Juni 2020 - Tour de Suisse

Samstag, 20. Juni 2020  -  St. Gallen

Endlich geht es wieder los. Corona hat uns ja den für den Frühling geplanten Trip nach Tunesien 'versaut' aber jetzt starten wir wieder durch. Wir werden die nächsten Wochen aber in der Schweiz bleiben und einige der Sehenswürdigkeiten unseres Landes besuchen. Heute wollten wir zuerst ins Kunstmuseum Winterthur, doch eben, wir wollten. Die Stadtplaner von Winterthur haben kein Verständnis für Reisemobile und so blieb die Suche nach einem Parkplatz für 2-3 Stunden im Zentrum erfolglos. Blaue, für 1 Stunde, ja das gibt es, aber wer kann sich eine Ausstellung schon in einer Stunde ‚reinziehen‘. Nun, dann halt später einmal mit dem PW.

Danach führen wir dann wie vorgesehen nach Mogelsberg. Durchs Toggenburg und dann durchs Neckertal – schöne Landschaft. Hier angekommen haben wir parkiert und sind, nach einer kurzen Verpflegungspause, den Baumwipfelweg gegangen. Ist zwar sehr teuer (15.00) aber hat sich gelohnt, der Bau des Weges ist genial und muss Unsummen verschlungen haben.

Nachher sind wir dann ganz gemütlich durchs St. Gallerland gefahren und schliesslich am Abend hier in St. Gallen auf dem Stellplatz gelandet. Hier werden wir die Nacht verbringen.

 

 

Sonntag, 21. Juni 2020  -  Jakobsbad

Der Bus zum Stadtzentrum fährt praktisch direkt von Standplatz, genial. Und so sind wir heute bereits nach 10 Minuten im Zentrum. Ruhig spazieren wir die Marktgasse hinauf, wir wollen die unter UNESCO-Schutz stehende Klosteranlage besuchen. Die Tickets sind für Kunden der Raiffeisenbank ja gratis und so stehen wir bald in der Ausstellung und bestaunen die Hinterlassenschaften aus der Zeit von 800 n.Chr. und den Original-Klosterplan von 962 n.Chr.

Anita will nach Trogen und so fahren wir dahin. Leider ist es unmöglich im Zentrum irgendwo einen freien Parkplatz zu finden. Also weiter nach Appenzell, aber stopp, durch diese winzige Gasse fahre ich nicht und so fahren wir weiter nach Altstätten.

Hier machen wir einen ausführlichen Spaziergang durch das Marktstädtchen und fahren danach über den Stoss hinauf nach Gais resp. Appenzell. Hier versuchten wir den Campingplatz anzufahren, haben aber unterwegs kehr gemacht, denn die Strasse führte hinauf in die Berge, immer weiter und immer schmaler – so nicht. Wir wenden und stehen jetzt auf dem Campingplatz von Jakobsbad, direkt neben der Kronbergbahn.

 

 

Montag, 22. Juni  -  Wasserauen

Das Wetter macht nicht mit. Schon um etwa 6 Uhr regnet es ein bisschen. Danach bleibt der Himmel bewölkt. Wir verlassen nach dem Frühstück den Campingplatz in Jakobsbad und fahren zurück nach Appenzell. Hier parkieren wir und beginnen unseren Spaziergang durchs Städtchen. Wir sind fast alleine unterwegs und merken auch schnell wieso – Montagmorgen, alle Geschäfte sind geschlossen – schade. Also fahren wir bald nach Wasserauen, die Sonne können wir auch dort abwarten. Und hier ist ja auch die Luftseilbahn zur Ebenalp, die wir heute besuchen wollen.

Um 13 Uhr fahren wir nun mit der Luftseilbahn in 6 Minuten nach oben. Auf der Ebenalp angekommen nehmen wir sofort den Weg hinunter zum 150 Meter tiefer liegenden Wildkirchli unter die Füsse. Der Weg hinunter besteht hauptsächlich aus asphaltierten Treppen und führt dann durch die schlecht beleuchtete Höhle in der auch die kleine Kirche gebaut worden ist. Danach geht es weiter zum Aescher, dem Restaurant an der Felswand.

