Russland - Juli-September 2018

 

Samstag, 14.Juli 2018  -  Feucht     

Wir sind wieder unterwegs. So etwa um 10 Uhr haben wir uns von allen Kindern und Enkeln verabschiedet und sind auf die Russland-Reise gestartet. Kurz nach dem Grenzübergang bei Thayngen sind wir beim Lidl einkaufen gegangen. Danach haben wir unsere Fahrt auf der deutschen Autobahn, Richtung Stuttgart, gestartet. Erstaunlicherweise ging das bis weit hinter Ludwigsburg ohne Stau. Erst bei Heilbronn brauchten wir etwas Nerven. So um 17:30 Uhr sind wir hier auf dem Stellplatz bei Feucht (bei Nürnberg) angekommen. Wir haben gerade noch den letzten freien Stellplatz erwischt. Bei der Anmeldung an der Kasse des Freibades hat man mir einen Gratiseintritt geschenkt und mitgeteilt, das Wasser habe 28°C. Natürlich haben wir die Badehose angezogen und sind eine Runde geschwommen. Nach dem Abendessen schauen wir noch ein bisschen TV und hoffen auf eine ruhige Nacht.

 

 

Sonntag, 15. Juli 2018  -  Dresden

Sieht tatsächlich sehr ‚wou‘ aus, die Oper in Bayreuth. Von aussen nichtssagend und wenn man dann in den eigentlich Saal hineinkommt – grandios. Die Oper ist ein UNESCO Welterbe, denn es ist die einzige Oper weltweit, die seit 1750 nicht verändert worden ist und in der noch heute gespielt wird. Danach haben wir natürlich noch das Schloss besucht, war aber etwas enttäuschend, da haben wir schon viele bessere gesehen. Hierher nach Bayreuth sind wir heute Morgen gefahren. Über die Autobahn und mit mittelmässig viel Verkehr.

Nun aber stehen wir auf dem Stellplatz der Stadt Dresden. Direkt an der Elbe, vis-a-vis der Altstadt. Und natürlich haben wir noch einen Abendspaziergang dorthin gemacht. Klar, um 19 Uhr ist das Meiste geschlossen, aber die Altstadt von Dresden sieht auch ohne dass man in die Bauten hineingehen kann, wunderschön aus. Nun hoffen wir auf eine einigermassen ruhige Nacht, denn der Stellplatz ist eingeklemmt zwischen dem Kino am Fluss und einem Biergarten. Nun, wir werden sehen, resp. hören.

 

 

Montag, 16. Juli 2018  -  Lübbenau

Ganz im Gegensatz zu Gestern sind wir vom heutigen Opernbesuch etwas enttäuscht. Eigentlich haben wir erwartet dass die Semperoper in Dresden noch mehr ‚wou‘ ist als die kleine Oper von Bayreuth. Doch, nein, sie ist zwar viel grösser und imposant, aber der Innenraum hat uns nicht umgehauen. Es ist eben eine praktisch neue, respektive neu aufgebaute Oper. Nun nach unserem Besuch dort sind wir dann aufgebrochen zur letzten Etappe unserer Anreise in den Spreewald. Um 15 Uhr sind wir, nach einigen Staukilometern auf der Autobahn, beim Campingplatz angekommen und haben kurz feststellen müssen, es ist der falsche. Es gibt hier zwei Campingplätze mit dem Namen ‚Natur Camping‘ also zurück nach Lübbenau und 10 km weiter an den Hindenbergsee. Und wir sind zwar pünklich kurz vor 16 Uhr hier eingetroffen, haben aber doch schon einen Teil der Instruktionen verpasst, denn alle anderen Mitglieder dieser Gruppe waren schon da und die Instruktionen haben daher bereits um 15 Uhr begonnen. Nun, abends wurde uns ein Begrüssungsessen spendiert und nun hoffen eir hier auf dem Platz auf eine ruhige Nacht.

