Februar 2015 - Australien

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Freitag, 20. Februar 2015  - Abflug
Samstag, 21, Februar 2015  -  Perth

Es scheint, der Flug will einfach nicht zu Ende gehen. Nachdem wir bereits nach Dubai mit dem riesigen Airbus 380 volle 90 Minuten mehr als vorgesehen gebraucht haben (Warteschleife über dem Golf) und daher nicht mehr so wahnsinning viel Zeit zum Umsteigen hatten, will der Flug in der 'etwas' kleineren Boing 777 einfach kein Ende nehmen. Nun, nach etwas mehr als 10 Stunden haben wir das nun geschaft und sind sehr müde aber glücklich in Perth angekommen. Der Zoll wollte nichts von uns, das ging sehr schnell. Danach habe ich im Flughafen einen Bancomaten gesucht und uns die ersten australischen Dollars besorgt. Im Telefon-Geschäft wurde die notwendige SIM für Australien gekauft und dann fuhren wir mit einem Taxi ins Hotel. Und da der Flughafen doch 'ein bisschen' ausserhalb der Stadt liegt, sind wir nach etwa 30 Minuten gut bei unserem Hotel angekommen. 

Sonntag, 22. Februar 2015  -  Perth

Heiss, nicht warm, sondern heiss, so gefühlte 40°. In Wirklichkeit sind es gerade mal 29°. Aber da wir uns das von Bäretswil im Moment noch nicht gewohnt sind ...., heiss. Beim Stadtbummel suchen wir Schatten und ein Lokal zum Frühstück (Es ist allerdings 11:30 Uhr, wir haben lange und gut geschlafen). Erstaunlicherweise sind alle Ladengeschäfte geöffnet und so kommen auch wir nicht darum herum. 

Danach gehen wir an die Schiffs-Anlagestelle am Swan-River. Doch um diese Zeit fährt kein Ausflugsschiff mehr - schade. Nun denn halt zu Fuss in den Kings-Park. Die 2 km sind bald geschafft. Nun gilt es nur noch eine Treppe mit angesagten 232 Tritten zu bewältigen und schon sind wir oben. Die Aussicht ist sehr schön. Der Weg hat sich gelohnt. Danach nehmen wir den Gratis-Stadtbus zurück zum Hotel und nach einer kleinen Atempause, abkühlen und umziehen (es war heiss) suchen wir uns ein Restaurant fürs Abendessen. Doch die meisten Restaurants sind geschlossen oder aber sehr, sehr teuer und so landen wir schliesslich bei McDonald (grrr).

Montag, 23. Februr 2015  -  Perth

Wir haben uch dese Nacht mehr schlecht als recht geschlafen. Die Zeitumstellung scheint noch nicht in unseren Knochen angekommen zu sein. nach einem kleinen Frühstück, so um 11 Uhr zieht es uns in die offene Mall. Nach einer kurzen Ruhepause dann per Bus in den Kings-Park. Denn wir möchten uns den botanischen Garten ansehen. Und der ist dann wirklich sehenswert. Der Rundgang von 2.1 km ist auch zu schaffen und trotz der heutigen 'milden' Temperatur von 41° habe ich das Gefühl, es sei zwar warm, aber nicht drückend heiss. Nun, sei es so. 

Zurück im Hotel machen wir uns frisch und jetzt gehen wir etwas Essen und hoffen auf eine bessere Nacht, denn Morgen müssen wir um 10 beim Vermieter sein um unser rollendes Heim für die nächsten 10 Tage abzuholen.

Dienstag, 24. Februar 2015  -  Fremantle

Wir stehen auf unserem ersten Campingplatz in Fremantle, Eigentlich war vorgesehen, heute noch 150 km nach Süden zu fahren, aber nichts ist - das Fahren strengt doch noch etwas zu sehr an. Nicht wegen der linken Spur, das kennen wir doch aus England und Schottland, aber das Lenkrad auf der falschen Seite. Das ist fatal. Ich werde mich nicht so schnell daran gewöhnen, das steht fest. Glücklicherweise ist unser Wohni ein Automat. Wir haben heute Morgen die Vermietung aufgesucht (per Taxi) und sind so gegen Mittag losgefahren. Und da das Teil natürlich komplett leer was, haben wir zuerst einen Supermarkt aufgesucht und darin einige Zeit verbracht. Und dann die Fahrt im Berufsverkehr durch Perth. Und daher stehen wir nun in Fremantle und eben nicht weiter südlich.        

Dafür konnte Anita das erste Bad im Meer geniessen.

Mittwoch, 25. Februar 2015  -  Busselton

Hier in Busselton steht der längste Pier der südlichen Hemisphäre. Natürlich zu rein touristischen Zwecken, denn hier legt schon seit Aeonen kein Schiff mehr an. Die 2 km hin und dann auch wieder zurück waren uns aber bei 36° einfach ein bisschen zu lang und so haben wir lieber ein Eis gegessen. Der Strand hier ist wunderschön und Anita hat selbstverständlich gebadet. Wir sind heute von Fremantle die 170 km hierher gefahren. Den grösseren Teil über die Autobahn, den Rest über die Küstenstrasse, von der aus die eigentliche Küste dann aber nicht zu sehen war. Am Nachmittag haben wir einen Campingplatz aufgesucht und das erste Mal den in unseren Camper eingebauten Grill angeworfen. In der Zwischenzeit ist der Himmel bedeckt und es hat massiv abgekühlt, sodass wir diese Nacht voraussichtlich besser schlafen werden.

Donnertag, 26. Februar 2015  -  Pemberton

Ich habe heute mein erstes freilebendes Känguru gesehen. Direkt an der Strasse. Auf dem Weg von Augusta nach Pemberton. Und nach Augusta sind wir gefahren um die 'Jewel cave', eine uns empfohlene Höhle zu besichtigen. Abgesehen vom Eintritt ($22.00 pP) wirklich sehenswert und angeblich in Australien einmalig. Sie hat uns gut gefallen; trotz dem ca. 500 Treppenstufen, die anita bewältigen musste. Danach haben wir im Hafen von Augusta eine Siesta eingelegt und sind gegen Abend dann durch endlose Karri-Wälder hierher nach Pemberton gefahren. Hier stehen wir auf einem kleinen Camping, direkt in einem Eukalyptuswald. Es riecht sehr stark und müsste eigentlich gesund sein. Heute hat es zwischendurch immer mal wieder geregnet und die Temperatur ist für uns Eismenschen auf erträgliche 24° gesunken. Wir sollten also auch diese Nacht gut schlafen können.