Nach einer schönen Mittagspause nehmen wir dann Weg hinunter ins Tal unter die Füsse. Der erste Teil, entlang der Felswand, war wunderschön, dann ging es über die Bommeralp und schliesslich durch den Wald, auf einer total versumpften Weg mit vielen vielen, sehr schlüpfrigen Treppenstufen hinunter ins Tal. Wir brauchten total ca. 3 Stunden (auf dem Wegweiser stand allerdings 1 Std 50 Minuten) und sind müde und verschwitzt ‚zu Hause‘ angekommen. Nach einer schönen Dusche geniessen wir nun den Abend.   

 

 

Dienstag, 23. Juni 2020  -  Lottstetten

Schon um 6 Uhr scheint mir die Sonne auf die Nase und weckt mich. Heute Morgen fahren wir nach dem gemütlichen Frühstück durchs Appenzellerland und den Thurgau nach Salenstein am Untersee. Hier besuchen wir das Schloss Arenenberg mit dem Napoleon-Museum. Sie haben gut gelebt, die Bonapartes. Und natürlich dürfen wir hier, wie in den meisten Museen der Schweiz keine Fotos machen. 

Danach fahren wir ein bisschen weiter, nämlich bis Stein am Rhein und hier machen wir endlich einmal einen Bummel durch die Teile von Stein, die wir normalerweise nicht besuchen. Nach einem kleinen, späten Mittagessen fahren wir dann weiter nach Jestetten. Hier müssen wir eine der beiden Gasflaschen gegen eine Volle eintauschen. Und zum Schluss fahren wir nach Lottstetten um ein paar Pakete abzuholen und stehen jetzt auf dem offiziellen, aber sehr schönen Stellplatz hier in Lottstetten.

 

 

Mittwoch, 24. Juni 2020  -  Landquart

Anita hat einen Zahn weniger und kein Zahnweh mehr. Wir sind heute Morgen zu einer Zahnklinik in Waldshut gefahren und hier wurde Anita geholfen. Nach dem Mittag (ohne Essen) sind wir dann hierher nach Landquart gefahren und stehen nun auf dem hiesigen Campingplatz.

 

 

Donnerstag, 25. Juni 2020  -  Davos Glaris

Die Fahrt nach Davos verlief heute Mogen, abgesehen von der grossen Umleitung durch Klosters, problemlos. In Davos haben wir dann parkiert, haben einen Spaziergang durchs Städtchen gemacht und danach das Kirchner-Museum besucht. Ein sehr bekannter, deutscher Künstler, der hier in Davos lebte.

Nach einem kurzen Mittagessen fuhren wir dann nach Glaris und hier nahmen wir die Gondelbahn zum Rinerhorn. Doch welche Enttäuschung, wir wurden nicht aufs Horn gebracht, sondern nur bis zu einer Alp. Ab hier fahren anscheinend nur noch Skilifte bis zum Gipfel. Der Spaziergang auf den breiten Strassen (es fahren ja auch Autos hier hinauf) ist unergiebig, es bleibt nur entweder hinauf zum Gipfel oder runter zur Talstation. Wir haben uns dann für den Abstieg entschlossen. Auf der breiten, meist asphaltierten Strasse nicht gerade ein Vergnügen. Unten angekommen hatte ich Schmerzen und wir haben beschlossen hier auf dem örtlichen Campingplatz, der Rinerlodge, zu bleiben.

 

 

Freitag, 26. Juni 2020  -  Andermatt

Über Tiefencastel, Thusis, Flims, Disentis sind wir heute hierher nach Andermatt gefahren. Bei Alvaneu haben die erste Pause eingelegt und das unter UNESCO-Schutz stehende Landwasserviadukt besucht. Das zwar sehr bekannte Viadukt haben zumindest wir, das erste Mal gesehen.

