Oktober 2014 - Spanien/Portugal

Sonntag, 21. September 2014

Der Verkehr auf der Autobahn A1 von Zürich nach Bern hält sich in Grenzen und so sind wir 'fast' pünklich in der Raststätte Grauholz angekommen. Hier warten bereits Rosmarie und Hans-Jürg auf uns. Sie hatten einen etwas kürzeren Anfahrtsweg. So etwas nach halb Neun sind wir heute Morgen in Bäretswil mit unserem neuen Reisemobil losgefahren und gemeinsam, nach einer Pause im Restaurant geht es nun weiter, Richtung Genf. Hier wollen wir über die Grenze nach Frankreich und dann weiter Richtung Süden, immer der Sonne entgegen. Leider hat der Himmel etwas gegen uns, es giesst in Strömen, und so fahren wir an unserem geplanten Uebernachtungsplatz in Aix-Les-Bains vorbei, weiter bis nach Valence. Hier übernachten wir auf dem orteigenen Campingplatz.

 

 

Montag, 22. September 2014

Der Campingplatz liegt hier mitten in der City, auf einer Insel in der Rhone. Nach ein paar Minuten zu Fuss über die Brücke sind wir bereits mitten drin, in Avignon. Heute Morgen sind wir hierher gefahren und haben uns auf dem Campingplatz, Mitten in der City, auf einer kleinen Insel in der Rhone platziert. Bei der Tourist-Info neben an kaufen wir uns Tickets für die Besichtigung des Rests der 'Pont d'Avignon' und des päpstlichen Palastes. Die Brücke, resp. die Hälfte die noch steht wird ja seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr benutzt und ist reine Touristenattraktion. Der Papstpalast hingegen wir wie überall durch einige Verwaltungsabteilungen belegt und kann daher nur zum Teil besichtigt werden. Allerdings ist auch dieser kleinere Teil sehr beeindruckend. Es ist schon erstaunlich was diese Herren dem Volk abgezwungen und was für Paläste sie für sich gebaut haben.

Dienstag, 23. September 2014

Schön sind sie ja, die mehr oder weniger frei lebenden Camarque-Pferde. Aber ich zweifle daran, und habe auch keine solchen gesehen, ob es tatsächlich noch wilde und wirklich freilebende Pferde gibt. Die die wir gesehen haben, grasen alle in der Nähe eines Reitstalls. Wir sind nach Sainte-Maries-de-la-Mer gefahren. Dem äussersten Punkt im Rhonedelta und dem eigentlichen Zentrum des Camarque-Nationalparks. 

Nach einer kurzen Besichtigung des Strand und der Promenade und nach einem ausgiebigen Mittagsmal fahren wir nun weiter. Wir wollen heute Abend auf dem Stellplatz in Leucate-Plage übernachten. Einem Stellplatz direkt am Meer, der unseren Unentwegten eigentlich das Baden erlauben würde, wenn, ja wenn ihnen da nicht das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. 

Mittwoch, 24. September 2014

Erstaunlich wie man sich irren kann. Heute musste ich massiv umdenken und habe nun ein ganz anderes Bild von Salvatore Dali als vorher. Es kann nicht nur zerlaufende Uhren und lange Beine malen, der Mann war ein Universalkünstler, Bilder, fast fotographische Portraits, Skulpturen, Schmuck, Bildhauerarbeiten usw. All das wird uns im Museum Dali in Figueres gezeigt. Hierher sind wir heute morgen gefahren, über die Küstenstrasse von Leucate nach Figueres. Eine sehr schöne Strecke.

Nach dem Museumsbesuch fahren wir nun nach Barcelona. Genauer nach Castellfels, eine Stadt kurz nach Barcelona. Hier auf dem Campingplatz Estellas de Mar stehen wir nun und staunen darüber, wie die Dauercamper die Situation mit der Anflugschneise des Flughafens überhaupt überleben können. So etwa alle 2 Minuten landet ein Flugzeug in Barcelona und die fliegen heute alle, wirklich alle direkt über uns hinweg. So langsam begreife ich die Einwohner von Höri und weiter draussen. Erstaulicherweise hört das Ganze um 21 Uhr plötzlich auf und es herrscht Ruhe. Ich wundere mich, im Internet habe ich, als ich den Platz recherchierte, Nichts darüber gelesen.
 