Freitag, 27. Februar 2015  -  Walpole

Pemberton's Tramway hat es uns angetan. Nach dem Frühstück fahren wir ganz gemütlich die 2 km zum Bahnhof, kaufen Tickets und harren der Dinge die da kommen sollen. Nun, die Bahn fährt im Schritttempo hinein in den Wald. Es handelt sich dabei ja um eine ehemalige Holz-Transportbahn. Die Fahrt wäre an und für sich ganz passabel, leider quatscht der Driver während der Hinfahrt nonstop und in sehr hoher Lautstärke - schade. Die Rückfahrt, ohne Kommentar war dann richtig angenehm.

Danach fahren wir durch einen Nationalpark, der praktisch ganz abgebrannt ist, nach Walpole hinunter an die Küste. Hier am Wasser wäre eigenlich ein wunderschönes plätzchen, aber leider mit Camping-Verbot. Daher stehen wir nun auf dem total überfüllten Campingplatz (1. ist Montag Feiertag, also langes Wochenende und 2. wird hier morgen eine Regatta stattfinden). Gerade noch einen Platz, ohne Wasser und Strom haben wir ergattert, allerdings für den vollen Preis von $46.-

Uebrigens habe ich heute die erste Schlange gesehen, allerdings nur ganz kurz, dann hat's geholpert und sie war Mus. 

Samstag, 28. Februar 2015  -  Albany

40 Meter können verd.. hoch sein. Zumindest auf einem schwankenden Steg mit einem Gitterboden in den Wipfeln von Baumriesen. Doch Anita hat, trotz Höhenangst, durchgehalten, super. Wir haben im Valley of the Giants, kurz nach Walpole, den Tree Top Walk gemacht. Schon phantastisch, dass es solch hohe Bäume (bis zu 70m) überhaup gibt. Und danach haben wir uns die alten Riesen angesehen, die meist weit über 400 Jahre alt sind. 

Gegen Mittag sind wir dann über einen 'Scenic Drive' hierher nach Albany gefahren. Es war eine sehr schöne Strecke und da ich das komische Gefühl vom auf den falschen Seite sitzen und fahren langsam überwunden habe, genoss auch ich die Fahrt sehr. Hier in Albany haben wir auf einem Campingplatz einen Notplatz erhalten (es ist alles ausgebucht wegen dem langen Weekend). Der Platz liegt direkt am Meer und hat einen eigenen Strand. Leider hat sich die Temperatur in die gegend von 19° begeben und daher und auch weil es stark windet, hat Anita auf ein Bad verzichten müssen.

Sonntag, 01. März 2015  -  Lake Grace

Genial, die Aussicht vom Granit Skywalk. Allerdings war der Weg hier herauf nicht ganz einfach. Zuerst 2.2 km bergauf durch den Wald (teilweise verd.. steil) und dann oben zuerst klettern, dann eine Leiter hochsteigen und endlich die Aussicht von der nach unten offenen Gitterplatform geniessen.

Wir sind heute morgen vom Campingplatz in Albany hierher in den Pongourup National Park gefahren um diesen Berg zu begehen. Leider ist das Wetter immer schlechter geworden, je weiter wir ins Land hineinfuhren - schade. Bei Sonnenschein wäre die Aussicht noch besser gewesen. Eigentlich wollten wir noch den Wave Rock sehen, aber der Skywalk hat uns doch 3 Stunden gekostet und so sind wir heute nur noch einen Teil der Strecke gefahren und stehen jetzt auf dem Caravan Park in Lake Grace. Die restlichen 100 km werden wir morgen früh unter die Räder nehmen. 

Nachtessen, zur Feier unseres 47. Hochzeitstages gab es im Wohnmobil, da in der Riesenstadt (300 Einwohner) kein adequates Restaurant zu finden ist.
 

Montag, 02. März 2015  -  Northam

Heute ist 'Labor Day' in West-Australien. Also Feiertag und alles geschlossen. Nun, das kommt unserem heutigen Ziel entgegen. Die Aussis sind alle an der Küste und tatsächlich sind die Strassen im Land drinnen zumeist leer. Und so hat sich Anita ans Steuer gesetzt und unser Wohnmobil sicher bis auf den Parkplatz beim Wave Rock gefahren. Diese Felsformation mussten wir einfach gesehen haben. Nach einer ausgiebigen Besichtigungs- und Klettertour haben wir dann den Weg nach Norden, immer Richtung 'Pinnacles' unter die Räder genommen. In York, einem malerischen Städtchen im englischen Tudor-Stil konnten wir trotz Feiertag Brot und Milch kaufen, so dass auch das Frühstück wieder gesichert ist. Auf der Weiterfahrt hatten wir so etwa bei Northam genug und stehen auf dem hiesigen Camper Park. 

P.S: Gestern hatte ich absolut keinen Empfang am Mobile und daher natürlich auch keinen Internetzugang. Auch heute war nichts mit Mobile. Erst jetzt am Abend in einer etwas grösseren Ortschaft und in der Nähe von Perth funktioniert es wieder.

Dienstag 03. März 2015  -  Yanchep

Phänomenal, wie die Natur so etwas zu Stande bringt. Nicht so ganz einfach zu erklären. Die Pinnacles inmitten einer kleinen Sandwüste. Selbtverständlich in einem Nationalpark. Heute Morgen sind wir von Northam die ca. 200 km hierher gefahren um dieses Naturwunder zu sehen. Und der riesige weisse Berg, mitten im Busch ist nicht etwa schneebedeckt, sondern einfach eine komplett weisse Riesen-Sanddüne im Nowhere, Nicht am Strand, wo sie zu erwarten wäre. Wir dürfen mit unserem Wohnmobil ja keine nicht asphaltieren Strassen Fahren und daher auch nicht in der Pinnacle Desert. Daher zu Fuss die etwa 2 km gut ausgeschiderter Rundweg in brütender Hitze (es ist gerade 13 Uhr und 32° warm). Und später dann die etwa 150 km in Richtung Perth. Bis hierher in Yanchep, hier sollte die Beach zum Baden laden und es ist nicht mehr weit bis Perth, wo wir ja Uebermorgen unser Heim abgeben müssen.