Die Weiterfahrt führte dann nach Tiefencastel, Thusis nach Ilanz. Hier haben wir den zweiten Stop eingelegt und uns ein kleines Mittagessen genehmigt. Danach sind wir nach Disentis gefahren. Das dortige Kloster ist ja weltberühmt und die Klosterkirche ausnehmend schön gestaltet.

Danach fuhren wir über den Oberalp hierher nach Andermatt. Der Oberalp hat uns überrascht, ein sehr schön zu fahrender Pass und ein riesen Rummel auf der Passhöhe. Nicht zu vergessen, die sehr vielen Wohnmobile auf allen möglichen und unmöglichen Parkflächen.

Hier in Andermatt stehen wir auf dem Stellplatz bei der Gemsstockbahn. Nach dem Parkieren haben wir Andermatt dann zu Fuss besucht und unter vielem anderem auch das Chedi gesehen. Um 19 Uhr haben wir ein Gewitter überstanden und werden nun einen ruhigen Abend verbringen.

 

 

Samstag, 27. Juni 2020  -  Brig

Die Strecke über die Furka hat es in sich. Die teilweise sehr schmale Strasse hat uns etwas Kraft gebraucht. Aber nachdem die Passhöhe erreicht war, und wir eine grössere Pause gemacht haben, wurde die Strasse fast zur Autobahn. Im Belvedère haben wir nicht angehalten, kein freier Parkplatz! Macht nichts, der Rhonegletscher ist ja sowieso nur noch ein Schatten seiner selbst.

Die Weiterfahrt führe uns dann zuerst nach Reckingen wo wir die nächste grössere Pause einlegten und uns das malerische, alte Dorf angesehen haben.

Weiter ging es nach Fiesch, wir wollen aufs Eggishorn. Auf dem riesigen Parkplatz nehmen wir zuerst eine Kleinigkeit ein und dann… ja dann beginnt es zu regnen! Also Abbruch, wir fahren weiter nach Brig und direkt auf den Campingplatz Geschina. Nachdem wir uns einen schönen Stellplatz ausgesucht haben, spazierten wir ins Zentrum von Brig, genauer zum Stockalperpalast. Hier haben wir eine Führung durch den Palast mitgemacht und erfahren was für ein ausgekochtes Schlitzohr dieser Stockalper wirklich war. Das hat uns gut gefallen.

Später haben wir noch ein bisschen die Stadt besucht und sind nun wieder zurück beim Reisemobil, wo wir hoffentlich einen ruhigen Abend verbringen werden (die vielen sehr dunklen Wolken machen misstrauisch)

 

 

Sonntag, 28. Juni 2020  -  Sailon

Wir haben trotz dem Fluss, der direkt hinter unseren Reisemobil rauschte, gut geschlafen und sind nach dem Frühstück zurückgefahren nach Fiesch. Wir möchten noch einmal versuchen aus Eggishorn zu fahren. Und heute Morgen und Vormittag scheint uns das Wetter gut gesinnt zu sein. Bald sind wir mit der Gondelbahn auf der Fiescheralp angekommen und warten auf die Luftseilbahn bis zum Gipfel. Und wir haben Glück, die Sicht auf den grossen Aletschgletscher ist perfekt. Die Gipfel der Berner Alpen sind zwar teilweise in den Wolken aber die Walliser Gipfel sind zumeist frei – superschön.  

Nach 13 Uhr sind wieder zurück und fahren weiter das Rhonetal hinab. Bei Leuk machen wir Pause und sehen uns die Altstadt dieses kleinen Städtchens an. Das Schloss ist leider noch zu und noch nicht zu besichtigen, so bleibt es beim Spaziergang durch die Altstadt.

Danach fahren wir weiter bis hierher nach Sailon und stehen jetzt auf dem Campingplatz zwischen Sailon und Fully.