Donnerstag, 25. September 2014

Ruhe, unglaublich, es ist ruhig, keine Flugzeuge. Was ist passiert? Es scheint, gestern war die Landung auf der normalen Piste nicht möglich und heute ist alles wieder wie gewohnt, super. Dies verspricht immerhin Heute einen ruhigen Abend. Der Bus nach Barcelona fährt direkt neben dem Campingplatz und benötigt gute 40 Minuten für die Strecke bis zum Placa Catalunya denn da beginnt unsere Stadtbesichtigung.

Über die Ramblas spazieren wir zur Kathedrale und erleben, wie sie gerade geschlossen wird. Mittagsruhe. Nun dann werden wir auch etwas essen und suchen uns ein entsprechendes Lokal. Später fahren wir mit der U-Bahn zur Sagrada Familia, das in der Zwischenzeit fast fertig gewordene Bauwerk des genialen Architekten Antonio Gaudi. Erstaunlicherweise haben wir bereits nach etwa 30 Minuten die Tickets und können direkt hinein in die Kirche. Wunderschön, einfach wunderschön. Die schlichte Eleganz einer 100 Jahre alten Architektur ist einmalig. 

Später fahren wir, wieder mit der U-Bahn, zum Park Güll. Auch dort hat Gaudi gewirkt und auch gewohnt, bis er 1926 gestorben ist. 

Und schliesslich und schlussendlich geht es dann zurück zur Placa Catalunya wo wir as Kaufhaus 'el Corte Ingles' besuchen. Und wirklich, Heureka, ich find ein Universalnetzteil, das die 19.5V bringt, die mein Computer benötigt. Ich weiss, ich habe es bisher nicht erwähnt, aber seit unserer Abfahrt in Avignon hat das Netzteil meines Computers den Geist aufgegeben und die Batterie war dann innerhalb kurzer Zeit leer, so dass ich bisher weder eMail noch Internetzugang hatte. Allerdings wird es, weil da noch ein Nachtessen dazwischen kommt, 22:30 Uhr, bis wir wieder beim Campingplatz angekommen sind und da will ich von Computern und Internet nichts mehr wissen und verlege alles auf Morgen.

Freitag, 26. September 2014

Es ist spät geworden, heute Morgen. weil, müde von gestern haben wir gut und lange geschlafen. Danach haben wir unser Reisemobil zusammen geräumt und sind nach Montserrat gefahren. Hier wollen wir das weltberühmte Kloster, in den Bergen besichtigen. Wir fahren bis nach Montserrat Vila und stellen unsere Mobile auf dem Parkplatz für Busse ab. Die Tickets für die Zahnradbahn sind schnell gekauft und erstaunlich günstig (€ 7.75). Die Bahn benötigt dann etwa 15 Minuten für die Strecke und hat eine sehr schöne, teilweise direkt in die Felsen gehauene Trasse. Die Aussicht von Oben ist genial. Leider ist es dunstig und so kann man die Stadt Barcelona nicht sehen. Die Kathedrale ist schön anzusehen und es gibt da eine kleine Kolonne von Personen, die die wundertätige Marienstatue küssen wollen (Wartezeit so etwa 2 Stunden). 

Wir hingegen machen einen kurzen Spaziergang und fahren nach dem Mittagessen wieder mit der Bahn ins Tal. Danach steuern wir Tarragona an. Nach etwas mehr als 1 Stunde stehen wir jetzt auf dem Campingplatz Las Palmeras, direkt am Strand und direkt neben einer stark befahrenen Bahnlinie. Anita, Rosmarie und Hans-Jürg sind Baden gegangen und ich muss endlich meinen Reisebericht der letzten 6 Tage schreiben (mein Computer hat ja wieder Strom) und verziehe mich daher ins Mobil.

Samstag, 27. September 2014

Die Aussicht über die Stadt Valencia ist grandios. Die 207 Treppenstufen der durchgehenden Wendeltreppe haben sich gelohnt. Hier auf dem Glockenturm der Kathedrale sieht man die ganze Stadt, von den Bergen bis zum Hafen. Rosmarie, (Höhenangst), ist unten geblieben und muss sich die Aussicht erklären lassen.