 

 

Dienstag, 17. Juli 2018  -  Poznan

Nun, heute war fast nur ein Fahrtag. Lediglich unterbrochen durch ein paar Pausen, einen Einkaufsstop im Rewe und dem Besuch der weltgrössten Christusstatue. Wo?, natürlich hier in Polen. Wir sind so um 09:30 Uhr vom Camping am See weggefahren, über Landstrassen bis nach Frankfurt a.d. Oder, daselbst über die Grenze nach Polen und danach auf der Autobahn hierher nach Poznan. Mit den bereits erwähnten Unterbrüchen. Hier nun stehen wir auf dem Campingplatz Malta, der gemäss Info der bestgepflegte Platz in Polen sei. Kann ja sein, allerdings hat vor kurzen, wir waren noch auf der Autobahn, geschüttet was runterkam und darum sind nun hier alle Plätze sehr nass und sogar ein bisschen ‚pflotschig‘. Um 17 Uhr soll nun die erste Fahrerbesprechung stattfinden. Mal sehen, evtl. gehen wir danach noch ein wenig in die Stadt.

 

 

 

Mittwoch, 18. Juli 2018  -  Warschau

Der kurze Umweg von Posen zum Schloss Kornik hat sich gelohnt, Zwar hat es geschüttet aber die kurze Schlossbesichtigung war lohnenswert. Die Gärten konnten wir wegen Regens leider nicht besuchen und so sind wir dann weitergefahren, immer Richtung Warschau. 

Nach so etwa 250km Autobahn hatten wir genug und sind über Landstrassen bis zum Chopin-Museum gelangt. Dummerweise hat es auch dort wieder geschüttet was runter kam, und so hatten wir weder Lust auszusteigen, noch 6 Franken für die kurze Zeit auf dem Parkplatz zu bezahlen. Und so sind wir halt um 17 Uhr bereits hier in Warschau auf dem Camping 123 eingetroffen.

 

 

Donnerstag, 19. Juli 2018  -  Warschau

Leider war uns Petrus auch heute nicht besonders gewogen. Nachts hat’s geschüttet und heute Morgen, kaum aus dem Bus ausgestiegen, hat’s wieder zu regnen begonnen. Trotzdem hat uns Warschau, respektive zumindest das, was wir gesehen haben, recht gut gefallen. Nach dem Besuch des wieder aufgebauten Schlosses haben wir ein Polnisches Mittagessen erhalten und sind danach noch ein wenig herumgeschlendert. Seit 16:30 Uhr sind wir nun wieder zurück auf dem Campingplatz

 

 

Freitag, 20. Juli 2018  -  Brest

Geschafft! Nach nur 4 Stunden haben wir die verschiedensten Zollformalitäten hinter uns gebracht und sind in Brest in Belarus (Weissrussland) angekommen. Die Fahrt von Warschau bis zur Grenze verlief äusserst ereignislos, es war lediglich eine zügige Fahrerei von ca. 200km auf normaler Strasse und zwischendurch ein paar Kilometer Autobahn. Jetzt stehen wir hier auf dem Parkplatz des Hotels Intourist in Brest. Mit Brot, Salz und Wodka wurden wir empfangen und ein Pope hat uns und unsere Reisemobile gesegnet. So muss die weitere Fahrt ja von Erfolg gekrönt sein. Nun werden wir im Hotel unser Abendessen einnehmen und hoffen trotz der Lage im Stadtzentrum auf eine ruhige Nacht.

 

 

Samstag, 21. Juli 2018  -  Brest

Das was einmal etwas ganz Anderes. Statt dass uns die üblichen Sehenswürdigkeiten der Stadt gezeigt wurden, besichtigten wir heute Morgen bei der Rundfahrt zuerst einmal die Halle, in der die Eisenbahnwagen von der in Europa üblichen Normalspur auf die russische Breitspur umgebaut werden. Dies alles geschieht praktisch im Fluge. An einem Personenzug mit 12 Wagen müssen die Drehgestelle innerhalb von 70 Minuten gewechselt und der Zug abfahrbereit sein. War wirklich interessant. Danach kam dann der für uns etwas weniger interessante Teil, die Heldenverehrung des 2. Weltkriegs, die Zitadelle und die ‚gehaltene‘ Festung. Schön allerdings ist die Garnisonskirche wieder hergestellt worden.

Nach dem Mittagessen im Wohnmobil haben wir dann zum ersten Mal ein Weissrussisches Einkaufszentrum besucht und enttäuscht festgestellt, da gibt es keinen Unterschied mehr zu unseren Einkaufszentren. Danach war noch einmal ein Spaziergang durch die Fussgängerzone angesagt und nun hoffen wir wieder auf einen ruhigen Abend.


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