 

 

Montag, 29. Juni 2020  -  Lausanne

Schade, das Wetter ist bescheiden! Es hat die ganze Nacht geregnet und erst etwa um 8 Uhr aufgehört. Aber der Himmel ist grau in grau. Die für heute geplanten Besuche fallen alle ins Wasser. Wir haben ja den Ausflug ins Tessin ausfallen lassen und sind daher 1 Tag früher hier als geplant. Aber Montag sind die meisten Attraktionen (Salzbergwerk Bex, Abbey St. Maurice usw.) geschlossen. Als Alternative haben wir uns das Schloss Chillon angesehen. Hat uns ausnehmend gut gefallen. 

Danach sind wir dann hierher nach Lausanne gefahren und haben auf dem Stellplatz in Vidy parkiert. Mit Bus und Metro sind wir danach ins Zentrum der Altstadt gefahren und haben uns ein wenig Lausanne ‚reingezogen‘. Seit 8 Uhr sind wir nun wieder ‚zuhause‘ und freuen uns auf einen schönen Abend.

 

 

Dienstag, 30. Juni 2020  -  Orbe

Unser erster Stop heute war in Aubonne. Aber leider ein Schuss in den Ofen – das Schloss, das wir uns ansehen wollten, ist ein Gymnasium und kann nur von aussen angesehen werden – schade.

Danach fuhren wir halt weiter, unser zweites Ziel heute ist das Uhrmachermuseum in le Sentier. Allerdings, es ist jetzt 11 Uhr und es öffnet erst um 13 Uhr. Also fahren wir weiter. Am Ende des Lac de Joux, im Dorf Le Pont parkieren wir und spazieren ein wenig am See.

Wir fahren zurück nach Le Sentier und besuchen das Museum. Die zwar kleine, aber interessante Ausstellung macht was her.

Danach fahren wir weiter, über einen kleinen Pass nach Vallorbe. Hier wollen wir die Quelle der Orb sehen. Sie liegt im Berg verborgen. Die riesige Grotte ist wunderschön anzusehen. Und wir benötigen eine gute Stunde, sie uns anzusehen. Danach sind wir dann weitergefahren bis hierher nach Orbe und  stehen hier auf dem örtlichen Campingplatz.

 

 

Mittwoch, 01. Juli 2020  -  Neuchâtel

Und wieder ein Schuss in den Ofen – wir fahren von Orbe nach St. Croix um das Musikdosen- und Automatenmuseum zu sehen. Doch entgegen der Information auf der Homepage ist nicht offen. Ein Mitarbeiter teilt uns lakonisch mit: nur Samstag- und Sonntagnachmittag – schade. Also fahren wir weiter. Unterwegs ärgert uns wieder einmal unser rollendes Heim. Es leuchtet eine Kontrolllampe und der Bordcomputer teilt uns mit, wir sollen die Bremsen kontrollieren. Doch der Besuch in der Renault-Garage bringt nichts. Alles OK, nur ein bisschen Bremsflüssigkeit nachfüllen. Gemacht getan, die Meldung ist weg. Also fahren wir weiter zu Asphalt-Mine. Die wollen wir besichtigen. Um 12 geht es los. Die Tour ist interessant und wir geniessen die Führung.

Danach fahren wir weiter, Richtung Neuchâtel. Unterwegs wird wieder die Meldung gezeigt. Wir in die nächste Garage – Resultat: Alles ok, nur der Sensor sei ein bisschen lose. Das könne anlässlich des nächsten Services behoben werde. Bis dahin werden wir die Meldung allerdings immer wieder sehen! In Neuchâtel angekommen besuchen wir noch kurz das Latineum (Archäologische Ausstellung). Danach stellen wir uns auf den offiziellen Stellplatz und hoffen trotz Autobahn und Bahnlinie auf einen einigermassen ruhigen Abend.

 

 

Donnerstag, 02. Juli 2020  -  Potentille

Der heutige Morgen ist gut verlaufen. Nach dem Morgenessen und Service des Reisemobils sind wir nach Murten gefahren. Ein liebenswürdiger (tatsächlich) Polizist hat uns zwar vom Grossparkplatz weggewiesen, uns aber den Weg zum Stellplatz beschrieben, der nur 200m von der Altstadt weg liegt. In Murten haben wir uns die Stadt angesehen und sind auf der Stadtmauer spaziert.