Heute Morgen sind wir die Strecke von Tarragona bis hierher nach Valencia, über die nicht ganz günstige AP-7 gefahren und haben uns hier auf einem 24 Stunden bewachten Stellplatz in der Nähe des Hauptbahnhofes platziert. Danach sind wir zu Fuss in die Altstadt spaziert und haben uns einen ersten Eindruck dieser sehr lebhaften Stadt 'reingezogen'. 

Mein Geburtstag-Drink (Aqua de Valencia) und die Crepe dazu haben mir ausgezeichnet geschmeckt und so sind wir gegen Abend dann wieder zurück auf unseren Stellplatz, der direkt an einer sehr stark befahrenen Strasse liegt. Das haben wir leider erst jetzt so richtig erfasst. Nun ja - wir werden sehen, wie gut wir schlafen.
 

Sonntag, 28. September 2014

Von Schlafen kann nicht die Rede sein. Ich kann diesen Stellplatz, obwohl mit Toilette und Strom versorgt, wirklich niemandem mit gutem Gewissen empfehlen. Der Strassenlärm war zwar zwischen 03 und 04 Uhr etwas weniger, aber sonst haben wir mehrheitlich nur gedöst. Das hat dann dazu geführt, dass wir am Morgen schon recht früh aufgebrochen sind. Über die 'normalen' Strassen sind wir nun hierher nach Oliva Platja gefahren und stehen jetzt auf dem Campingplatz Pepe. Zwar nicht der schönste der 5 Plätze, aber der, der noch offen ist. Und hier treffen wir das erste Mal auf viele, viele Überwinterer, meist mit Wohnwagen und riesigen Vorzelten. Der Strand ist sehr gross und sehr schön, aber das Wetter ist nicht gerade so, wie wir uns das vorgestellt haben. Es ist bedeckt und der Wind bläst kräftig von Meer her, so dass das Wasser gefühlt wärmer ist, als die Luft. Anita und Hans-Jürg lassen es sich nicht nehmen, zu baden, die Anderen bleiben am Strand. Am Abend suchen wir uns ein Restaurant um einen Happen zu essen und finden Platz im Restaurant des nebenan liegenden Campingplatzes. 

Montag, 29. September 2014

Guter Schlaf kann so erholsam sein. Keine Strasse, keine Bahn, keine Flugzeuge, einfach nur Ruhe - herrlich. Wir haben geschlafen wie Murmeltiere und nehmen den Morgen ganz gemütlich. Hans-Jürg fährt mit dem Fahrrad nach Oliva einkaufen. Rosmarie und Anita liegen bereits am Strand und ich führe Tagebuch. Der Rest des Tages ist schnell erzählt: Baden, Faulenzen, Strand, Lesen. Ein einheimischer Bauer verkauft baumgereifte Früchte - schmecken ausgezeichnet.

Dienstag, 30. September 2014

Da haben wir uns so gut vorbereitet und trotzdem haben wir einen Campingplatz erwischt, der heute schliesst (grrrr). Wir wollten doch hier baden. Nun gut, dann fahren wir halt etwas weiter und suchen uns einen Parkplatz am Strand und finden tatsächlich etwas nach Torrevejia. Danach fahren wir ein Stück weiter und suchen den Platz in La Manga auf. Riesengross (1000 Plätze) und sehr gut belegt durch Dauercamper und Überwinterer. Die uns zugewiesenen Plätze müssen durch unsere Nachbaren zuerst freigemacht werden (es ist halt praktisch wenn man seine eigene Parzelle komplett füllt mit Wohnwagen und Vorzelt, da kann man das Auto doch problemlos auf den Platz nebenan stellen !!!)

