Griechenland - April/Mai 2018

 

Montag, 16. April 2018  -  Como

Um 11 Uhr sind wir heute gestartet. Wir wollen nach Griechenland. Das Wetter spielt mit, es ist regnerisch und umso leicher fahren wir in den Süden. Ueber Rapperswil, den Seedamm, über den Sattel hinunter nach Schwyz, dann die Axenstrasse und bei Altdorf dann die Gotthardautobahn gibt in etwa die Route vor, die wir heute gefahren sind. Nach einer ausführlichen Mittagspause in Airolo sind wir dann so gegen 15 Uhr hier in Como angekommen. Ich habe mir im TIM eine SIM-Karte gekauft und jetzt stehen wir auf dem Camping Internazionale hier in Como. Die Sonne scheint, es ist sehr warm und wir verbringen den Rest des Tages mit Nichtstun.

 

 

Dienstag, 17. April 2018  -  Fusina

Auch der heutige Tag ist im Wesentlich dazu da, um nach Venedig zu fahren. Ab Como so etwa 3 Stunden Autobahn. Teilweise 4-spurig, teilweise 3-spurig, aber immer mit einem bis zwei Lastwagen an der rechten Seite. In Soave haben wir genug und verlassen die Autobahn. Vor der Ausgahrt her haben wir eine Burg gesehen und die möchten wir uns ansehen. Ein Parkplatz wird schnell gefunden und danach steigen wir auf den Berg und suchen die Burg. Leider öffnet sie erst um 15 Uhr und zurzeit ist es gerade mal 13:30 Uhr. Nun, dann halt nicht und wir schauen uns das Teil halt eben nur von aussen an. Zurück gehen wir dann hinunter ins hübsche Städtchen wo wir uns ein Eis gönnen. Danach fahren wir weiter bis hierher nach Fusina. Aber nicht über die Autobahn, sondern auf der normalen Strasse. Natürlich benötigen wir für die etwa 100km mehr als 2 Stunden, haben aber viel gesehen und sind nun hier auf dem Camping in Fusina, direkt am Wasser und schauen auf die Stadt Venedig. Wirklich ein sehr schöner Platz mit viel Sonne und viel Warm.

 

 

Mittwoch, 18. April 2018  -  Fusina

Venedig ist wunderschön, wenn, ja wenn man abseits der grossen Touristenströme durch die Gassen schlendert. Erstaunlich, da ist man alleine bei kleinen Kanälen und Brücken und kann die Atmosphäre dieser Stadt so richtig geniessen.

Mit dem Boot ab Campingplatz sind wir heute Morgen nach Zattere gefahren. Und nach etwa 25 Minuten Fahrt, quer durch die Lagune sind wir in Venedig angekommen. Ab nun, das ist ja klar, ging es nur noch zu Fuss weiter. In einem kleinen, versteckten Restaurant haben wir eine ausgezeichnete Pizza genossen (ohne Touristenpreis) und am Nachmittag dann unter die Touristengemischt. Natürlich waren Rialto, San Marco und Co. überlaufen und in den Gassen, die dahinführten, waren wir nicht 'ganz alleine'.  Aber Venedig ist trotzdem immer wieder eine Reise wert. Um 18 Uhr sind wir dann mit dem Boot wieder zurück zum Campingplatz gefahren. Und hier verbringen wir nun den Abend und die halbe Nach, auf die Fähre zu warten. Das Fährterminal ist zwar direkt nebenan, Wir müssen aber ein Stück zurückfahren, weil da zwischen Campingplatz und Fährterminal ein Kanal verläuft. Es wird recht lange zu warten geben, denn die Fähre wird erst um 04:30 fahren.

 

 