Später sind wir dann nach Fribourg gefahren und haben nach einigem Suchen einen Parkplatz gefunden. Mit dem Bus fuhren wir ins Zentrum. Ein ausgiebiger Bummel durch die Altstadt haben wir dann in ein paar Kleiderboutiquen beendet. Am Abend sind wir nun hierher auf den Campingplatz am Lac de Gruyère und Anita hat im See gebadet.

 

 

Freitag, 03. Juli 2020  -  Gruyère

Süss, braun und seeehr wohlschmeckend, wir besichtigen die Schokoladenfabrik ‚Maison Cailler‘ in Broc und naschen von all den Köstlichkeiten, die hier produziert werden. Lediglich auf das Herstellen einer eigenen Tafel Schokolade haben wir verzichtet, da stehen uns zu viele Leute an. In den ca. 90 Minuten haben wir aber Verschiedenes gelernt und gesehen. Allerdings haben wir für heute genug Schoggi verdrückt.

In der Zwischenzeit hat das Wetter aufgeklart (Nachts hats geregnet), wir  sind hierher nach Gruyère gefahren und haben uns auf dem Parkplatz 3 installiert. Hier werden wir auch die Nacht verbringen. Zu Fuss geht es nun den recht steilen Fussweg hinauf zum Dorf und Schloss. Das wir natürlich besichtigen wollen. Doch zuerst eine Hommage an H.R. Giger. Wir besuchen das entsprechende Museum. Es ist schon unglaublich, was der Mann für eine Fantasie hatte. Alien ist dabei noch lange nicht das Extremste, was da gezeigt wird.

Danach besuchen wir das Schloss und machen hier den normalen Rundgang durch die verschiedenen Räume und Stilepochen.

Den Abend verbringen wir, wie gesagt auf dem Parkplatz, nebst etwa 10 weiteren Reisemobilen.

 

 

Samstag, 04. Juli 2020  -  Saanen

Es war leider nichts mit dem Moléson, das Wetter hat uns einen Streich gespielt. Beim Aufstehen heute Morgen war der Himmel wolkenlos und klar. Doch später, beim Lösen der Tickets für die Bahnen auf den Moléson war da kein Blau mehr. Wir haben daher nur den ersten Teil der Bahn gemacht und sind ab der Bergstation der Standseilbahn spazieren gegangen und haben die wirklich schönen Blumenwiesen bewundert. Die Luftseilbahn auf den Gipfel haben wir uns geschenkt. Zurück, sind wir weitergefahren bis hierher nach Saanen und haben uns auf dem hiesigen, kleinen Campingplatz installiert. Wir geniessen einen freien Nachmittag und Abend.

 

 

Sonntag, 05. Juli 2020  -  Interlaken

Das war heute schon fast der perfekte Tag. Stahlblauer Himmel, keine Wolke zu sehen und wir sind unterwegs zum Secx Rouge, dem Gipfel der Les Diablerets auf 3000m. Die Luftseilbahn startet auf dem Col du Pillon und hierher sind wir heute Morgen früh gefahren. Um 8:30 Uhr sind wir bereits auf dem riesigen Parkplatz angekommen und um 9 fährt die erste Bahn. Die Rezeptionistin auf dem Camping in Saanen hat uns gesagt: „spätestens um 10 Uhr müsst ihr oben sein“ und das hat wirklich funktioniert. Einfach genial und unbeschreiblich schön. Perfektes Wetter unglaubliche Sicht auf die Alpen – genial.

Oben haben wir dann eine kleine Wanderung zum ‚Quille du Diable ‘ resp. zum Refuge l’Espace, einer ganz winzigen Beiz mit einer genialen Aussicht ins Wallis, genau gegenüber von Nendaz. Es waren hin und zurück etwa 4 km über den Gletscher. Der Hinweg absolut problemlos, der Rückweg aber schon wesentlich anstrengender, denn der Firn ist getaut und mit jedem Schritt ist man eingesunken.