Mittwoch, 01. Oktober 2014

Nein, nicht geschlossen, sagt man uns, sondern einfach noch nicht geöffnet. Vieleicht in einer Woche, heute jedenfalls geht das Wasser noch nicht. Dies obwohl ich das gestern noch im Internet kontrolliert habe, und dort gross angekündigt steht: 01.10.2014 grosses Eröffnungsfest! Soviel zum Campingplatz bei Almeria. Denn hierher sind wir heute gefahren. Wir wollen ja eigentlich nach Gibraltar, aber das alles ist nicht an einem Tag zu machen und so fuhren wir heute nur bis hierher nach Balerma. Aber eben, zu ist zu. Der bereits anwesende Platzwart erklärt, dass der nächste offene Platz ca. 100 km weiter westlich sei. Glücklicherweise glaube ich das nicht und konsultiere Archies Campingverzeichis. Und siehe da, wir stehen auf einem kleinen, aber sehr schönen Platz, direkt an der Küste bei Adra, nur etwa 10 km vom geschlossenen Platz weg. Die Gegend um Almeria herum besteht ja hauptsächlich aus Plastik. Treibhäuser soweit das Auge reicht. Quadrat-Kilometer um Kilometer, nur Treibhäuser gedeckt mit weissem Plastik. In der Ferne sieht es aus, wie Schnee im Frühling. 

Las Vegas nennt sich der kleine, aber sehr schöne Campingplatz mit einer älteren Platzwartin, die zwar kein einziges Wort einer anderen Sprache als Spanisch spricht, aber extrem freundlich und hilfsbereit ist.

Donnerstag, 02. Oktober 2014

Plastikland liegt hinter uns. Und hier in Torremolinos scheint der Sommer noch nicht ganz vorbei zu sein. Am Strand sind wir nicht die Einzigen, es hat doch tatsächlich sehr viele weitere Badegäste. Zu Mehr sind wir heute nicht gekommen. Die Stadt scheint uns, soviel wir sehen können recht sauber zu sein und die Strassen werden durch sehr viele Blumen und Hibiskusbäume gesäumt.

Freitag, 03. Oktober 2014

Der Ausblick über Hafen und Stadt vom Castillo, resp. von der Mauer, die rund ums Kastell führt, ist wirklich schön. Von hier aus gesehen, hat sich Malaga in den letzten 15 Jahren, seit wir das letzte Mal hier waren, nicht sehr verändert. Von unten gesehen, dann aber schon. Die prächtige Promenade und die komplett neue Hafenanlage für Kreuzfahrtschiffe mit ihren Restaurants und Läden macht aus der ehemaligen Hafenstadt eine sehr gemütliche, schöne und interessante Stadt. Wir jedenfalls haben den Stadtbummel sehr genossen. Heute Morgen sind wir per Bus von Torremolinos hierher gefahren. Mit einem Taxi (war billiger als der Bus für 4 Personen) sind wir hinauf zum Kastell gefahren und haben dort die Mauerkrone umrundet. Nach dem Spaziergang hinunter ins Zentrum und dem sehr teuren Besuch der Kathedrale war ein kleines Mittagessen fällig und nach dem Spaziergang durch den neuen Hafen haben wir um 19 Uhr dann wieder den Bus nach Torre genommen und sitzen jetzt vergnügt bei unseren Reisemobilen und lassen den Tag Revue passieren.

Samstag, 04. Oktober 2014

Der Strand hier ist nicht gerade das Gelbe vom Ei. Doch zum Baden reicht es. Und mehr ist heute nicht mehr angesagt. Wir sind in La Linea, fast am südlichsten Punkt Spaniens. Hier auf dem Campingplatz Europa, der eigentlich für geistig Behinderte und deren Familien gedacht ist, haben wir einen schönen Stellplatz gefunden. Wir sind über die Autobahn von Torremolinos hierher gefahren weil wir morgen Gibraltar besuchen wollen.

Sonntag, 05. Oktober 2014

Die Aussicht über die Stadt Gibraltar ist schön. Und die Affen sind, entgegen allen Warnungen und Informationen absolut harmlos. Sie sind da, ja, aber das ist auch schon alles. Weder bissig noch diebisch, sondern einfach faul. Mit einem Taxi sind wir vom Campingplatz, etwas ausserhalb der Stadt zur Grenze gefahren. Eine richtige Grenze, so mit Schlagbaum und Allem drum und dran. Schon fast arrogant, wie die Engländer diese Grenze zelebrieren. Vor der Grenze haben wir Tickets für Bus und Seilbahn gekauft und fahren nun mit den entsprechenden Verkehrsmitteln auf den 'Affenberg'. Wie gesagt, die Aussicht ist genial. Aber sonst ist hier nichts zu tun, lediglich wieder hinunter fahren. Den Rückweg treten wir zu Fuss an. Natürlich nicht, ohne in einem der vielen Restaurants an der Mainstreet etwas zu essen. ES ist schon etwas eine spezielle Situation, zu Fuss über die einzige Piste des Flughafens zu bummeln. Mit dem Bus haben wir das gar nicht so richtig gemerkt. Per Taxi geht es dann wieder zurück zum Campingplatz und sofort noch einmal an den Strand.