Donnerstag, 19. April 2018  -  Gestrandet

So was, so was. Wir sind gestrandet. Nein, eigentlich nicht wir, sondern die CruiseEuropa, die riesige Fähre nach Griechenland. Beim Check-In heute Nacht sagt man uns: In Griechenland wird Morgen gestreikt. Wir werden erst am Samstagmorgen und nicht schon Freitagmorgen ankommen. Trotzdem ist die Fähre mehr oder weniger pünktlich abgefahren, so etwa um 5 Uhr in der Früh. Wir haben es uns seit 3 Uhr bereits in unserer Kabine gemütlich gemacht und schlafen. Aber erstaunlicherweise sind wir beim Aufwachen nicht auf See, sondern im Hafen von Ancona. Und hier bleiben wir den ganzen Tag. Die Fähre ist praktisch leer. Fast keine Fahrzeuge wurden in Venedig eingeladen. Vermutlich konnten die vielen Lastwagen nicht einfach 2 Tage ohne zu fahren, verbringen. Zum Beispiel mit verderblicher Fracht usw. Nun, für uns spielt das ja eigentlich keine Rolle und so haben wir uns heute einfach Ancona angesehen. Nach einem ausführlichen Spaziergang sind wir nun zurück auf dem Schiff und verbringen die Zeit mit Ausruhen, Lesen und Nichtstun. Das Abendessen auf dem Schiff ist ausgezeichnet, wir versuchen griechische Spezialitäten und da der Preisunterschied zwischen Selbstbedienung und Bedientem Restaurant mit weissem Tischtuch wirklich nur ein paar Euro ist, lassen wir es uns gutgehen. Eine genaue Abfahrtszeit wurde uns bisher noch nicht bekannt gegeben. Mal sehen, wo wir morgen beim Aufwachen sind.

 

 

Freitag, 20. April 2018  -  Ancona

Schade – niemand hat uns mitgeteilt, dass die Fähre heute den ganzen Tag in Ancona liegen bleibt und erst gegen 18 Uhr abfährt. Schade, denn sonst hätten wir einen Ausflug unternommen. So sind wir einfach auf dem Schiff geblieben und haben gewartet. Und das ohne Liegestühle und ohne Pool. Einfach schade. Nun um 18 Uhr hat die CruiseEuropa nun abgelegt und soll Morgen um 09:30 in Igoumenitsa ankommen.

 

 

Samstag, 21. April 2018  -  Ioannina

Hurra, wir sind da. Natürlich ist es nicht 09:30 Uhr sondern kurz vor 12:00, aber was soll’s wir sind wenigstens angekommen und unser griechisches Abenteuer kann beginnen. Allerdings; bis wir aus dem Schiff sind ist 12 Uhr vorbei und eben nicht 08:00, so wie geplant. Daher planen wir um und fahren heute nur noch bis Ioannina und erst Morgen dann bis Thessaloniki. Im Lidl wird eingekauft, was uns noch fehlt und dann platzieren wir uns auf dem Campingplatz hier in Ioannina, direkt am See. Wir haben diesen Platz bereits vor 2 Jahren einmal besucht, allerdings dazumal im strömenden Regen. Da die Sonne scheint und es sehr warm ist, verbringen wir den Rest des Tages heute wieder mit Faulenzen.

 

 

Sonntag, 22. April 2018  -  Epanomi

Schade, fotografieren verboten. Die Griechen wollen nicht, dass im Grab von Philip II, dem Vater von Alexander dem Grossen, hier in Vergina, fotografiert wird. Und Postkarten werden im Museumsshop verkauft, der momentan geschlossen ist. Aber der Eintritt von stolzen € 12.00 pro Person hat sich dennoch gelohnt. Die 4 Gräber im Grabhügel sind wirklich sehenswert und die ausgestellten Grabbeigaben doch erstaunlich. Der Weg hierher hat sich also gelohnt. Ich werde versuchen ein paar Fotos aus dem Netz zu erhalten. Später sind wir dann weitergefahren, nach Thessaloniki resp. Auf der Umfahrungsstrasse Richtung Chalkidiki zu einem Camperstop. Nur, der war heute (Sonntag) geschlossen. Was nun – das Navi zeigt einen Campingplatz ein paar Kilometer weiter am Meer und wir fahren dahin. Und zum Zweiten: diese Platz ist zwar noch vorhanden, aber geschlossen und in einem sehr erbärmlichen Zustand, so dass wir daran zweifeln, ob er überhaupt noch im Betrieb genommen wird. Nun zur Sicherheit konsultieren wir nun den Führer von Archie, der immer die besten und neuesten Infos über Campingplätze hat. Und siehe da, noch einmal 20 km weiter soll ein Platz, direkt am Meer sein, der offen ist. Und tatsächlich, hier in Epanomi, so etwa 50 km ausserhalb von Thessaloniki stehen wir nun und verbringen einen gemütlichen Abend.

