug Schlösser gesehen. Also die 80-Schlösser-Karte studieren und dann nach Chenonceau fahren, das war für heute das Programm. Auch dieses Wasserschloss, es steht im Fluss Cher, haben wir vor 40 Jahren bereits einmal besucht. Wir sind gespannt, ob wir uns noch an einigen erinnern werden. Das Schloss wurde in der Zwischenzeit etwas renoviert und beim Durchstreifen der Räume kommt mir Nichts, aber auch gar nichts irgendwie bekannt vor. 

Nach einem kurzen Mittagessen verlassen wir Chenonceau und fahren weiter nach Azay-le-Rideau, und hier direkt auf den Stellplatz, wo wir ein sehr schönes Plätzchen finden. Die paar Meter von hier zum Schloss und später in die Stadt sind bald zurückgelegt. Das kleine aber feine Schloss sieht zwar sehr gut aus, hat aber innen nicht allzu viel zu bieten und ist demzufolge recht schnell gesehen. Gegen Abend verlassen wir dann unser rollendes Heim noch einmal, um in der Stadt eine Kleinigkeit zu essen. Es gab dann eine ‚kleine‘ Pizza mit dem Gardemass von ca. 35cm Durchmesser. Nun wir hoffen trotzdem gut zu schlafen.

 

 

Sonntag, 06. August 2017 – Brissac

Es ist Sonntag, viele Leute werden auf der Strasse sein und Schlösser ansehen wollen. Daher heisst es für uns ausnahmsweise einmal früh wegfahren. Schon bald kommen wir in Ussé an. Der Parkplatz vor dem Schloss ist nahezu leer? Wir staunen und tatsächlich nach einer kurzen Wartezeit wird geöffnet und wir sind die ersten Besucher des Tages. Das Schloss selbst ist interessant anzusehen, bietet in den Innenräumen aber nicht viel. Ausser natürlich Dornröschen. Das ganze Schloss ist mehr oder weniger auf das Märchen, und daher auf Kinderbesuche ausgerichtet. Nebst uns wird gerade der chinesische Botschafter durch den im Haus wohnenden Schlossherrn und Besitzer durch die Räume geführt. 

Nach der Besichtigung der Gärten, der Parkplatz hat sich in der Zwischenzeit gefüllt, fahren wir weiter, nach Montreuil-Bellay. Auch hier steht ein Schloss und Anita will noch immer Schlösser sehen. Nach der letzten Besichtigung für heute fahren wir hierher zum Stellplatz in Brissac, wo wir hoffentlich eine ruhige Nacht verleben werden.

 

 

Montag, 07. August 2017 – Le Croisic

Es ist Ebbe, kaum Wellen, es scheint der Atlantische Ozean schläft. Hier in Saint-Brévin-les-Pins kann man wunderbar baden. Die Fahrt hierher, immerhin etwa 175km haben wir hauptsächlich auf Schnellstrassen hinter uns gebracht, so dass wir bereits gegen Mittag am Strand liegen/sitzen können. Nach einem ausführlichen Bad und einigen Stunden der Musse stellt sich die Frage, nach Süden oder nach Norden? Schliesslich entscheiden wir uns für Norden und fahren zurück, über die Brücke an der Mündung der Loire nach Saint Nazaire (bei einer Werft steht ein Neubau der Royal Caribbean, an dem gearbeitet wird) und weiter, der Küste entlang nach Batz-sur-Mer. Dazu müssen wir durch La Baule-Escoublac und Le Pouliguen, zwei sehr bekannte Badeorte fahren. Und hier, wie kann man nur, liegen die Gäste Handtuch an Handtuch zu Abertausenden am Strand – schrecklich. Allerdings finden wir in Batz dann keinen Stellplatz und die Campings sind übervoll. Und so stehen wir nun, zusammen mit etwa 20 weiteren Wohnmobilen auf dem Parkplatz des InterMarché von Le Croisic, gratis und geduldet, und hoffen wieder auf eine ruhige Nacht.

