Oktober 2015 - Korsika

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Samstag, 17. Oktober 2015  -  Como

Heute Morgen haben wir ganz kurz beschlossen, schon heute zu fahren. Geplant war eigentlich Sonntag. Aber das Wetter ist so mies hier im Oberland, was wollen wir da noch einen Tag hier verbringen. Natürlich wird es ein bisschen später bis wir abfahren können, aber so gegen 12 Uhr geht es los. Wir fahren Richtung Gotthard. Leichter Nieselregen begleitet uns. Am Gotthard haben wir (und alle anderen natürlich auch) Stau. So nach etwa 30 Minuten können wir in den Tunnel einfahren. Im Tessin, keine Sonne, leichter Nieselregen. Na was solls, weiter im Süden soll es besser werden. Wir fahren bis zur Gotthard-Raststätte bei Ambri und machen hier eine grössere Pause und essen eine Kleinigkeit. Danach geht die Fahrt weiter. So gegen die Grenze zu, habe ich langsam genug vom Fahren. In Como fahren wir den dortigen Campingplatz an. Sehr gut gelegen, nur 2-3 Kilometer weg von der Autobahn. Er ist offen und ausser uns finden sich noch 4-5 weitere Reisemobile ein.

Sonntag, 18. Oktober 2015  -  Livorno

Unser heutiges Ziel ist Livorno. Nach dem Morgenessen, ich habe erstaunlich gut geschlafen, geht die Fahrt weiter. Die Autobahn Richtung Mailand ist sehr stark befahren. Aber ja, in Mailand ist ja die Weltausstellung. Der Verkehr wird sich nach der Grossstadt beruhigen. Doch weit gefehlt. Auch auf der Strada del Sole enorm starker Verkehr. Es könnte August sein, nicht Oktober. Erst als wir kurz vor Parma die Richtung wechseln sind wir schlagartig nahezu alleine auf der Autobahn.

Mit einigen Pausen fahren wir die Strecke bis Livorno durch. Es wäre eine sehr schöne Fahrt durch die Berge, wenn es denn schön wäre. Aber leider begleitet uns Nebel, leichter Regen und Wind die ganze Strecke. In Livorno angekommen suchen wir den Hafen auf und erwerben Tickets für die Fähre von Morgen Mittag nach Bastia. Danach kurven wir kurz durch Livorno und suchen danach einen Schlafplatz für die Nacht. Die ersten 3 Campings haben aber bereits geschlossen, auch wenn unser Campingführer das Gegenteil behauptet. Erst ein Platz südlich von Livorno bietet uns ein Übernachtungsplätzchen an. Dafür ein wirklich wunderschönes, zu einem vernünftigen Preis (€ 22.00). Denn in der Hochsaison würde der Platz ‚nur‘ € 78.00 kosten. Wir spazieren noch ein bisschen am Meer, essen Etwas zu Abend und gehen früh schlafen.

Montag, 19. Oktober 2015  -  Bastia

Wieder habe ich super gut geschlafen. Wir gehen es heute Morgen noch viel ruhiger an als sonst, denn unser nächster Termin ist 13:00 Uhr an der Fähren-Anlegestelle und die ist ja nur etwa 20 Minuten entfernt. Erst kurz vor 12:00 Uhr verlassen wir den schönen Campingplatz und fahren wieder zum Hafen, wo wir uns in die Reihe der wartenden Fahrzeuge stellen. Bald kommt auch schon die Fähre und wir fahren in den riesigen Bauch des Schiffes. Nun heisst es 5 Stunden zu verbringen. Auf dem obersten Deck finden sich schnell Liegestühle und wir lassen es uns gut gehen.

Das, was uns auf diesem Schiff nicht so sehr gut gefallen hat, ist lediglich die Tatsache, dass da zwar ein grosses Restaurant vorhanden, aber nicht geöffnet ist. Und so bleibt es bei einen Sandwich und einem Cola von der Bar. Um 18:30 sind wir in Bastia angekommen und hier haben wir sofort den Campingplatz hinter der Stadt angefahren. Nun stehen wir am Meer, unter Pinien, sehr ruhig und geniessen das Leben.