 

 

Montag, 23. April 2018  -  Epanomi

Thessaloniki ist gar nicht mal so Ohne. Hierhin sind wir heute mit Taxi und Bus gefahren um die Stadt, besser gesagt die Innenstadt, zu besuchen. Nun zuerst gings per Taxi nach Epanomi (Das Campinghotel liegt ja direkt am Meer, so etwa 7-8 km ausserhalb des Städtchens. Danach mit dem Bus bis an die eigentliche Stadtgrenze und danach mit einem anderen Bus in die Innenstadt. Zusammen ca. 2 Stunden Reisezeit mit Buskosten von 1.20 pro Person. Angekommen haben wir uns dann den ‚berühmten‘ weissen Turm angesehen, sind etwas am Ufer spaziert und haben dann mit dem Hop-On-Hop-Off eine Stadtrundfahrt gemacht. Auch hier: erstaunliche 10.00 Euro pro Person. Die Fussgängerzone schliesst den Markt mit ein. Und der, der ist nun wirklich sehr gross. Wir haben uns nur ein kleines Stück davon angesehen. Ein kleiner Laden mit Schuhen hat es mir angetan und so sind wir so gegen 18 Uhr wieder auf dem Campingplatz zurück, zusammen mit 2 Paar neuen Schuhen. Und natürlich wieder mit Bus, dann Bus, dann Taxi. Jetzt geniessen wir den wunderschönen Abend und halten die strapazierten Füsse ins etwa 20° warme Wasser.

 

 

Dienstag, 24. April 2018  -  Litochorou

Der Campingplatz hier in Litochorou ist an und für sich wunderschön gelegen und die Infrastruktur würde stimmen, nur – es wird alles vorbereitet für die Eröffnung nächstes Wochenende. Restaurant noch geschlossen, Bars noch geschlossen, Minimarkt noch geschlossen usw. Aber wir stehen zusammen mit zwei Deutschen und einem Österreicher Wohnmobiles hier und geniessen die Wärme und den Abend. Hierher sind wir heute gefahren, nachdem wir unseren Standort in Epanomi so gegen 12:00 Uhr verlassen haben. Heute Morgen haben wir auf der anderen Seite der Meeresbucht den Olymp bewundert, jetzt stehen wir an seinem Fuss.

 

 

Mittwoch, 25. April 2018  -  Volos

Einen superschönen Stellplatz haben wir hier ergattert. Hier auf dem Campingplatz Sikia bei Volos. Hier werden wir sicher mehr als nur einen Tag bleiben. Anita hat heute bereits zweimal gebadet. Hierher sind wir heute Vormittag gefahren, über die Autobahn (die etwa 80 km haben so etwa € 20.00 gekostet) und dann über die Küstenstrasse.

 

 

Donnerstag, 26. April 2018  -  Volos

Ein sehr anstrengender Tag war das heute. Immerhin mussten wir aufstehen, Frühstücken, Lesen, zum Strand gehen, Baden (zumindest teilweise) und gegen Abend erst noch so etwa 2.5 Kilometer spazieren. Eben, ein sehr anstrengender Tag.

 

 

Freitag 27. April 2018  -  Volos

Zum heutigen Tag gibt es nichts zu sagen. Er verlief genau gleich wie der gestrige 

 

 

Samstag, 28. April 2018  -  Athen

Geschlossen, geschlossen, geschlossen. Alle 3 Campingplätze, die wir heute abgefahren sind, waren noch geschlossen. Obwohl sie eigentlich offen sein sollten. Nun ja, da sind wir heute halt ein wenig weiter gefahren, als wir ursprünglich vorgesehen hatten. Die Autobahn nach Athen hat 'extrem starken' Verkehr, was evtl. auf die 'niedrigen' Kosten zurückzuführen ist. (90.00€ für ein Wohnmobil von Thessaloniki nach Athen ist nur 30.-€ weniger als ein Flug für 2 Personen!!!)  Und so sind wir jetzt bereits in Athen angekommen. Ich glaube wir werden den zusätzlichen Tag sicherlich nutzen können. Der Platz hier liegt sehr zentral in Athen und der Bus ins Zentrum fährt direkt vom Platz – was will man mehr.