Mittwoch, 04. März 2015  -  Yanchep

Strand sauber, menschenleer und azurblau das Meer. So stellt man sich ja eigentlich Badeferien vor, doch auch wenn es nur für einen Tag ist. Es ist schön. Wir sind hier geblieben und haben am Vormittag grosse Wäsche gemacht. Hier hat ja jeder Campingplatz Waschmaschinen und Tumbler. Danach hat uns der Strand gerufen und schlussendlich der platzeigene Pool. So ist der Tag vergangen und nun gehts es an Reinigen des Autos, denn morgen müssen wir das Teil ja in Perth wieder abgeben. 

Donnerstag, 05. März 2015  -  Perth

Die Ibisse und die Papageien haben uns heute morgen geweckt. Ein bisschen früh zwar, aber was solls. Die Sonne scheint bereits und es war herrlich ruhig die ganze Nacht. Also aufstehen, frühstücken, nochmals eine Maschine Wäsche machen und Koffer und Taschen packen. Gegen 11 Uhr ist auch das letzte Wäschestück trocken und wir packen zusammen und fahren zurück nach Perth, wo wir das Fahrzeug zurückgeben. Danach mit dem Taxi mitten hinein in die City, diesmal ins Hotel Holliday Inn. Natürlich steht ein Bummel durch die Läden an. Ich benötige neue Schuhe. Ein Paar ist in der Wüste der Pinnacles zu Bruch gegangen, die 'Latschen' waren der Hitze des Sandes gestern nicht gewachsen und haben sich mehr oder weniger aufgelöst.

Freitag, 06. März 2015  -  Alice Springs

Die Temperatur ist erträglich hier in Alice Springs. Mit einer 717 sind wir heute Nachmittag von Perth hierher geflogen. In Perth viel zu früh am Flughafen gewesen und ganz schnell eingecheckt. Hier dann mit einem Taxi von Flughafen zum 12 km entfernten Alice fahren, im Hotel einchecken und im Pool abkühlen waren unsere ersten Handlungen im roten Zentrum. Nun sind wir am Bereitstellen der Rucksäcke für die 3 tägige Tour, die Morgen früh um 06 Uhr beginnt. Die Koffer müssen noch heute Abend bis um 8 Uhr in die Reception gebracht werden. Und daher gibt es für die nächsten 3 Tage Mitteilungen

Samstag, 07. März 2015  -  Outback

Er war schon ein bisschen heftig, der heutige Tag. Zuerst um 04:45 aufstehen, dann 450 km fahren (natürlich mit dem Bus). Danach eine kleine Verpflegung und danach eine 3 stündige Wanderung in den Kata Tjuta Bergen. Das ging recht heftig rauf und runter. Und gegen Abend wurden wir dann zum Uluru gekarrt. Und hier gabs zum Sonnenuntergang am Fels Apero und Sekt. Danach zurück zum Camp und nach dem erstaunlich guten Abendessen haben wir unser Zelt bezogen und bald geschlafen.

Sonntag, 08. März 2015  -  Outback (Uluru)

Und wieder hiess es früh aufstehen, und disesmal sogar noch etwas früher. Abfahrt zur Wanderung rund um den Uluru (Ayers Rock) war um 05:45. Weil nur am frühen Morgen die Temperatur einigermassen erträglich ist. Anita und Ich haben dann nicht die ganzen 12 km geschafft und nach gut der Hälfte aufgegeben und sind mit dem Bus zum Treffpunkt mit dem Aborigines-Guide gefahren. Mit diesem sind wir dann einen kurzen Weg, diesesmal direkt am und teilweise im Berg gegangen und wurden in der Geschichte der Vorfahren und der noch heute bestehenden Unterdrückung dieses Volkes unterrichtet - sehr, sehr interessant und auch beschämend. Zurück im Camp gabs Mittagessen und danach stand eine weitere Busfahrt in den Watarrka Nationalpark, genauer ins Camp beim Kings Canyon auf dem Programm. Nach dem 350 km waren wir froh, nur noch das Nachessen zu geniessen und in unserem Zelt schlafen gehen zu können.

Montag, 09. März 2015  -  Kings Canyon

Heute durften wir etwas länger schlafen. Der Bus fuhr erst um 06:00 ab. Allerdings haben wir und eine weitere Frau uns um die 4 stündige Wanderung hinauf auf die Krete des Canyons gedrückt und nur eine etwas kleinere Wanderung im Canyon gemacht. Erstaunlicherweise waren wir dann später die einzigen, die nicht komplett groggy waren - warum nur? Nach dem letzten Mittagessen im Camp wurden wir danach die 400 km zurück nach Alice Springs gebracht und haben hier im Resort umgehend den Pool benutzt. 

Dienstag, 10. März 2015  -  Adelaide

Es ist kühl hier in Adelaide, 'nur' 24 Grad. Da sind wir uns doch etwas anderes gewohnt. Heute Morgen kurz bevor wir den Pool und dann das Hotel verlassen haben hat das Thermometer etwas von 32 Grad erzählt. Dann hiess es am Flughafen, wie üblich, zu warten und nach einem ruhigen Flug sind wir so gegen 16 Uhr in Adelaide angekommen. Das Hotel ist Klasse und die Taxifahrt auch nicht teurer als anderswo. Nur, als ich von Hotelfenster aus eine alte kleine Kirche fotografieren wollte - Schei.... wo ist meine Kamera? Sie kann nur im Taxi geblieben sein. Wir haben einfach zu viel Gepäck. Das Hotel hat sich erfreulicherweise eingesetzt und nach einer Odysse zwischen Reception und naheliegender Polizeistation ist sie seit 21 Uhr wieder in unserem Besitz. Danke an die Reception. Dazwischen sind wir in der Innenstadt spazieren gegangen und haben etwas 'Kleines' zu Abend gegessen. Nun Morgen werden wir wieder ein Fahrzeug in Empfang nehmen.

Mittwoch, 11. März 2015  -  Lake Albert

So - wir sind wieder unterwegs. Erstaulicherweise hat uns auch die Mietagentur in Adelaide wieder einen Miau (einen Maui-Camper) gegeben, obwohl wir ja nur Britz gebucht haben. Aber einem geschenkten Gaul ..... Die Dame war sehr freundlich und schon nach 15 Minuten waren wir auf der Strasse. Einkaufen im Shoppingcenter war wie immer aufwendig. So Sachen wie Salz, Salatsauce, Tee, Kaffee usw. müssen ja jedesml wieder neu gekauft werden. Unser Weg führte uns zuerst auf den Mount Lofty von wo wir eine wunderschöne Aussicht über die Stadt Adelaide hatten. Dann haben wir den Wildpark besucht, damit Anita endlich einmal ihre Koalas sehen konnte. Am Abend haben wir nun unseren ersten Campingplatz am Lake Albert angefahren.