Dienstag, 20. Oktober 2015  -  Aleria

Ein wunderschöner Morgen begrüsst uns. Sonnenaufgang über dem Meer. Nach unserem Frühstück, heute mit frischen Croissants, packen wir zusammen, wir möchten heute Bastia sehen. Das geht gemäss der netten Dame am Empfang nur mit dem Reisemobil oder per Taxi und das soll extrem teuer sein. Nun wir haben ja in unseren Wohnmobil-Führer die Koordinaten eines Parkplatzes, auf dem Wohnmobile stehen dürfen. Nur scheint die Information nicht mehr so ganz uptoDate zu sein. Den Platz gibt es zwar noch, den Balken auf Höhe 2m können wir aber nicht unterfahren. Also fahren wir halt weiter, mitten hinein in die Stadt, immer auf der Suche nach einem Parkplatz. Doch wir haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Plätzchen für Fiat 500 und Co. Hat es zwar genügend, doch für unsere 7,11 x 2.18 Meter??? – Fehlanzeige, nichts zu machen. Nach einer Weile geben wir zermürb auf. Nebst dem sehr starken Verkehr und den doch recht schmalen Strassen stimmt das ‚nicht so willkommen sein‘ doch nicht recht froh. Also zurück zum Campingplatz, wir haben ja noch nicht bezahlt, und ein Taxi bestellen. Schliesslich haben wir uns aber anders entschieden. Wir fahren weiter Richtung Süden. Fahren ein, zwei Mal direkt an den Strand und landen schliesslich auf dem Campingplatz Rivabella hier in Aleria. Auch hier direkt am Strand. Schön, und weil das Wetter immer noch gut ist, stört uns auch nicht, dass es erst 16 Uhr ist. Der Rest des Tages wird gefaulenzt, gelesen und an der Sonne gelegen.

 

Mittwoch, 21. Oktober 2015  -  Aleria

Das Wetter ist zwar nicht mehr ganz so super, wie gestertn, aber wir überlegen uns trotzdem, hier noch einen Tag zu bleiben.

Doch nachdem das Reisemobil wieder auf Vordermann gebracht wurde (WC, Abwasser und Trinkwasser) verlassen wir so gegen 10:30 Uhr den Campingplatz hier in Aleria. Nun möchten wir die Ausgrabungsstätten sehen. Genau um 11:05 löse ich die Eintrittskarten (€2.00) und das es hier nur bis 12 Uhr geöffnet ist, beeilen wir uns ein wenig mit der Besichtigung des Museums, denn eigentlich wollen wir den archäologische Bereich sehen, Museen hat es überall. Allerdings bläst uns hier ein steifer Wind entgegen, so dass wir bereits um 11:45 Uhr wieder auf dem Rückweg sind.

Das Wetter hat auch kein Einsehen mit uns und es wird immer stärker bewölkt. Immerhin, es regnet nicht. Die Weiterfahrt wird an einer idyllischen Stelle unterbrochen, wir haben Hunger. Später, bei der Einfahrt in die Stadt Porto Vecchio halten wir bei einem grossen Supermarkt und füllen unsere Vorräte auf. Danach fahren wir an den Strand. Und zwar an den Plage de Palombaggia, DIE Sehenswürdigkeit Nummer 1 in allen Reiseführern. Na ja, immerhin können wir hier auf dem Stellplatz übernachten.

Donnerstag, 22. Oktober 2015  -  Bonifacio

Es war wunderbar ruhig, heute Nacht. Nebst uns zählen wir noch weitere 4 Reisemobile, die den Stellplatz hier am Strand gefunden haben. Ganz gemütlich machen wir uns reisefertig, natürlich nicht ohne vorher Jeanine zu ihrem 32. Geburtstag zu gratulieren. Danach sind wir hierher nach Bonifacio gefahren. Zuerst, so wie es alle Reiseführer empfehlen, hinaus zum Leuchtturm. Zuerst haben wir uns Sardinien angesehen. Auch die äusserste Halbinsel auf der wir gecampt haben. Danach haben wir den Blick nach Westen gerichtet, denn man sieht das doch sehr spektakuläre Dorf Bonifacio nur vom Wasser her so richtig.