 

 

Sonntag, 29. April 2018  -  Athen

Nein, die Warteschlange an der Kasse zur Akropolis ist einfach zu lang. Wir haben keine Lust so etwa 1 Stunde auf Tickets zu warten und das in brütender Sonne bei mehr als 30°C. Und so betrachten wir den Tempel der Athene halt nur aus der Ferne. Aber auf dem Hügel nebenan haben wir eine wunderbare Sicht auf die Stadt. Hierher sind wir heute Vormittag mit Bus und UBahn gefahren. Danach haben wir mit dem Hop-ON-Hop-Off-Bus eine Stadtrundfahrt gemacht und sind beim Parlament ausgestiegen. Nach der Wachablösung haben wir uns dann dem Bauch vollgeschlagen, mit Gyros und Beilagen, und sind danach in die Altstadt, die Plaka, eingetaucht. Irgendwie sind heute Sonntag sämtliche Einwohner von Athen hier in der Altstadt, es ist ein gewaltiges Gewusel. Der Zeustempel, den wir danach besichtigen wollten, war aber nur bis 15 Uhr zu besichtigen und so haben wir die Zeit bis um 18 Uhr einfach in der Plaka verbracht. Es uns gut gehen lassen und Leute beobachtet. Zum Schluss ging es dann per Metro und Bus wieder zurück zum Campingplatz.

 

 

Montag, 30. April 2018  -  Athen

Der zweite Versuch an der Akropolis ging ebenfalls in die Hose. Auch heute Montag scheint es den Leuten nichts auszumachen, mehr als eine Stunde für Tickets anzustehen. Aber uns schon. Es ist zwar noch nicht heiss, es hat heute Nacht ein bisschen geregnet, aber es sind einfach zu viele. Nun, eigentlich wollten wir ja heute sowieso den Zeustempel besichtigen. Die ganze Ausgrabungsstätte um die beiden Stoas und restlichen Ruinen ist auch interessant und liegt ja direkt neben der Altstadt. Nach dem Mittagessen wollen wir auf den Hügel ‚Lycabettus‘, Wir haben ja noch die Tickets vom Hop-On-Hop-Off-Bus und fahren damit bis zur nächst gelegenen Station, kraxeln die steilen Strassen hoch, überwinden etwas mehr als 300 Treppentritte und kommen so an der Talstation der Standseilbahn an. Damit fahren wir nun auf den Gipfel und haben von da oben wirklich eine gewaltige Sicht über die Stadt bis hinunter nach Piräus. Nach einer Abkühlung im Bergrestaurant, es ist in der Zwischenzeit wieder 31°C heiss, geht es mit Bahn und Treppen zurück. Mit dem Bus weiter zum alten Olympia-Stadion, das Ende 1800 gebaut worden ist und in dem 1896 die ersten olympischen Spiele der Neuzeit stattgefunden haben. Eindrücklich, das komplette Stadion aus Marmor, beeindruckend. So seit etwa 20 Uhr sind wir nun wieder ‚zuhause‘.

 

 

Dienstag, 01. Mai 2018  -  auf See

Eigentlich wollten wir ja noch ein bisschen Athener-Luft atmen. Allerdings scheint der erste Mai hier in Griechenland wesentlich wichtiger zu sein, als bei uns zuhause. Busse – nicht geht, Metro – nichts geht. Na dann bleiben wir halt hier auf dem Campingplatz bis wir heute weg müssen, machen Hausputz und schwatzen mit unseren Nachbarn. Um 14 Uhr müssen wir den Platz verlassen und fahren direkt in den Fährhafen von Piräus. Dort buchen wir zuerst einmal zusätzlich eine Kabine zu unserer Überfahrt und erfahren gleichzeitig, die Fähre geht erst so etwa um 24 Uhr und wir sollen um 21 Uhr da sein (wieder einmal 1. Mai). Nun, dann fahren wir eben an die Küste, vielleicht kann man ja baden, denn es ist so etwa 32°C heiss. Aber auch hier ist 1. Mai und wir benötigen für die 12 km fast eine Stunde. Aber immerhin, wir finden einen Parkplatz direkt am Strand und verbringen da ein paar Stunden. Natürlich hat Anita gebadet. Im Yachthafen daneben stehen lauter so ‚ganz kleine‘ Schiffchen, so ab ca. 20 Mio. Gegen Abend verlassen wir dann das schöne Plätzchen und fahren zurück in den Hafen. Dort stehen wir bis gegen 21 Uhr und werden dann sehr speditiv verladen. Auf der Fähre, die im Restaurant- und Aufenthaltsbereich einem Kreuzfahrtschiff gleicht, gibt es dann noch ein spätes Nachtessen und geht es ab in die Heia. Wann das Schiff denn nun wirklich abgefahren ist, weiss ich nicht.