Donnerstag, 12. März 2015  -  Mount Gambier

Fahrtag. Heute ist nicht viel los. Wir sollten gemäss unserem Reiseplan heute Mount Gambier erreichen und müssen etwa 250 km zurücklegen. Weil weder ich noch Anita Lust haben, durchzufahren, und weil die Küstenstrasse schöner ist als die Autobahn, dauert das natürlich ein wenig länger als erforderlich. Unterwegs machen wir ein paar Mal halt und geniessen die schöne Landschaft, die Küste, das Meer und den Kaffee. Auf dem Campingplatz in Mount Gambier angekommen, er liegt zwischen 2 Kraterseen (Maar), machen wir noch den Rundgang um den grösseren der Seen und sind nun, nach 6 km an Kochen fürs Nachtessen.

Freitag, 13. März 2015  -  Warrnambool

19 Uhr, es wird langsam kühl und ich verziehe mich ins Fahrzeug um meinen heutigen Bericht zu schreiben. Seit 15 Uhr sitze ich hier auf dem Camping in Warrnambool an der Sonne und lasse es mir gut gehen. Heute sind wir nur die relativ kurze Strecke von Mount Gambier hierher gefahren. Natürlich haben wir unterwegs angesehen, was es zu sehen gab. So etwa in Portland das Weltkrieg-Denkmal an der Küste, die an der Stelle riesige Wellen aufwies. Danach haben wir uns in Port Fairy den Yachthafen und den alten Hafen angesehen, sind spazieren gegangen und zuletzt eben hierher gefahren. Der Campingplatz liegt direkt am Wasser und natürlich haben wir auch hier einen Strandspaziergang gemacht.

Samstag, 14. März 2015  -  Apollo Bay

Es regnet, ausgerechnet jetzt wo wir doch eigentlich an den Strand spazieren wollten. Nun denn, was solls, es ist ja das erste Mal seit 3 Wochen. Wir stehen auf einem Platz ohne Strom (alles ausgebucht) hier in Apollo Bay. Hierher sind wir heute über die Great Ocean Road gefahren. Zwar nur etwa 120 km, aber wir haben den ganzen Tag dazu gebraucht. Unterwegs mussten wir immer wieder anhalten um die spektakuläre Küste zu bewundern. Erstaunlicherweise waren wir praktisch alleine mit 2-3 weiteren Besuchern der Lookouts. Das hat sich dann aber ein bisschen geändert bei den 12 Aposteln. Ausser uns waren da noch etwa weitere 2-3000 Japaner. In Bussen hergekarrt und wieder zurück nach Melbourne. Und da diese Nation ja bekannterweise nicht gerade die höflichste ist, haben wir uns dann sehr rasch von den Aposteln verabschiedet. 

Sonntag, 15. März 2015 - Mornington (Melbourne)

Das war nicht unser bester Tag heute. Eigenlich wollten wir den Campingplatz in Melbourne benutzen, doch - der erste angefahrene Platz existiert nicht mehr und der zweite (18 km vom ersten enfernt) war komplett belegt. Nach 5-6 Telefonanrufen haben wir dann einen Platz gefunden, der uns einen Stellplatz zugesichert hat. Das Navi meinte dann lakonisch: 78 km. Nun gut, nach gefühlten 100 Lichtsignalen und einer Fahrt quer durch die Innenstadt von Melbourne  haben wir schliesslich den Platz gefunden. Glücklicherweise in der 'richtigen' Richtung, so dass wir nicht zurückfahren müssen. Der Weg von Apollo Bay bis Melbourne, den wir heute morgen gefhren sind, ist ja noch die Great Ocean Road. Wunderschöne Aussicht aufs Meer und viele, sehr viele Kurven und recht starker Verkehr. Reisezeit für 150 km = mehr als 3 Stunden. Und hier auf dem Campingplatz haben wir wieder einmal grosse Wäsche gemacht und sehen jetzt einem geruhsamen Abend entgegen.

Montag, 16. März 2015 - Mornington (Melbourne)

Melbourne aus fast 300 Metern Höhe ist eine beeindruckende Stadt. Da steht doch einfach dieses Hochhaus und natürlich sind wir ganz nach oben gefahren. Genauer in den 88. Stock. Die Aussicht ist phänomenal. Heute Morgen um 9 Uhr sind wir mit dem Bus vom Campingplatz nach Frankeston gefahren und haben dort den Zug nach Melbourne bestiegen. Nach etwa 1 Stunde sind wir angekommen. Erwähnenwert ist eigentlich nur, für eine Tageskarte des Netztes (Bahn,Tram,Bus) musste ich doch glatt AU$ 14.- bezahlen. Nähme mich wunder, wie weit ich zu Hause damit kommen würde. In der Innenstadt dann der nächste Schock. Trams und Busse sind ganz gratis. Mit einem der uralten Trams haben wir dann eine Stadtrundfahrt gemacht und uns erst einmal ein wenig orientiert. Und dann haben wir eben den Wolkenkratzer gesehen und... siehe oben. Logisch, dass wir auch der Einkaufsmeile unseren Besuch abstatteten. Gegen 19 Uhr sind wir dann wieder mit Zug und Bus zurückgefahren. 

Dienstag, 17. März 2015  -  Inverloch

Ein guter Tag - wir haben heute die ersten frei lebenden Koalas gesehen. Zwar im Bereich einer Forschungsstation, aber nicht irgendwie eingesperrt, sondern wirklich frei lebend.

Und da sie höchstwahrscheinlich zusätzlich gefüttert werden, 'rennen' sie auch nicht weg. Heute morgen sind wir vom Camping in Morningdale hierher auf die Phillip Insel gefahren. Hier wollen wir eine Fahrt mit einem Boot machen um die Seebären zu sehen, die hier leben sollen. Was heisst sollen - die Felseninseln sind geradezu übersäht mit Seebären und Seehunden. 25'000 sollen es sein, sagte man uns. Dazu sehr viele Jungtiere, die andauern plärrten und nach Mama riefen.

Da wir erst um 17 Uhr zurück gekommen sind, ist die Weiterfahrt etwas kürzer geworden als geplant und so stehen wir jetzt auf einem Campingplatz in Inverloch.