Dananch haben wir parkiert, etwas gegessen und sind mit einem kleinen Zug hinauf ins Dorf gefahren. Man kann sich Bonifacio so richtig gut als Seeräubernest vorstellen. Unglaublich enge Gassen, wunderbare Aussicht und dank Oktober kann man auch etwas sehen. Im Sommer sieht man ja nur Touristen. Später sind wir dann die unglaublich steilen Treppen wieder hinunter zum Hafen gegangen. Es ist in der Zwischenzeit 16 Uhr geworden und wir sollten uns langsam Gedanken machen, wo wir heute Nacht schlafen werden. Nach einer 'freien' Nacht wäre ein Campingplatz gut, also wo gibt es einen Platz der noch offen ist. Da unser nächstes Ziel ja Ajaccio heisst, fahren wir also los, in diese Richtung. Ein Platz nach dem anderen ist zwar da, aber 'fermé', Alle geschlossen. Was nun, Internet starten uns suchen und siehe da, da gibt es einen Platz bei Bonifacio der noch offen ist. Zurückfahren und den Platz aufsuchen ist eins. Sehr gross, sehr schön gelegen und Platz in Hülle und Fülle. Sogar ein geheizter, grosser Pool ist vorhanden, nur leider hat Anita ja ein Badeverbot für 6 Wochen.

Freitag, 23. Oktober 2015  -  bei Ajaccio

Zurück zum Parkplatz in Bonifacio heisst heute Morgen die Devise. Wir möchten Bonifacio noch vom Wasser aus sehen. Dazu sind wir heute morgen ganz gemütlich aufgestanden. Und stehen jetzt am Terminal um eine Boots-Rundfahrt zu buchen. Nach 20 Minuten gehen wir nun an Bord und fahren zuerst in eine Grotte, Massarbeit, der Eingang ist verd.. schmal und die Wellen sind auch nicht ganz ohne. Danach machen wir einen kurzen Abstecher an einen Strandabschnitt, der im Sommer sehr warmes Wasser (28-32°) aufweist. Danach sehen wir Bonifacio von unten, vom Wasser her.

Zurück im Reisemobil starten wir die bisher grösste Etappe unserer Reise. Es sind ca. 160 km bis nach Ajaccio und es geht über 4 Pässe. Eine gute Strasse, super Wetter und wenig Verkehr machen diese Fahrt zum Genuss. Und nun stehen wir hier auf dem Campingplatz bei Ajaccio, dem einzigen hier, der überhaupt noch geöffnet ist.

Samstag, 24. Oktober 2015  -  Aleria

Heute ist anscheinend nicht mein Tag. Die Suche nach einem Campingplatz der Ende Oktober noch geöffnet hat, wird langsam aber sicher sehr mühsam. Dazu kommt, dass in Korsika frei stehen meist verboten ist und normale Parkplätze über einen Querbalken in Höhe 2m über der Einfahrt verfügen. Nun heute Morgen, resp. so gegen Mittag sind wir nach Ajaccio, in die Stadt hinein gefahren. Parkplatz für Reisemobil - Fehlanzeige. Unser Reiseführer meint, Ajaccio sei die Reisemobil-feindlichste Stadt überhaupt. Und so fahren wir einfach der Strandpromenade entlang, machen ein paar Fotos und verlassen die Stadt wieder.

Unser heutiges Ziel wäre sowieso Corte, die Stadt in der Mitte Korsikas. Die Fahrt dahin führt über einen 1147 m hohen Pass und ist superschön zu fahren. Dann der Schock in Corte, gestern im Internet das Schliessdatum geprüft und trotzdem ist der einzige Campingplatz 'fermé', Scheibenkleister.

Was nun, dann fahren wir halt weiter, hinunter nach Aleria, dort auf den Campingplatz Bella Vista, auf dem wir ja schon einmal gestanden sind. Und hier haben wir wieder einen Platz in der ersten Reihe, direkt am Strand. Und jetzt, wie ich die Fotos des heutigen Tages auf den PC kopieren will, stelle ich fest, ich habe den ganzen Tag fotografiert ohne Speicherkarte. Und meine Sony hat dazu keinen Kommentar abgegeben, nicht blockiert oder so, sondern einfach brav geklickt. Scheibenkleister. Daher sind die heutigen Fotos alle aus dem Internet!