 

 

Mittwoch, 02. Mai 2018  -  Gournes (Kreta)

Anscheinend pünktlich um 8 Uhr heute Morgen hat die Fähre hier angelegt. Und da sie praktisch nur zu einem Viertel gefüllt war, sind wir bereits um 08:30 Uhr aus dem Hafen von Heraklion gefahren. Unser Ziel, der nahegelegene Campingplatz hier in Gournes. Wir haben nicht so super geschlafen und möchten dies etwas nachholen. Hier stehen wir wieder praktisch direkt am Strand, aber da ein starker Wind bläst, verzichtet Anita aufs Baden. Nach einem ‚frugalen‘ Mittagsmahl spazieren wir die 1500m bis zum Aquarium von Kreta, wo wir dann fast 2 Stunden verweilen. Schönes, interessanten und lehrreiches Aquarium. Danach ging es dann wieder zurück und nun freuen wir uns auf einen ruhigen Abend.

 

 

Donnerstag, 03. Mai 2018  -  Koutsounari

Der Campingplatz hier ist gemäss Eigenwerbung der schönste Kretas. Nun, er wird es sicherlich sein, wenn dann einmal alles offen und im Betrieb ist. Allerdings ist der letztes Jahr neu gebaute Pool wirklich superschön. Und natürlich hat Anita sowohl den Pool als auch das Meer ausführlich getestet. Hierher sind wir heute gefahren. Von Gournes hinauf in die Berge, durch wunderschöne Landschaften, über eine sehr gute Strasse. Durch die Hochebene von Lasithiu, die touristisch sehr erschlossen ist und durch die Windmühlen bekannt sind. Nur leider haben sich Bauern entschlossen, die Pumpen heute mit Strom zu betreiben und die Windmühlen vergammeln zu lassen. Schade. Aber die Landschaft ist trotzdem grandios. Wir jedenfalls haben die Fahrt genossen.

 

 

Freitag, 04. Mai 2018  -  Agia Galini

Auf unserer Kreta-Rundfahrt sind wir heute wieder ein Stück weiter. Ab Koutsounari, das ein paar Kilometer ausserhalb von Ierapetra liegt, sind wir durch eine Landschaft gefahren, die genauso aussieht wie Almeria in Spanien. Gewächshaus an Gewächshaus, hinten, vorne, oben, unten, wohin das Auge schaut, nur Gewächshäuser und alle aus weissem Plastik. Ich weiss zwar, dass wir Konsumenten das so wollen, aber es sieht fürchterlich aus. Glücklicherweise führte die Strasse dann wieder in die Berge mit vielen Kurven bis auf 900müM und später wieder hinunter an die Küste. Eine wirklich schöne Landschaft, eine gute Strasse und daher ein gelungener Reisetag. Gegen 15 Uhr sind wir hier in Agia Galini auf dem Campingplatz ‚no problem‘ angekommen. Anita hat ihr Bad im Meer genossen und wir sind etwas an der Beach spazieren gegangen. Leider ist der Platz noch nicht voll in Betrieb und daher hat der sehr grosse Pool auch noch kein Wasser. Aber nach einem heissen Tag stehen wir hier unter vielen Bäumen recht kühl im Schatten und werden sicherlich einen ruhigen Abend verbringen.

 

 

Samstag, 05. Mai 2018  -  Rethimno

Das war einst ein wirklich grosses Fort, hier in Rethimno. Es wurde etwa 1550 gebaut, als die Türken begonnen haben, Kreta zu erobern, was ihnen allerdings erst so etwa 1630 gelang. Vom Campingplatz Elisabeth sind wir heute Nachmittag per Taxi hierhin in die Altstadt von Rethimno gefahren. Und nach dem Fort-Besuch stand ein ausführlicher Altstadtbummel en. Seit 20 Uhr sind wir nun wieder zurück auf unserem Standplatz. Nach Rethimno sind wir heute Morgen gefahren. Von Agia Galini, quer über die Insel, auf guter und breiter Strasse und durch erhabene Landschaft. Ein sehr schöner Teil der Welt ist dieses Kreta. Allerdings hat uns das Navi dann noch zu einem kleinen Umweg geführt und so sind wir 20km an der Nase herumgeführt worden. Und das lediglich, weil das Navi nicht den Mut hatte eine doppelte Sicherheitslinie zu überfahren (links abbiegen). Denn hier gilt eine doppelte Sicherheitslinie lediglich als Markierung der Strassenmitte und hat anscheinend keine weitere Bedeutung.