Mittwoch, 18. März 2015  -  Cann River

Auch in Lakes Entrance ist die Saison gelaufen. Der Strand menschenleer und nur noch Vögel überall. Hierher sind wir heute morgen gefahren. Es ist überhaupt ein Fahrtag heute, wir sind durch den Aufenthalt auf Phillip Island etwas ins Hintertreffen geraten und sollten den 'verlorenen' Tag wieder gutmachen. Nach einem ausgedehnten Aufenthalt in Lakes sind wir dann am Nachmittag bis hierher nach Cann River gefahren und haben auf einem kleinen Campingplatz einen Stellplatz gefunden.

Donnerstag, 19. März 2015  -  Canberra

Schon ein wenig beeindruckend, das Parlamentsgebäude auf dem Capitol Hill hier in Canberra. Aber schon die alten, weissen Parlamentsgebäude sind schön anzusehen. doch eben, da ist ein Schandfleck. Nebenan, auf der grossen Wiese campieren Aborigines aus verschiedenen Stämmen und weisen auf vielen Plakaten darauf hin, dass auch sie Menschen seien und erst noch vor den Weissen hier waren, aber bis heute in ihrem eigenen Land nichts zu sagen haben. Heute Vormittag sind wir hierher gefahren um uns das anzusehen. Dabei sind wir über die 'Berge' gefahren. Höchster Punkt der Strasse: 1110 m.ü.M. und in Cooma viele, viele Wintersportgeschäfte, wirklich, mit Tafeln Ski Hire 24 Hours. Einen Skilift oder eine Bergbahn haben wir aber nicht gesehen.

Im Moment stehen wir auf dem Caravan Park in Queanbeyan, bei Canberra, Faulenzen, grillen und geniessen den Abend.
 

Freitag, 20. März 2015  -  Kiama

Sie waren wirklich 'misty' die Misty Mountains. Ganz oben auf der Passstrasse  könnte man eher von 'foggy' sprechen. Zeitweise war die Sicht keine 10 Meter, was aber entgegenkommende Trucks nicht daran hinderte mit 80-90 kmh durchzubrettern. Diese 'Berge' liegen zwischen Canberra und der Küste und gleichen eigentlich mehr dem Regenwald. Es war aber eine eindrückliche Fahrt bis Batemans. Abgefahren sind wir bei strahlendem Sonnenschein, kurzen Hosen und ca. 28°, angekommen bei Nieselregen und 19°. Und das soll die Sonnenschein-Küste sein. Nach dem montieren der langen Hosen hat Anita ein bisschen die Möwen gefüttert, wir etwas Pause gemacht und gegessen und sind später ein Stück die Küste hinauf, Richtung Sydney gefahren. Nun stehen wir hier auf dem Campingplatz von Kiama, der einen eigenen Strand hat. Nachdem aber das Meer, bei dem Wetter nicht so 'anmächelig' ist, haben wir den Pool und den Jaccuzi besucht und machen nun unser Nachtessen.

Samstag, 21. März 2015  -  Katoomba

Rindsfilet vom Grill (unser Camper hat einen eingebauten Grill) und Kartoffelstäbchen aus der Pfanne, haben wir soeben zu Abend gegessen - hat ausgezeichnet geschmeckt. Wir stehen auf dem Campingplatz vom Katoomba, mitten in den Blue Mountains. Hierhin sind wir heute morgen gefahren, nachdem es so ausgesehen hat, wie wenn die Küste bewölkt und die Berge hell wären. War dann leider noch ganz so. Je weiter in die Berge, desto grauer der Himmel und zum Dessert Nieselregen (pünktlich zum Herbstbeginn). Trotzdem haben wir die wichtigsten Aussichtspunkte besucht und einen ersten Einblick in den Nationalpark erhalten. Nach Auskunft des Platzwartes soll das Wetter morgen besser sein, 'es werde regnen'. Mal sehen, wenn möglich machen wir eine Wanderung in der Botanik.

Sonntag, 22. März 2015  -  Katoomba

Nein, Petrus meinte es nicht gut mit uns. Es regnet die ganze Nacht und es dauert an. Wir versuchen es trotzdem mit einer Wanderung, aber es ist aussichtslos, das Wetter bessert nicht. Und mir macht es keinen Spass, im Regen herumzulaufen. Einen der vielen Lookouts besuchen wir noch, doch wir stehen am Rande der Erdscheibe. Hier geht es nicht mehr weiter, hier endet die Welt. Also machen wir uns auf, die Stadt resp. deren Zentrum zu inspizieren. In einem kleinen cafe lassen wir uns Sandwiches machen und verzehren sie im Auto (mehr Ruhe). Danach fahren wir zurück zum Camping und verbringen den Rest des Tages mit Lesen, Koffer packen und faulenzen.

Montag, 23. März 2015 - Sydney

Neeiin, Petrus ist sowas von gemein. Die Sonne scheint vom strahlend blauen Himmel. Und wir müssen statt in den Blue Mountains zu wandern, unser Auto putzen, packen und es am Nachmittag in Sydney abgeben - Sch..... Was solls, wir lassen es uns aber nicht nehmen, noch einmal zu verschiedenen Lookouts zu fahren und die Berge zu sehen. 

Das Abgeben in Sydney verläuft rasch und unkompliziert und per Taxi werden wir ins Hotel Cambridge im Zentrum gebracht. 
Zu Fuss zum Bahnhof, mit der Bahn nach Mascot, zu Fuss zu Britz, Kamera entgegennehmen, zurück zum Bahnhof und mit der Bahn wieder zurück. Das war meine Aufgabe, während Anita sich im Hotel die Haare machte. Danach sind wir in die City spaziert und haben schnell den Fernsehturm gesehen. Sehen und rauffahren sind eins. Und die Aussicht über Sydney aus 250m Höhe ist umwerfend. In einem kleinen Restaurant gabs Nachtessen und jetzt sind wir rechtschaffen müde.
 

Dienstag, 24. März 2015 - Sydney

Heute wurde uns Sydney gezeigt. Wir haben hier eine vorgebuchte Stadtrundfahrt der Extraklasse erlebt. Gebucht haben wir deutsch, erhalten Schwizertütsch. Zusammen mit 3 weiteren Ehepaaren wurden wir um halb Neun im Hotel abgeholt und mit einem kleinen Bus durch Cyril, unseren Führer durch die Stadt gefahren. An vielen Orten wurde angehalten, sowohl für Photostops als auch für einen Spaziergang. Um 12:30 uhr wurden wir dann in den Hafen gefahren und hier ging die Rundfahrt per Boot weiter. Nach einem ausgezeichneten Mittagessen auf dem Boot haben wir Sydney und Umgebung von der anderen Seite her gesehen. Das Gewitter das zum Ende der Fahrt eingesetzt hat haben wir dank der wunderschönen Fahrt fast übersehen. Schon ein etwas spezielles Gefühl auf so einer Yacht mit Bootsführer und Stewardess (für 8 Personen) 4 Stunden herumgefahren und mit Essen, Kaffe und Kuchen verwöhnt zu werden.