Montag, 06. Oktober 2014

Eigentlich ist es ein bisschen Eifersucht, das Zusehen bei den Kite-Surfern hier in Tarifa. Schön wäre es, dies auch zu können, man müsste nur so etwa 40 Jahre jünger sein. Nach dem einkaufen im Lidl sind wir hier an den Strand gefahren und haben ihnen zugesehen.

Dienstag, 07. Oktober 2014

Weit ist sie, die Aussicht von den hölzernen 'Pilzen' oder Schirmen, die Anstelle des verwahrlosten Markplatzes 2012 errichtet worden sind. Wir sind, wie geplant, heute Morgen mit dem Bus von Dos Hermanas hierher nach Sevilla gefahren. Beim Einsteigen in den Bus hat uns ein Ticket-Agent überredet (und den Preis entsprechend reduziert), in der Stadt doch eine Rundfahrt mit dem Bus zu machen. Bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind wir ausgestiegen, haben gesehen, was zu sehen ist und sind später weitergefahren.

Dabei sind Dinge wie die Kathedrale (Giralda), der Placa d'espagna, verschiedene Parks und weitere Sehenswürdigkeiten. Gegen 20 Uhr haben wir uns dann wieder in den Bus zum Campingplatz gesetzt und sind seit etwa 21 Uhr, müde und geschafft wieder 'zuhause'.

Mittwoch, 08. Oktober 2014

Nach dem superschönen Wetter in Sevilla, ist es heute leider stark bewölkt, neblig und zwischendurch nieselt es leicht. Wir fahren von unseren Campingplatz in Dos Hermanas über die Grenze nach Portugal. Am frühen Nachmittag treffen wir in Sao Bras de Alportel ein. Hier hat sich Kurt für seine Familie und sich ein kleines Paradies geschaffen. Wir dürfen seinen Vorplatz als Stellplatz missbrauchen. Den Abend geniessen wir bei 'Ghackets und Hörnli' und nachdem Anita und Erich noch eine Quarktorte geschaffen haben schlafen wir seit langem einmal wieder bei fast beängstigender Ruhe.

Donnerstag, 09. Oktober 2014

Der Wettergott hat noch einmal einen 'Zacken' zugelegt. es hat die ganze Nacht immer wieder leicht geregnet. Doch durch solch widrige Umstände lassen wir uns nicht den Tag vermiesen. Kurt hat uns nach Villamoura gebracht und wir machen einen ausgedehnten Bummel durch die Marina und den Strand dieses doch sehr touristisch ausgerichtete Ort. 

Freitag, 10. Oktober 2014

Sie ist einfach schön, die Küste der Algarve. Hier bei Lagos sind speziell die Felsen im Wasser, die Steilküste und die kleinen Badebuchten zu erwähnen. Unsere Fahrt hierher verlief problemlos. Nachdem wir und von Kurt verabschiedet haben, wurde kurz der Lidl von Loulé 'begrüsst' und danach sind wir über die Normalstrasse bis hierher nach Lagos gefahren. Am späteren Nachmittag, es wird bereits empfindlich kalt, haben wir unser Nachtquartier auf dem Campingplatz von Sagres, am Ende der Algarve aufgeschlagen. Natürlich nicht, ohne vorher dem Fort von Sagres unsere Aufwartung zu machen.

Samstag, 11. Oktober 2014

Es regnet, es schüttet, die Sonne scheint, es ist bewölkt usw. Heute haben wir buchstäblich alle Wettersituationen. Bei der Abfahrt heute Morgen in Sagres regnet es. Unterwegs auf der schönen Küstenstrasse Richtung Norden ist es bedeckt, regnet aber nicht. In Sines, etwa in der Mitte unserer heutigen Strecke scheint die Sonne. Hier besuchen wir das Kastell und machen Mittagspause. Und hier beschliessen wir, Lissabon nicht zu besuchen. Auch Sintra lassen wir aus und fahren noch heute über die Autobahn in den Norden von Lissabon. Wir befahren dazu die Vasco da Gama-Brücke. Und jetzt stehen wir auf dem riesigen Campingplatz von Ericeira (ein paar Plätze für Touristen und 3000 Dauercamper)

Sonntag, 12. Oktober 2014

Das Aufstehen fällt heute schwer. Es regnet ganz leicht. Strom weg nehmen (im Laufschritt) und Wegfahren sind heute eins. Am Strand schauen wir kurz dem wogenden Meer zu, aber es windet derart, dass kein längeres Bleiben angesagt ist.