 

 

Sonntag, 06. Mai 2018  -  Chania

Chania sei die Beauty-Queen unter den Städten Kretas, so zumindest behauptet das unser Reiseführer. Wir haben sie zwar noch nicht alle gesehen, doch Chania ist tatsächlich recht nett. Wir sind heute Morgen von Rethimno her kommend auf dem Camping Chania angekommen. Nach einem kurzen Mittagsmahl haben wir nebst vielen, vielen Griechen (es ist ja Sonntag), den Strand unsicher gemacht und Anita hat gebadet. So um 3 Uhr sind wir dann per Taxi in die Altstadt gefahren. Daselbst haben wir einen ausführlichen Bummel durch die Altstadt, die Festung, den Fischer- & Yachthafen und der Stadtmauer entlang gemacht. Am Hafen besuchten wir das Maritime Museum und haben den Nachbau eines Minoischen Schiffes bestaunt, mit dem 2004 Leute von hier nach Piräus gerudert sind. In ‚nur‘ 29 Tagen. Seit 19 Uhr sind wir nun wieder zurück und müssen leider feststellen, es ist sehr kühl geworden und es bläst ein kühler Wind. Ich nehme an, das sind Vorboten des morgigen regnerischen Tags. Nachtessen also im Reisemobil.

Montag, 07. Mai 2018  -  Gournes

Ja, richtig. Wir sind zurück auf dem Platz bei Heraklion. Dies nachdem wir heute Morgen von Chania hierher nach Heraklion, resp. Nach Knossos gefahren sind. Es hat geregnet, nein eigentlich geschüttet. Allerdings war der Wasserfall nur kurz, so etwa 30 Minuten. Auf den Strassen haben wir uns aber teilweise gefühlt wie ein Motorboot. Auf der Schnellstrasse haben wir die Strecke in ca. 2.5 Stunden hinter uns gebracht. In der Zwischenzeit wurden die himmlischen Schleusen wieder geschlossen und die Sonne macht wieder ihren Job. Allerdings auch Aeolus, der Gott des Windes, und das mit grosser Stärke.

Von Knossos allerdings sind wir etwas enttäuscht. Wir waren vor etwa 30 Jahren schon einmal hier und haben uns in den Ruinen des Palastes des Minos und dem Labyrinth des Minotaurus herumgetrieben. Aber damit ist es aus. Natürlich wegen der vielen Besucher, klar. Doch dass sämtliche Räume abgesperrt sind haben wir dann doch nicht erwartet. Und so denken wir, ist dieser Besuch ganz sicher keine 15 Euro mehr wert.

 

 

Dienstag, 08. Mai 2018  -  auf See

Es lief fast alles gut heute, nur die Warterei auf das Einschiffen in die Fähre ging mir ein wenig an die Nieren. Beim Check-In hat man uns gesagt, dass wir ca. um 18:30 Uhr einfahren können, aber der Lademeister liess uns, als einziges Wohnmobil und zuletzt als einziges wartendes Fahrzeug, bis um 20:45 warten. Dann konnten wir endlich einfahren. Hätte man uns das vorher gesagt, so wären wir länger in der Stadt Heraklion geblieben. Denn dort haben wir den späteren Nachmittag verbracht. Sie ist nicht richtig besonders, aber doch eine recht nette Hafenstadt. Den Morgen haben wir mit grossem Hausputz und spazieren auf und um den Campingplatz bei Gouves verbracht.

 

 

Mittwoch, 09. Mai 2018  -  Nauplia

Schon um 05 Uhr hiess es heute aufstehen. So etwa um 6 Uhr soll die Fähre in Piräus ankommen. Nun angekommen ist sie dann um 7 Uhr. Das gab uns dann doch noch die Zeit, in Ruhe einen Frühstückskaffee zu trinken. Um 7:45 Uhr sind wir aus der Fähre ausgefahren und haben die Reise Richtung Korinth begonnen. Allerdings zuerst mit einem Umweg, nicht aufgepasst und dafür eine Hafenumrundung gemacht. Hier in Korinth haben wir uns natürlich den ca. 1890 fertiggestellten Kanal angesehen. Inmitten von vielen, vielen anderen Touristen. Er ist trotzdem imponierend, allerdings hat der Kanal heute nur noch für die Freizeitschifffahrt eine Bedeutung.

