September 2015 - Wallis

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Donnerstag, 21. September 2015 - Brigerbad

Es regnet und die Wetterfrösche versprechen uns ein verregnetes Wochenende. Vor unserer Haustüre steht unser Reisemobil und wir möchten ein paar Tage an die Sonne. Leider haben wir nur Zeit bis Montagabend. Also heisst unser Ziel: Wallis, denn da, so sagen die Prognosen, wird das Wochenende schön und sonnig sein, - also los.
Die Strecke Rapperswil, Sattel Schwyz, Wassen haben wir schnell hinter uns gebracht und fahren nun die alte Gotthardstrasse Richtung Andermatt.

Die Schöllenen wird ihrem Namen gerecht. Das viele Wasser der letzten Tage hat sie anschwellen lassen und so tobt sie über die Felsen hinunter ins Tal.

In Realp verladen wir unser Mobil auf den Autozug und fahren durch den Furka, darüber ist nur lauter Nebel. Die Fahrt durch den Zug ist auch nicht ganz ohne, mit eingeklappten Aussenspiegeln und Schritttempo schaffen wir das aber.
Das Wallis empfängt uns auch nicht gerade mit hellem Sonnenschein, aber das soll ja noch kommen. Und so fahren wir auf direktem Weg, durchs Oberwallis hinunter nach Brig und dort auf den Campingplatz Brigerbad. Ein Campingplatz mit eigenem Thermalbad. Hier werden wir unsere erste Nacht verbringen.

Freitag, 18. September 2015 - Saas Fee

Die Wetterfrösche haben nicht Zuviel versprochen - die Sonne scheint. Zwar zwischen den Wolken hindurch, aber immerhin, es ist sonnig. Wir haben gut geschlafen und gehen nun die paar Meter zum Thermalbad. Dank Aufenthalt auf dem Campingplatz zahlen wir nur etwas mehr als die Hälfte des Eintrittspreises - super. Das Wasser ist wunderbar warm, die Anlage sehr schön und die 3 Stunden verfliegen schnell. Nach einem kurzen Mittagessen fahren wir nun Richtung Saas Fee. Ganz schön steil die Strasse, aber breit und gut zu fahren. In Saas Fee angekommen, so etwa um 15 Uhr, stellen wir unser rollendes Heim auf dem Stellplatz hinter dem riesigen Parkhaus ab. Es scheint nicht ganz günstig zu sein, aber immerhin stehen Toiletten zur Verfügung und die Aussicht in die Berge und hinunter ins Tal sind wunderschön. Gegen Abend machen wir, nach einem kurzen Besuch der Touristinfo, einen ausführlichen Spaziergang durch Saas Fee. Schritt für Schritt wird das Wetter noch besser, die Wolken, die die Berge bisher noch eingehüllt haben, verziehen sich - eindrücklich. 

Samstag, 19. September 2015 - Visp

Obwohl das Thermometer heute früh 'nur' 3°C gezeigt hat, haben wir sehr gut geschlafen. Wunderbar, ein schöner Tag, die Sonne scheint. Die 4-Tausender sind zwar noch etwas in den Wolken, aber jetzt heisst es: schnell frühstücken und danach hinauf auf den Mittelallalin, hinauf auf 3'500m. Natürlich entsprechend gekleidet. Also Bergschuhe, dicke Windjacke und Anitas Wanderstöcke aus dem Kofferraum holen und dann nahmen wir den guten Kilometer bis zur Gondelbahn unter die Füsse. Der Alpin-Express bringt uns auf 35000m, hinauf zum Felskinn. Allerdings nicht ohne unterwegs umsteigen zu müssen. Danach nehmen wir die Metro bis ganz hinauf ins Sommerskigebiet Mittelallalin.

Nach einem kleinen Mittagessen haben wir auf den bereitgestellten Liegestühlen 'gsünnelet' und danach dann den Eispavillon besucht. Den Eintritt dazu hat uns die Dame an der Kasse der Gondelbahn geschenkt. Wahrscheinlich aus Mitleid, weil wir weder Gästekarte noch Halbtaxabo hatten und auch sonst nicht rabattberechtigt sind.