 

 

Dienstag, 08. August 2017 – Piriac-sur-Mer

Die Fahrt auf der schmalen Strasse, durch die tausende von Salzpfannen war spannend und eindrücklich. Allerdings sind wir nach kurzer Fahrt bereits hier in Piriac-sur-Mer angekommen und haben uns sofort auf den ortseigenen Stellplatz eingecheckt. Auch hier, wie auf bisher allen französischen Stellplätzen wird das, wenn nicht gratis, über einen Kreditkartenautomat erledigt. Nun haben wir Zeit um uns den Ort anzuschauen, evtl. zu Baden und zu ruhen. Mit Baden war dann Nix weil, erstes ist Ebbe und zweitens die Küste sehr steinig und drittens wären wir die einzigen Badenden unter sehr, sehr vielen Windsurfern gewesen. Also haben wir gebummelt, ein bisschen Eingekauft eine Crèpe gegessen und ansonsten einfach nichts getan. 

 

 

Mittwoch, 09. August 2017 – Laval

Anita möchte am Dienstag spätestens zu Hause sein, daher beginnen wir heute mit dem gemütlichen Rückweg. Das erste Ziel ist heute Châteaubriant (und ja, hier wurde das Fleischstück: Chateaubriand erfunden). Hier wird die Altstadt und, man glaubt es kaum, das Schloss besichtigt. Diese allerdings nur von aussen. Danach fahren wir weiter bis zu unserem heutigen Ziel, nach Laval. Unter dem bekannten Eisenbahnviadukt steht unser Wohnmobil auf dem örtlichen Stellplatz kostenlos und wir spazieren durch die Altstadt, schauen uns die mittelalterlichen Häuser und das kleine Schloss an.

 

 

Donnerstag, 10. August 2017 – Blois

Le Mans hat wesentlich mehr zu bieten, als nur die 24-Stunden-Rennstrecke. Die sehr schöne, mittelalterliche Altstadt nimmt uns schnell in Beschlag. Wir lassen uns Zeit, die schönen Häuser zu besichtigen und fahren erst am Nachmittag weiter nach Blois.

Und hier steht noch einmal eines der ‚grossen‘ Loireschlösser. Natürlich besichtigen wir es. Aber erst nachdem wir auf dem örtlichen Stellplatz eingecheckt und uns einen guten Platz gesichert haben. Am Abend fahren wir dann mit einem Pferdewagen durch die Stadt und geniessen SiteSeeing einmal anders.

 

 

Freitag, 11. August 2017 – Bourges

Eigentlich wollen wir hier in Bourges nur die Kathedrale und die Altstadt besichtigen. Doch die kleine Stadt gefällt uns ausserordentlich gut, so dass wir den ganzen Tag hier bleiben und auch hier übernachten. Der riesige Stellplatz (gratis) liegt nur 5 Minuten von der Altstadt entfernt. Die Kathedrale ist wirklich sehenswert, weil sie riesig ist, unter UNESCO-Schutz steht und der Turm bestiegen werden kann. Auch Anita schafft die 400 Stufen und von oben haben wir eine gewaltige Aussicht auf die sonst eher flache Stadt. Vor der Kathedrale steht ein kleiner Zug, mit dem wir dann eine Stadtrundfahrt machen. Und was wir dabei sehen, gefällt uns eben so gut, dass wir danach zu Fuss wieder in die Altstadt gehen. 

 

 

Samstag, 12. August 2017 – Seurre

Nun, wollen wir am Sonntagabend zu Hause sein, so heisst es langsam grössere Distanzen zu fahren. Unser Ziel für heute ist daher Dole. Doch nach einigen Stunden Fahren (mit einigen Pausen) haben wir genug und bleiben bei Seurre, auf dem dortigen Standplatz, den wir nach einigem Suchen im Yachthafen gefunden haben, für diesen Abend und die Nacht stehen (gratis). Nur noch einen etwas grösseren Spazierganz durch das Dorfzentrum und der Saône entlang liegt gerade noch drin. 

 

 

Sonntag, 13  August 2017 – zu Hause

Au revoir France! Es hat uns ausnehmend gut gefallen bei dir – wir kommen sicher wieder. Die letzte Etappe führt uns über den Jura hinunter nach Yverdon, dann auf der A5, über Neuchâtel und Biel nach Solothurn wo wir nach einigem Suchen einen Parkplatz finden. Wir möchten auch hier einfach die Altstadt sehen, was aber mit den vielen, vielen Velofahrern mitten in der Fussgängerzone nicht ganz so einfach ist. Allerdings wurde dann Anita nicht von einem Velo, sondern von einem Rollkoffer angefahren. Und schliesslich sind wir so gegen 19 Uhr gut zu Hause angekommen.


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