Unsere Weiterfahrt bringt uns nun nach Epidaurus. Hier besuchen wir die archäologischen Ausgrabungen und natürlich das weltberühmte Theater. Es beeindruckt nicht nur durch seine schiere Grösse, gebaut für 12‘000 Zuschauer, sondern auch mit der unvergleichlichen Akustik. Die restlichen Ruinen, die wir natürlich auch besichtigen, der Tempel des Aeskulap (Gott der Heilkunst) und weitere, sind aber bei weitem nicht so eindrücklich wie das Theater.

Es ist bereits 15 Uhr als wir hier in Nauplia auf dem Camping Triton eingetroffen sind. Der Platz ist in Ordnung, alles sauber und direkt am Meer. Wir haben uns auf Liegestühlen am Wasser breit gemacht und Anita hat, logisch, gebadet.

 

 

Donnerstag, 10. Mai 2018  -  Sparta/Mystria

Das war trotzdem es abwärts ging, anstrengend. 830 Treppenstufen, ohne Unterbruch; die Treppe vom Fort hinunter (oder hinauf) in die Stadt Nauplia. Na ja, hinauf sind wir mit dem Taxi gefahren. Am Morgen sind wir vom Campingplatz am Strand hierher ins Stadtzentrum gefahren, haben sofort einen Parkplatz gefunden und sind durch die Gassen der Altstadt gestrolcht und dann eben per Taxi hinauf zum Fort gefahren. Zurück haben wir kurz eingekauft und uns dann sehr rasch zum Reisemobil aufgemacht. Es hat gereicht. Das Gewitter startete erst nachdem wir eingestiegen waren. Danach haben wir den Motor gestartet und sind über einen Pass (900müM) hierhin nach Sparta resp. Mystria gefahren. Jetzt stehen wir hier auf dem Campingplatz und werden einen ruhigen Abend verbringen.

 

 

Freitag, 11. Mai 2018  -  Messinia

Nach dem Morgenessen haben wir die schmale Strasse hinauf ins archäologische Mystria unter die Räder genommen. Und oh Wunder, ein freier Parkplatz fast beim Eingang. Die Besichtigung der antiken Stadt am Hang ist ein bisschen anstrengend, die Häuser, die noch existieren sind über eine Höhe von 300m verstreut. Die unteren, so etwa bis Höhe 100 haben wir besucht und bewundert. Bis ich auf eine Äskulapnatter gestanden bin und Anita mit ihrer Ophidiophobie den Rückzug eingeleitet hat. Aber die wichtigsten Bauwerke haben wir ja gesehen. Danach sind wir zurück gefahren nach Sparta und haben den Weg zur Ostküste begonnen. Über die Berge, der höchste Pass war etwas über 1300müM (wir haben auf Meereshöhe begonnen). Der Weg führte dann wieder hinunter zum Meer, nach Kalamata und dann wieder über einen kleinen Pass hierher nach Pylos resp. Genauer nach Messinia. Hier auf dem Camping Erodios stehen wir auf einem sehr schönen Stellplatz, geniessen den ‚hauseigenen‘ Strand und erholen uns von der Schlange.

 

 

Samstag, 12. Mai 2018  -  Messinia

Das war ein schwerer Tag heute. Immerhin mussten wir aufstehen, essen, lesen, am Strand liegen und baden. Aber wir haben es mit Bravur geschafft und verbringen zurzeit einen ruhigen, lauschigen Abend.

 

 

Sonntag, 13. Mai 2018  -  Olympia

Die sogenannte Stadt Olympia ist ein bisschen enttäuschend. Erstens weil sie nur ein Dörfchen ist und zweitens, weil es da ausser Juwelieren, Souvenirshops und Tavernen gar nichts zu sehen gibt. Nun, wir sind da hingegangen, weil es nur 200m vom Campingplatz weg ist. Und hierher sind wir heute gefahren. Auf meist guten Strassen, mit einer grösseren Pause an der Elia Beach. Hier auf dem Campingplatz Diana gibt es einen Pool, der aber gemäss Anita wesentlich kälter ist, als das Meer.