Danach sind wir weitergefahren und stehen jetzt auf dem nicht ganz günstigen Campingplatz von Interlaken, dafür direkt an der Aare zwischen Thuner-und Brienzersee.

 

 

Montag, 06. Juli 2020  -  Faulensee

Das Wetter scheint mehr oder weniger in Ordnung zu sein, also nichts wie los, Abfahrt nach Grindelwald. Es ist Sommer, die Schweiz baut an Strassen, Brücken und Hängen und natürlich staut es deshalb überall. In Grindelwald angekommen parkieren wir uns Haus auf dem Parkplatz der Pfingsteggbahn und gehen zur Firstbahn. Mit der Gondelbahn fahren wir dann hinauf nach First. Dauerte 25 Minuten und es war ein Wechselbad zwischen dickem Nebel, Wolken und Sonnenschein. Oben angekommen hatten wir für ein paar Minuten eine sehr schöne Sicht auf die Umgebung, mussten aber bald konstatieren: Im Nebel siehst man nichts! Nach einem Kaffee fuhren wir daher wieder runter bis Bold. Von da wollten wir eigentlich per Trottinet den restlichen Weg machen, aber irgendwie war uns das nicht zusätzliche 21.- pro Person wert und so sind wir mit der Gondelbahn zurück ins Tal gefahren.

Danach fuhren wir zurück an den Brienzersee und hinauf zum Ballenberg, dem Schweizer Freilichtmuseum. Den Nachmittag haben wir dort verbracht und die alten Häuser begutachtet. Dass der Ballenberg, wir waren vor etwa 35 Jahren schon einmal dort, in der Zwischenzeit so umfangreich ist wussten wir aber nicht. Und am Abend, rechtschaffen müde, haben wir uns dann das Pferdetaxi geleistet um zum Ausgang zurückzukehren. Übernachtet haben wir dann in Faulensee, bei Rosmarie.

 

 

Mittwoch, 08. Juli 2020  -  Willisau

Wir haben ausgezeichnet geschlafen und heute Morgen haben wir eine Supersicht auf die Alpenkette, vom Berner Oberland bis zum Jura. Nach der Abfahrt haben wir den ersten Stop in Trubschachen bei Kambly gemacht. Die kleine Ausstellung war interessant, aber der Fabrikladen war etwa 20 x grösser!

Die weitere Fahrt brachte uns dann nach Sörenberg. Hier nahmen wir dann die Luftseilbahn, hinauf zum Brienzer-Rothorn. Das Wetter ist ja super und wir besteigen natürlich den Gipfel (auch wenn’s steil bergauf ging und sehr anstrengend war). Die Aussicht hier ist aber jede Anstrengung wert. Mir fehlen fast die Worte.

Später fahren wir dann weiter, hierher nach Willisau und parkieren unser rollendes Heim auf dem offiziellen Stellplatz. Zu Fuss besuchen wir danach Hug/Wernli und kommen natürlich nicht leer zurück. Danach besuchen wir die sehr hübsche Altstadt von Willisau. Nun hoffen wir auf eine ruhige Nacht und keinen Brand, wir stehen direkt neben dem Feuerwehrgebäude.

 

 

Donnerstag, 09. Juli 2020  -  zu Hause

Begonnen hat der Tag eigentlich noch gut, aber dann ist für uns alles aus dem Ruder gelaufen: zuviel Verkehr, zu viele Leute, zuviel Touristen, zu viele Camper, EINFACH VIEL ZUVIEL ! Wir besuchen zwar noch das für heute geplante Schloss Hallwyl, aber auch hier ist der Parkplatz recht voll, es sind einfach zu viele Leute unterwegs. Das Schloss selbst ist als Wasserschloss sicherlich ein Besuch wert, auch wenn es sehr spärlich möbliert ist.

Doch bei der Weiterfahrt war dann Schluss. Eigentlich wollten wir in Zug auf dem Campingplatz übernachten, doch für einen winzigen Platz mit maximal 2 Metern Abstand zum nächsten Fahrzeug sind ca. 50.- einfach zuviel und so ziehen wir die Reissleine und fahren nach Hause.


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