Mittwoch, 25. März 2015 - Sydney

Lang war er, der Heimweg heute. Nicht weil da kein Bus gewesen wäre, oder kein Taxi, sondern weil die Strassen so verstopft waren, dass wir zu Fuss schneller waren als alle Fahrzeuge. Heute Morgen sind wir ins Stadtzentrum spaziert und haben uns etwas in der Millionenstadt umgesehen. Später dann sind wir mit dem Bus zu den Fähren gefahren. Nach einen guten Mittagessen an der Front haben wir dann Tickets für die Fähre und den Zoo gekauft (53$). An der Anlegestelle im Hafen stand übrigens noch die Queen Mary II. Von der Fähre aus hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Stadt. Der Zoo ist nett, hat nicht allzu viele Tiere ist aber so angelegt, dass andauernd auf- und abwärts gegangen werden musste. Und gegen Abend dann, nach der Rückfahrt mit der Fähre haben wir uns noch die Oper etwas genauer angesehen. Und zum Schluss, da sind wir dann eben den ganzen Weg von den Fähren bis ins Hotel zu Fuss gegangen. Mein Schrittzähler zeigte 20'100 Schritte. Ich denke das genügt für heute.

Donnerstag, 26. März 2015 - Cairns

So ein Pool in der Hotelanlage entschädigt einem fürs sehr früh aufstehen, warten auf den Flieger, 3 Stunden Flug und Schleppen von Gepäck. Umso mehr, als er praktisch für uns alleine da steht und eine Wassertemperatur aufweist, der auch ich (Warmduscher) nicht widerstehen kann. Um 12 Uhr heute morgen sind wir im Hotel Bay Village hier in Cairns angekommen und schon nur von den paar Schritten vom Flughafen zum Taxi und vom Taxi in die Hotelhalle völlig verschwitzt (32° im Schatten, Luftfeuchte 78°). Daher, siehe oben.. Am Nachmittag haben wir einen Spaziergang ins Zentrum gemacht und festgestellt, dass Cairns einem Badeort an der Adria in Nichts nachsteht. Souveniers, Bierlokal, Souveniers usw. Allerdings darf am Strand nicht gebadet werden, oder nur auf eigenes Risiko, da es hier anscheinend viele Krokodile gibt. 

Freitag, 27. März 2015 - Cairns

Immer wieder extrem schön. So wirkt der Regenwald auf mich. Egal wo und wann ich mich darin aufhalte. Heute haben wir eine bereits ab zuhause gebuchte Regenwald-Tour gemacht. Dabei haben wir zwar übersehen, dass es sich um Schwierigkeitsgrad 'Bubieinfach' handelt. Aber eben, schön wars doch. Zuerst wurden wir in eine Tierstation gefahren und haben hier das erste Mal Salzwasserkrokodile gesehen, dann wurde uns eine riesige Würgefeige gezeigt, die den Wirtsbaum bereits umgebracht hat, dann gings zu einem Wasserfall zum Baden und eben in en Regenwald mit einem Tree-Top-Walk. Zum Dessert noch einmal einen Wasserfall und dann zurück im Hotel. Total verschwitzt und gerade richtig für den Hotelpool.

Nachtessen gabs heute im Hofbräu-Haus an der Front. Die Kneipe heisst tatsächlich so und wir haben wirklich deutsch bestellt und sind deutsch bedient worden.

Samstag, 28. März 2015 - Cairns

Viel marschiert sind wir heute nicht. Um 06:50 wurden wir heute morgen mit dem Bus abgeholt und nach Port Douglas gefahren. Dort hiess es einchecken auf die Silversonic, ein Tauchboot. 1.5 Stunden dauerte die Fahrt mit dem schnellen Schiff zur Aussenkante des Great Barrier Reef. Genau gesagt zum 'Agincourt ribbon reef'. Dort ankerte das Schiff etwa 1 Stunde während wir schnorchelten. Danach wurde verschoben zur Turtle Bay und es gab Mittagessen. Danach 1 Stunde schnorcheln. Und wieder wurde verschoben, dazu benötigte das Boot jedesmal etwa 15 Minuten. Und wir, na was wohl, wir schnorchelten. Zurück wurde wieder etwa 1.5 Stunden benötigt, ein Bus wartete und brachte uns zurück zum Hotel in Cairns. Wie gesagt, viel gegangen sind wir heute nicht - aber es war einfach supergeil.

Sonntag, 29. März 2015 - Cairns

Fledermäuse, hunderte von Fledermäusen schwirren plötzlich in der Luft über einem Park. Sehr grosse Fledermäuse, sogenannte 'flying Foxes'. Ich versuche zu fotografieren, aber es ist bereits dunkel und die langen Belichtungszeiten verunmöglichen scharfe Fotos - schade. Heute haben wir nichts gemacht, einfach nur ein fauler Tag. Natürlich der Hotelpool und dann am Nachmittag einen längeren Spaziergang in die Innenstadt um ein paar Souveniers zu kaufen. Morgen werden wir ja wieder einen Camper haben.

Montag, 30. März 2015 - Ellis Beach

On the road again ... Wir sind wieder unterwegs. Erstaunlicherweise haben wir wieder einen Maui-Camper erhalten und dieses Mal wieder einen Sprinter - super. Nach dem 'fassen' des Campers haben wir eine Bootsfahrt gemacht um endlich Krokodile zu sehen, nicht im Zoo und nicht auf Beton, sondern in freier Wildbahn. Sehr eindrücklich, die 'kleinen' Kerle mit Längen bis zu 5 Metern. Und teilweise schwierig sie überhaupt zu sehen.

Gegen Abend haben wir unser Mobil auf dem Caravan-Platz in Ellis Beach gestellt. Der Platz, direkt am Meer beeindruckt. Der Platz verfügt über eine abgesicherte Badestelle (Netz), aber es windet stark und die Wellen sind zu hoch um zu schwimmen. Daher haben wir uns im Pool vergnügt.