Der gigantische Klosterpalast in Mafra kann besichtigt werden. Zwar steht in meinem Führer für Portugal, nur am Dienstag, aber es ist gerade verdreht, am Dienstag nicht. Natürlich wollen wir das Teil sehen. Und wir werden nicht enttäuscht. Zwar sind viele, ja sehr viele Meter zu gehen, der Palast ist immerhin 280 Meter breit und 260 Meter tief. Aber die Ausstellungsstücke beeindrucken teilweise und die Bibliothek beeindruckt sehr.

Peniche bietet nebst dem Fort eigentlich nicht sehr viel, ausser natürlich die Lage, auf einem Fels-Plateau, weit ins Meer hinausragend. Nach dem wir uns auch hier das tosende Meer zu Gemüte geführt haben, wird im Hafen parkiert und das Fort und die kleine Stadt zu Fuss erkundet.

Abends wollen wir den orteigenen Campingplatz anfahren, doch das Wetter ist nicht gnädig mit uns und so fahren wir unser Ziel für Morgen bereits heute abend an. Auf dem Stellplatz in Obidos nächtigen wir.

Montag 13. Oktober 2014

Obidos ist angeblich eines der schönsten Städtchen in Portugal. Nun, im Prinzip gibt es nur eine einzige Strasse die durch das mittelalterliche Städtchen führt. Und diese Strasse besteht ausschliesslich aus Wein- und Souvenierläden. Eigentlich schade, denn das Ensemble ist mit der komplett erhaltenen Stadtmauer ja wirklich sehenswert. Die Burg lässt sich leider nicht besichtigen, es ist ein Hotel darin untergebracht.

Die Weiterfahrt führt uns zunächst nach Fatima. Doch da ist kein Durchkommen. Abertausende von Menschen auf der Strasse und kein Parkplatz. Wir fahren also weiter. Unser heutiges Tagesziel ist Tomar. Im Reiseführer lesen wir dann, dass jeweils der 13. des Monats in Fatima ein Festtag ist und der 13. Oktober, der wichtigste Tag des Jahres -- Pech gehabt. Nun in Tomar besichtigen wir natürlich die ursprünglich von Kreuzrittern errichtete Klosterburg, die sehr schön, oberhalb der Altstadt liegt. Und nun stehen wir auf dem Campingplatz in Tomar, allerdings nicht ohne vorher noch bei Lidl vorbei zu schauen. 

Dienstag, 14. Oktober 2014

Es ist einfach immer wieder faszinierend zu sehen, was die Römer uns hinterlassen haben. Hier in Conimbriga befindet sich die grösste Ausgrabungsstätte Portugal's. Und das was hier ausgegraben wurde ist schon sehenswert. Von Tomar her kommend sind wir hierher nach Conimbriga, das kurz vor Coimbra liegt, gefahren. Mit den Ziel die Ausgrabungen zu besichtigen. 