Sonntag, 25. Oktober 2015  -  Aleria

Ein fauler Tag ist heute, ein ganz fauler. Wir machen nichts, wir bleiben einfach stehen und geniessen Sonne und Meer, resp. den Strand. Ein Spaziergang um die beiden kleinen Seen mit Besuch und Fütterung der Lamas ist das Maximum der Bewegungen für Heute. 

Montag, 26. Oktober 2015  -  Bastia

Und auch heute, nochmals ein fauler Tag. Im Unterschied zu Gestern aber auf dem Campingplatz von Bastia. Heute Morgen haben wir uns in die Sonne gelegen, solange bis dicke Wolken den Himmel überzogen haben. Dann haben wir zusammengepackt und sind nach Bastia gefahren. Seit etwa 14 Uhr sind wir nun auf dem Campingplatz von Bastia und verbringen den Rest des Tages mit Lesen und ein bisschen fernsehen. Das Wetter ist leider nicht das Gelbe vom Ei und so bleiben wir hauptsächlich im Fahrzeug. Gestern Abend haben wir übers Internet noch die Fähre gebucht und werden Morgen Dienstag um 14 Uhr Korsika verlassen. Den Tag zu warten war eine einfache Entscheidung: Kosten der Fähre am Montag €225.00, am Dienstag €128.00. Dazu kommt eben das Wetter.

Dienstag, 27. Oktober 2015  -  Livorno

Tschüss Korsika. Dieser Teil unserer Herbstferien ist nun Geschichte. Wir haben, wie geplant heute die Fähre zurück nach Italien genommen und sind Nachts um 6:30 Uhr (stockdunkel und Regen) hier in Livorno angekommen. Als Letzte auf die Fähre heisst leider auch, als Letzte wieder hinaus. und so sind wir erst um ca. 19:30 Uhr hier auf dem Campingplatz von Livorno angekommen. Der Regen von Korsika hat uns auch bis hierher begleitet. Ach ja, das habe ich gar noch nicht erwähnt, Gegen 6 Uhr heute Morgen hat ein 'ganz leichter' Regen eingesetzt. Nach kurzer Zeit ist der Campingplatz geschwommen und es hat den ganzen Morgen durch geschüttet. In den Strassen von Bastia steht das Wasser und das Fahren gleicht dem Fahren mit einem Motorboot. Aber die Fähre kommt nahezu pünktlich und das Meer ist trotz schlechtem Wetter erstaunlich ruhig.

Mittwoch, 28. Oktober 2015  -  Lucca

Auch diese Nacht hat es wieder geregnet, doch im Laufe des Morgens hört es langsam auf. Wir möchten heute, nach dem Frühstück gemütlich nach Pisa fahren. Zwar haben wir den schiefen Turm bereits mehrere Male besucht, aber in der eigentlichen Altstadt von Pisa waren wir noch nie. Also sind wir zum Camper-Parkplatz gefahren und haben dort den Bus zum Arno genommen. Hier sind wir ausgestiegen und die 'Bahnhofstrasse' entlang spaziert.

Später sind wir per Bus dann wieder zurück zu unserem Fahrzeug gebracht worden und haben die Strecke nach Lucca unter die Räder genommen. Die 15 km sind schnell geschafft und wir haben, zwar nach einigen Irrfahrten (Das Navi lässt grüssen) den Camper-Campingplatz angefahren uns und eingecheckt. Danach ging es zu Fuss in die super schöne Innenstadt von Lucca. Nach vielen, vielen Schritten schliesslich und endlich per Taxi, müde aber erfüllt, wieder zurück zum Camper.

Donnerstag, 29. Oktober 2015  -  zu Hause

Und auch diese Nacht wurden wir wieder 'getauft'. Erst so gegen den Morgen wurde der 'Wasserfall' abgestellt. Und da wir gestern dem Platzwart versprochen haben bis 9 Uhr weg zu sein, geht es heute Morgen etwas schneller zur Sache. Wir fahren durch Lucca, Richtung Autobahn. Zwar auf die richtige Bahn, aber eigentlich auf die falsche Seite. Das heisst, statt direkt über Genua nach Mailand, fahren wir halt über Florenz, Bologna. Und weil das Wetter nicht so wunderschön ist, fahren wir weiter bis zur Grenze. Im Tessin, blauer Himmel, aber die Prognosen für Morgen sind nicht gut und daher fahren wir halt auch noch die letzte Strecke nach Hause.


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