Sonntag, 20. September 2015 - Frutigen

Das Wetter ist wunderbar. Blauer Himmel und Sonnenschein. Der Campingplatz hier in Visp ist sehr modern ausgerüstet und so beschliesst Anita hier noch etwas Farbe auf ihre Haare zu bringen. Und so wird es halt etwas später, bis wir losfahren. Das Ziel steht noch nicht fest, entweder Lötschental oder Leukerbad mit Gemmi, oder doch das Turtmanntal - mal sehen. Wir fahren gegen Westen und bei Steg merke ich, ich war noch nie im Lötschental, also fahren wir dahin. Die Strecke ist ja die gleiche wie für den Bahnverlad: Lötschberg. Nach Goppenstein wird die Strasse dann allerdings etwas schmaler, doch vor mir fährt ein Postauto und wo das durchkommt...
In Wiler parkieren wir bei der Lauchernalpbahn und fahren damit in die Höhe. 

Zurück bei der Talstation der Lauchernalp-Bahn machen wir einen kurzen Spaziergang nach Kippel. Hier ist ja das ganze Dorf ein UNESCO Welterbe. Das ganze Zentrum bilden sehr alte und grösstenteils originale Walliserhäuser. Sieht wirklich gut aus, das Anzusehen kann man empfehlen.

Später fahren wir dann zurück, bis nach Goppenstein. Wir haben beschlossen, nachzusehen, ob das Wetter in der Zwischenzeit auch in der Deutschschweiz gut ist. Dazu müssen wir natürlich dahin und der schnellste Weg führt über den Bahnverlad des Lötschbergs. In Kandersteg angekommen suchen wir den örtlichen Campingplatz auf. Doch: das soll ein Campingplatz sein, nein, das müssen wir nicht haben. also fahren wir weiter, Richtung Spiez. In Frutigen machen wir einen zweiten Versuch, einen Platz zum Übernachten zu finden. Und hier stimmt nun alles. Ein sehr schöner Campingplatz. Ein bisschen im 'Loch hinten' und daher keine Abendsonne mehr, dafür TV-Empfang.

Montag, 21. September 2015 - Bäretswil

Mensch, war das kalt diese Nacht. Wir trauen unseren Augen nicht, unser Hobby steht im Bodenfrost. Zum Aufstehen mussten wir die Heizung anwerfen. Aber der Tag versprach schon am frühen Morgen, er werde sehr schön werden. Nun, bei solchen Wetter müssen wir einfach noch einmal in die Berge. Das Ziel steht schnell fest, wir waren beide noch nie auf der 'Schynigen Platte' bei Interlaken. Und trotz händeverwerfendem Parkplatzwart finden wir einen Super-Parkplatz in Wilderswil, so dass wir niemanden behindern und selbst nicht eingekesselt werden können. Dann das nächste Glück, wir lösen die 'sauteuren' Tickets und müssen nicht warten, der Zug fährt innerhalb 5 Minuten. Die Fahrt dauert fast eine Stunde und bietet ein wunderschönes Panorama. Bald ist die Endstation auf rund 2'000m erreicht und wir begeben uns ins Restaurant. Wir haben Hunger. 

So gegen 17 Uhr sind wir nun wieder in Wilderswil angelangt. Und nun heisst es: nach Hause fahren. Anita hat morgen einen Arzttermin. Aber, muss es immer der Brünig sein, muss es immer der schnellste Weg sein? Nein, wir haben keine Lust zum hetzen und fahren daher kurzentschlossen weiter, Richtung Meiringen, Richtung Sustenpass. 
Die Strasse ist breit, gut ausgezeichnet und in sehr gutem Zustand und so erreichen wir Steingletscher (hier beginnt der eigentliche Pass) in kurzer Zeit. Hier wird dann erst einmal Pause gemacht und Etwas gegessen.

Kurz oberhalb Steingletscher werden wir gestoppt. Hier wird momentan ein Werbefilm gedreht. Es soll irgendwie um ein Auto gehen. Nach kurzer Wartezeit werden wir durchgewunken, aber wir sehen nur viel technisches Equipement und kein Fahrzeug. Aber deswegen sind wir ja sowieso nicht gekommen. Auf der Urner Seite angekommen, der Pass führt ja nach Wassen, geht langsam die Sonne unter. Was für ein schöner Schluss für einen wunderschönen Tag.

Über die Gotthard-Autobahn fahren wir dann nach Hause und sind so gegen 22 Uhr zuhause.


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