Genug der vielen Steine, sind wir noch kurz durchs angegliederte Museum spaziert und dann weitergefahren. Unser Ziel für heute ist Coimbra. Die alte Universität ist ja unter dem Schutz der UNESCO. Und sie ist wirklich sehenswert, auch wenn der Aufstieg bis hierhin etwas schwerlich ist. Parkiert haben wir auf einem grossen Parkplatz beim Stadtzentrum. Hier wurde uns dann auch durch ein französisches Ehepaar gesagt, dass auf der anderen Seite des Flusses ein grosser Stellplatz sei. Das Angebot haben wir dann abends wahrgenommen und auf den eigentlich geplanten Besuch des ausserhalb liegenden Campingplatzes verzichtet. Zusammen mit vielen, vielen anderen Wohnmobilen (wie immer waren wir fast die Kleinsten) haben wir eine ruhige Nacht verbracht.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Leider regnet es immer noch. Und trotz 2 neuen, grossen Schirmen und Gummischuhen für die Damen, macht eine Grossstadt wie Porto nicht so richtig Spass. Regen, das wäre ja noch akzeptabel, dazu kommt aber auch ein sehr böiger, starker Wind (Minus 1 Schirm). Nun ja, etwas zu sehen gab es ja trotzdem und das Innere der Einkaufszentren und anderen Läden kennen wir jetzt auch. Heute Morgen sind wir von Coimbra über die teure Autobahn hierher gefahren und haben uns auf dem Campingplatz Madalena installiert. Dann haben wir den Bus ins Stadtzentrum genommen. Nach einem feinen Nachtessen haben wir prompt den Bus verpasst und sind dann per Taxi zurückgefahren.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Der starke Regen lässt und lässt nicht nach. Eigentlich wäre heute der Besuch der Stadt Guimareas auf dem Programm gestanden, aber irgendwie haben wir genug von Stadt im Regen und so beschliessen wir, heute einen Fahrtag einzulegen und nach Spanien zu fahren. Wenn das Wetter evtl. besser wird wollen wir dann Morgen in den Las Medulas wandern gehen. Am Abend sind wir nun auf dem Campingplatz el Bierzo bei Carracedelo angekommen und haben den kompletten Platz für uns. Kein einziger anderer Camper ist zu sehen. Die Nacht wird also sicherlich ruhig.

Freitag, 17. Oktober 2014

Geniale Landschaft, die 'Las Medulas' (ein UNESCO Welterbe). Die aussergewöhnliche Landschaft ist ein Ergebnis einer römischen Bergbautechnik. Plinius der Ältere beschreibt sie in seiner 'Historia' als Durchlöchern der Berge und späteres Überschwemmen mit grossen Mengen Wassers. Dies soll die Hügel buchstäblich abgetragen haben. Um die benötigten Mengen Wasser aus der Sierra de la Cabrera heranzubringen, wurde ein über 100 Kilometer langes Kanalsystem erbaut. Wir haben die Hügel vom kleinen Nest gleichen Namens aus besucht. vom Parkplatz aus hiess es: Wanderschuhe anziehen und los ging es, teilweise steil bergauf, durch Kastanienwälder, bis zu den Höhlen, resp. den Löchern in den Resten der Hügel, die durch die Goldschürferei entstanden sind. Gegen Abend fahren wir dann weiter bis nach Leon und stehen hier auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums zusammen mit etwa 20 weiteren Reisemobilen.

Samstag, 18. Oktober 2014

Santillana da Mer heisst die kleine Ortschaft nahe der Küste bei Santarem. Sie wird hier als Ausflugsziel für Spanier gehandelt. Heute Morgen sind wir über die Autobahn von Leon hierher gefahren und stehen im Moment auf dem Campingplatz Santillana sehr ruhig und sonnig. Den Spaziergang durchs Zentrum liegt bereits hinter uns und die Klosterkirche (UNESCO Welterbe) haben auch besichtigt. Nun soll ein gute Nachtessen den Tag beschliessen.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Die Höhle von Altamira, auch wenn nur eine 100%-ige Kopie ist einfach atemberaubend. Was die Künstler vor 14'500 Jahren hier gemacht haben ist grandios. Die eigentliche Höhle kann leider nicht mehr besucht werden, die sich durch Ausdünstung und Atem ergeben Schäden an den Bildern ist einfach zu gross.

Die Autobahn nach Bilbao ist erstaunlicherweise recht gut gefüllt. Bisher hatten wir ja noch nie eine Autobahn erlebt, auf der mehr als ein paar vereinzelte Fahrzeuge fuhren, gesehen. In Portogalete mussten wir unbedingt die Schwebefähre besichtigen. Das hat uns leider auch ein paar Kratzer auf dem Seitenspiegel eingebracht.

Nein, der schöne Strand gehört nicht zum Campingplatz, ist aber nur ein paar Gehminuten davon entfernt. Das Wasser allerdings lädt mit etwa 17° nicht gerade zum Bade.