Dienstag, 31. März 2015 - Mission Beach

Nein, auch wenns so aussieht, es sind keine Osterhasen, es sind wirklich Kängurus, hunderte davon sitzen vergnügt auf einer Wiese und frühstücken. Kurz nach der Abfahrt in Ellis sind wir an dieser Wiese vorbeigekommen und haben logischerweise angehalten.

Unteregs haben wir ein Museum für Zuckerrohr gesehen und kurzerhand angehalten und das Museum besucht. Hier wurde uns erklärt wie man aus der Pflanze Zucker bekommt. Zuerst früher mit Handarbeit und heute maschinell. Bei der Weiterfahrt haben wir uns kurzerhand entschieden den Paronella-Park zu besuchen. Weil, direkt neben und um einen Wasserfall. Doch die spinnen die Aussis. Die wollen Au$ 42 pro Person um einen simplen Park mit ein paar Ruinen anzusehen. Grosszügigerweise wäre dann eine Nacht auf dem parkeigenen Caravan Platz gratis gewesen. Nun, das haben wir uns geschenkt und sind den normalen Weg zum Fall hinunterspaziert und haben so auch fast den ganzen Park gesehen. Kroks haben wir trotz Warnschild keine gesehen. Nun stehen wir auf dem Caravanplatz in Mission Beach, direkt am Wasser und haben auch schon ein Bad im Meer genossen.  Logisch, man darf nur innerhalb des Netztes baden, aber das tut der Sache keinen Abbruch und das Wasser hat trotzdem 30°. 

Mittwoch, 01. April 2015  -  Townsville

Ein Versuch wars wert - das Ergebnis allerdings ernüchternd. Wir wollten den Wallaman Wasserfall sehen, den höchsten Australiens, fast 300m freier Fall. In der Info von Ingham meinte man: grosse Camper werden Probleme haben. Seis drum, wir versuchen es trotzdem. Zuerst 20km über total versch.. Strassen (da weiden Kühe, auch auf der Strasse), dann 15km den Berg hinauf (kreuzen mit Problemen möglich) und dann auf einen Lookout mit super Aussicht. Hier treffen wir auf einen Holländer, der uns klar macht: die restlichen 15km sind sehr, sehr schmal (kreuzen nicht möglich) und teilweise nicht asphaltiert. Na ja, wie gesagt ein Versuch wars wert. Wir haben gewendet und sind zurückgefahren. Und dann haben wir den Weg hierher nach Townville unter die Räder genommen und stehen nun auf einem der vielen Caravanplätze hier an der Küste. 

Donnerstag, 02. April 2015  -  Townsville

Das war ein Krächzen, pfeiffen, schreien heute morgen früh. Wir wurden durch Vögel resp. Papageien geweckt. Ein paar Meter hinter unserem Caravan steht ein kleiner Brunnen, das sieht dann so aus:

Wir sind dann in die Stadt gefahren und ein bisschen der Promenade entlang geschlendert. In einer kleinen Bar haben wir unseren Durst (es hat 32°) gestillt.

Und danach haben wir unser heutiges Trainingsprogramm absolviert. Wir haben die Aussicht vom Castel Hill genossen. Der Abstieg über 1320 Stufen war dann auch nicht ganz ohne.

Zurück beim Fahrzeug sind wir an den Badestrand gefahren und haben ein Bad im Meer, natürlich innerhalb des Stingernets, genossen, das Salz anschliessend im Pool des Campings abgewaschen und faulenzen jetzt.

Freitag, 03. April 2015  -  Airlie Beach

Fahrtag ist heute, wir verschieben uns nach Süden, wo es kälter ist. Wir fahren fast 300 km südwärts, hierher nach Airlie Beach. Nachdem wir (angeblich) den letzten Stellplatz des Big4 Campings belegt haben (mit massivem Osterzuschlag), sind wir mit dem Camper ins Stadtzentrum gefahren. Bei einem Reiseagenten haben wir für morgen einen Ausflug in die Whitesundays gebucht und sind danach in der Lagune baden gegangen. Nachdem es heute Nachmittag kurz einmal geregnet hat, ist die Temperatur tatsächlich ein winziges Grad kühler geworden.

Samstag, 04. April 2015  -  Airlie Beach

Wunderschön, einfach wunderschön, dieser Strand. Es soll Australiens schönster sein und wir stimmen dem gerne zu. Mit der Voyager sind wir heute morgen hierher gefahren worden. Ein schönes Schiff mit Platz für etwa 150 Passagiere. Die 25 Leute, die wir waren, haben das Boot nicht ganz gefüllt. Am Badestrand waren wir für 2 Stunden. Danach ging es zurück. Beim Nachhausefahren haben wir noch schnell eingekauft, so dass wir Ostern überstehen. Nun, nach dem Nachtessen faulenzen wir, schauen Mond und Sterne zu und denken an den wunderschönen Tag zurück.

Ostersonntag, 05. April 2015  -  Capricorn Caves

Sonntagmorgen 8 Uhr, 31°, 95% Luftfeuchte - schwitz!! Und das am Morgen früh, am Tisch mit meinen 3 Bunnys. Nach dem Frühstück ging es los. Heute ist ein Fahrtag. Alle Führer und Ratgeber sagen uns, die rund 500 km zwischen Airlie und Rockhampton durchfahren, ihr verpasst nichts. In Mackey machen wir eine kurze Rast und wollen uns die viktorianische Innenstadt ansehen, doch die Aussis tun alles um die alten Häuser so schnell wie möglich verschwinden zu lassen. Auf der Weiterfahrt wollten wir an der Küste baden, doch die beiden Tafeln für Haie und Kroks haben uns davon abgehalten. Und nun stehen wir auf einem kleinen Campingplatz bei den Capricorn Höhlen und machen uns Gedanken übers Nachtessen.

Ostermontag, 06. April 2015  -  Hervey Bay

Da wir geplant haben, morgen Fraser Island zu besuchen, sind wir heute noch bis Hervey Bay gefahren und haben einen Platz auf einem Top Tourist Park gefunden. Unterwegs haben wir in Tannum Sands Raste gemacht und ein bisschen gebadet. Schwimmen konnte man nicht, denn da war eine riesige Sandbank und auch noch nach 50 Metern Fussmarsch steht uns das Wasser erst bis zum Bauch. Gestern Nacht habe ich auf dem kleinen Campingplatz noch Besuch bekommen. Eine kleine, ca. 60cm hohe Kängurudame mit ihrem Kind im Beutel stand plötzlich neben mir und hat friedlich gegrast - ein sehr schönes Bild und bleibender Eindruck.