 

 

Montag, 14. Mai 2018  -  Palouki

Den heutigen Vormittag haben wir auf der Ausgrabungsstätte von Olympia verbracht. Zusammen mit 2-3 weiteren Leuten (allein von den Kreuzfahrtschiffen waren etwa 20 Busse da). Trotzdem wir bereits 2 mal hier waren ist es eine eindrückliche Sache. Auch mit dem Wissen, dass hier auf diesem Gelände jeweils per Sonnenenergie das Feuer für die olympischen Spiele entzündet wird. Vom Campingplatz sind wir hierher spaziert. Nach dem Mittagessen sind wir dann Richtung Küste aufgebrochen und stehen nun auf dem Campingplatz in Palouki und geniessen Hitze, Sonne und Meer.

 

 

Dienstag, 15. Mai 2018  -  auf See

Αντίο Ελλάδα– (Antío Elláda) Auf Wiedersehen, Griechenland. Wir sind heute bereits auf der Fähre, zurück nach Italien. Heute Morgen beim Aufwachen stellen wir fest: bedeckter Himmel, kaum Sonne heute. Daher beschliessen wir nach Patras zu fahren um abzuklären, ob es möglich ist, statt erst am Donnerstag, bereits heute die Fähre zu benutzen; es war möglich. Wir mussten allerdings etwa 6 Stunden warten bis wir eingeladen wurden. Nun, die Zeit haben wir mit Spazieren verbracht und unter anderem einen Dom gefunden, der selbst für Griechenland ausserordentlich gross ist. Und jetzt stehen wir eben an Deck und sehen zu, wie Patras am Horizont verschwindet.

 

 

Mittwoch, 16. Mai 2018  -  Gabicce Monte

Das war eine etwas unruhige Nacht. Um etwa 01 Uhr wurden wir geweckt, als die Fähre in Igoumenitsa in den Hafen eingelaufen ist. Des Weiteren waren die Betten der Kabine schon etwas hart und deswegen eben etwas unruhig. Um 17 Uhr sind wir nun hier in Ancoma angekommen und haben uns von neugewonnen Freunden verabschiedet. Die Autobahn Richtung Bologna war schnell erreicht und nach einem Einkauf (unser Kühlschrank war leer) in Pesaro stehen wir nun auf dem Camping Panorama hier in Gabicce Monte.

 

 

Donnerstag, 17. Mai 2018  -  Ravenna

Das war nun mal wirklich etwas speziell. Auf der Strasse auf der wir vom Campingplatz Panorama weggefahren sind, fand heute Morgen eine Teilstrecke von 1000 Miglia statt. Und so sind wir zwischen verschiedenen Oldtimern durch die Gegend gefahren und wurden immer wieder gefilmt und/oder fotografiert. Nun eigentlich wollten wir nur an die Küste hinunterfahren, was wir dann auch gemacht haben und nachdem wir festgestellt haben, dass das Meer hier in der Gegend von Rimini noch richtig kalt ist, sind wir hierher nach Ravenna gefahren. Nach einer ausführlichen Besichtigung der Altstadt, mit zwischendurch Regen, stehen wir jetzt auf dem offiziellen Stellplatz der Stadt und hoffen auf eine ruhige Nacht.

 

 

Freitag, 18. Mai 2018  -  Lugano

Die ersten ca. 300km haben wir geschafft. Autobahn, meist 3-spurig, manchmal auch 5-spurig, von Ravenna bis hierher nach Lugano. Hier auf dem neu geschaffenen Stellplatz werden wir heute die Nacht verbringen. Aber selbstverständlich haben wir zuerst unsere ‚alte‘ Heimat begutachtet. Vieles ist noch, das meiste aber nicht mehr. In der Via Nassa fehlen mir die vielen Gemüsehändler und kleinen Geschäfte. Mit den bekannten Label Shops (Gucci, Dior usw) kann ich wirklich weniger anfangen, doch diese bestimmen nun das Leben hier. Und die Preise für ein Getränk sind auch für mich, der ich hohe Preise erwartet habe, ein Schock. Wir bezahlten für einen Eistee und eine CocaCola ‚nur‘ 10.90, und dies nicht auf der Piazza Riforma - wirklich verrückt!

 

 

Samstag, 19. Mai 2018  -  zu Hause

Schon verrückt; da fahren wir heute Morgen ganz friedlich von Lugano nach Hause und fahren an ca. 25km stehenden Autos vorbei. Die alle wollen, wenn möglich heute noch, in den Süden. Dabei regnet es im Tessin die nächsten paar Tage. Auch heute Nacht wurden wir nass.

Nun, jedenfalls sind wir gut nach Hause gekommen und beginnen bereits von unserer wunderschönen Griechenlandreise zu träumen.


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