Der Oster-Rückreiseverkehr hat heute Dimensionen erreicht, wie in Europa. Umso erstaunlicher als ich bisher meist auf leeren Strassen gefahren bin.

Dienstag, 07. April 2015  -  Hervey Bay (Fraser Island)

Schön, wenn du für eine Tour abgeholt wirst, weniger schön, wenn du der erste bist und es ca. 45 Minuten dauert bis alle zusammengeholt sind. Nun, wir haben es überlebt und sind um 8 Uhr auf der Fähre nach Fraser Island gesessen. Auf Fraser wartete ein rosa 4x4 Bus auf uns. Damit wurde uns die Insel gezeigt. Ueber unglaubliche Rüttelpisten aus Sand ging es zuerst an einen Süsswassersee. Dann wurde uns der Regenwald gezeigt (und es hat dabei geregnet) und nach den Lunch fuhr der Bus etwa 60 km weit am Strand auf der Sandfläche zu einem Wrack, zu farbigen Sand und zu einem kleinen Creek. Gegen Abend ging es dann wieder quer über die Insel und die Fähre wartete in Kingsfisher bereits auf uns. Und zu guter Letzt wurden wir wieder zurück auf den Campingplatz gebracht. Zwar haben wir heute unser Soll an Schritten nicht erreicht, aber die Insel ist unglaublich schön und hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Mittwoch, 08. April 2015  - Coolum Beach

Hier ist der Strand schön, wir sind ja an der Sunshine Coast, und die Anzahl der Leute, die noch baden ist überschaubar. Der Zugang direkt vom Campingplatz ist ebenfalls super. Hierhin sind wir heute Abend gefahren, nachdem wir eigentlich in Noosa Heads baden gehen wollten. Es soll ja angeblich der schönste Badeort Australiens sein. Nur, die 2-3 Leute an der Beach haben mich zumindest abgeschreckt - das brauche ich nicht, das kann ich auch an der Adria haben.

Mittagessen gabs heute ebenfalls an der Küste bei Tin Can Bay. Sonst verlief der Tag ereignislos und ganz friedlich.

Donnerstag, 09. April 2015  - Durack (Brisbane)

Donnerstag Abend in Brisbane, damit wir Freitag den ganzen Tag Zeit haben, uns die Stadt anzusehen. Das war für heute das Ziel. Unterwegs wollten wir noch einmal im Pazifik baden und haben bei Caloundra ein letztes Mal die Beach besucht.

In Stadtnähe von Brisbane gibt es 2 Campingplätze und ich habe mit absoluter Sicherheit denjenigen erwischt, der eigentlich ein Altersheim ist. 10 Plätze für Touristen, der Rest ist fest vergeben und Alle sind sehr, sehr alt. Und das nur, weil im Verzeichnis erwähnt wurde, dass der Bus nach Brisbane direkt vor dem Platzeingang hält. Nun ja, selber schuld.

Freitag, 10. April 2015  -  Brisbane

Natürlich haben wir nur das eigentliche Zentrum gesehen, das haben Stadtrundfahrten nun mal so an sich. Per HopOn HopOff haben wir an Vormittag dies gemacht. Dies nachdem wir mit dem Bus zum Bahnhof gefahren sind (war eine halbe Weltreise) und dann mit dem Zug von Oxley nach Brisbane Central. Nach dem schnellen Mittagessen in einem der vielen Food Courts haben wir dann die Innenstadt zu Fuss erkundet. Am Brisbane River entlang lässt sich wunderbar flanieren und gegen Abend sind wir dann mit der Fähre (sie ist gratis) ein paar Stationen weiter, wieder in die Innenstadt gefahren. Zum Abschluss gabs es dann eine Zugsfahrt nach Oxley und eine Taxifahrt nach Hause. Das Taxi hat nur 5$ mehr gekostet als der Bus - wenn wir das gewusst hätten ...

Samstag, 11. April 2015  -  Surfers Paradise

War das ein langer Transfer. Etwas mehr als 2 Stunden brauchte der Kleinbus, der uns vom Flughafen Brisbane hierher ins Hotel Sheraton in Surfers Paradise gebracht hat. Dies nicht zuletzt dank dem Gold Coast Marathon, für den einfach der Highway gesperrt worden ist. Am Morgen haben ganz in Ruhe den Camper abgabefertig gemacht, noch einmal Wäsche gewaschen und sind dann so gegen 12 Uhr abgefahren. Ein kleiner Park in Brisbane kam uns gerade recht, um etwas zu essen und so gegen 14 Uhr haben wir das Fahrzeug abgegeben. Per Taxi zum Flughafen und per Bus eben hierher. Nun möchten wir noch ein paar Tage Ferien von den Ferien machen.

Sonntag, 12. April 2015  -  Surfers Paradise

Eine sehr schöne und grosse Marina gehört zum Hotel und was da so rumsteht ergibt wohl eine recht grosse Zahl an Dollars, geschätzt so etwa 9 Nullen. Wir haben heute einfach ausgeruht, ein bisschen im Meer und im Pool gebadet, ein bisschen gelesen und ein wenig spazieren gegangen. 

Montag, 13. April 2015  -  Surfers Paradise

Nachdem wir heute spät aufgestanden sind und in der Marina, in einer Bäckerei, gefrühstückt haben, sind wir die 20 Minuten Fussweg zu Sea World gegangen. Dort haben wir diejenigen Tiere Australiens gesehen, die uns bisher im Programm noch gefehlt haben. Also Pinguine, die haben wir auf Philip Island verpasst. Dann Haie, die haben wir am Riff nicht gesehen (ist evtl. gut so). Delphine haben uns bei den verschiedenen Bootstouren nie begleitet und Seehunde, wir haben nur Seelöwen gesehen, dafür sehr, sehr viele. Das Angebot an Achterbahnen haben wir nicht benutzt und sind gegen Abend wieder zurück zum Hotel spaziert. Dabei haben wir die Warntafeln, man möge sich vor Boa Constrictor in Acht nehmen, einfach ignoriert und prompt keine gesehen.

Dienstag, 14. April 2015  -  Surfers Paradise

Schade - das wars. Ein wahr gewordener Traum geht zu Ende. Nach einem letzten Bad im Meer und rumhängen am und im Pool, nach einer australischen Pizza zum Abendessen werden wir heute um 22:30 Uhr abgeholt und an den Flughafen von Brisbane gefahren. Morgen früh um 02:30 starten wir zum Heimflug: Brisbane - Singapur - Dubai - Zürich.


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