Montag, 20. Oktober 2014

Nach einigen Versuchen, einen Bancomaten zu finden haben wir es heute morgen aufgegeben. Falsche Informationen, falsche Strasse erwischt, kein Parkplatz usw., nein das brauchen wir nicht. So fahren wir gegen Mittag zu unserem nächsten Zwischenziel, nach San Sebastian. Eine sehr schöne Stadt mit einer wunderbaren, grossen Promenade und einer 'Badi' direkt im Stadtzentrum.

Gegen Abend sind wir nun, zurück mit dem Bus zum Parkplatz bei der Universität, weitergefahren bis nach Saint-Jean-de-Luz. Hier stehen wir auf dem einzigen Campingplatz in der weiteren Umgebung, der überhaupt noch offen hat. Schöner Platz, Schwimmbad (30°), Wi-Fi, alles vorhanden. Also hoffen wir auf eine ruhige Nacht.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Fahrtag, es ist langsam Zeit die Richtung nach Hause einzuschlagen. Am Bassin d'Arcachon machen wir Zwischenstop für Heute und erklettern die Dune de Pilat, die höchste Düne Europas. Der Sand ist fein wie Mehl und es bläst ein sehr starker, konstanter Wind. Und so bleiben wir nicht so sehr lange auf der Düne. Ein kleine Zwischenverpflegung wird noch im Touristenbereich eingenommen, dann fahren wir weiter. Unser Ziel ist der Stellplatz im Pinienwald von Biscarrosse, auf dem wir bereits mehrere Male übernachtet haben. Eine kleine Aenderung haben wir allerdings konstatiert, der Platz kostet nun 8 Euro pro Tag, bisher war er gratis. Natürlich sind wir auch dieses Mal wieder an den Strand gegangen. Einer der vielen total überfüllten Strände auf unserer Reise.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Und auch heute geht unsere Reise Richtung Osten. Wir fahren von Biscarrosse weiter, über Bordeaux nach Neuvic. Hier wollen wir das Chateau besichtigen. Auf dem Parkplatz nehmen wir zuerst das Mittagessen ein und stellen dann aber fest: Chateau geschlossen - offen nur Mai-Sept. - dumm gelaufen. Daher fahren wir weiter Richtung Brive-la-Gaillarde. Kurz davor stehen wir nun auf einem sehr schönen Campingplatz an einem kleinen See. Unterwegs haben wir kurz die Altstadt von Terrasson besucht respektive erstiegen.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Ich habe zuviel gegessen. Die Wirtin des Restaurants 'Au Vieux Logis' in Orcival hat ausgezeichnet gekocht und wir haben ein ausgiebiges Mittagessen eingenommen, nur eben, weil's so gut war, haben wir zuviel gegessen (Menu 4 Gänge 13.50 Euro). Der Spaziergang durch's Dorf ist daher auch entsprechend kurz ausgefallen. Heute Morgen sind wir vom See bei Brive hierher in die Auvergne gefahren und haben als erstes der uralten Basilika von Orcival unsere Aufwartung gemacht. Am Nachmittag sind wir dann zum Vulcano-Park gefahren, die Auvergne besitzt ja sehr viele, natürlich nicht mehr aktive Vulkane. Der hat allerdings ein paar Minuten vor unserem Eintreffen den Eingang geschlossen (2 Stunden vor Ende wird niemand mehr eingelassen), daher sind wir ein Stück weitergefahren und stehen jetzt auf einem Campingplatz bei Thiers.. 

Freitag, 24. Oktober 2014

Ob es sich tatsächlich, bei Pérouges um das 'schönste Dorf Frankreichs' handelt, wie das in den Reiseführern und auf den Wegweisern behauptet wird, kann ich nicht mit Sicherheit bestätigen. Dazu kenne ich den Rest zu wenig. Aber das Dörfchen ist tatsächlich schön und soweit ich sehe, aus dem Mittelalter. Wir haben eine etwas wilde Fahrt auf der Autobahn hinter uns. Vom Campingplatz in Thiers sind wir über Lyon, durch viele Tunnels und Viadukte hierher gefahren. Für die etwa 120 km waren dann EUR 22.50 fällig (die spinnen, die Franzosen) und nun ruhen wir uns hier etwas aus. Später fahren wir weiter, über die Normalstrasse bis fast nach Genf. In Neydens campieren wir ein letztes Mal in Frankreich.

Samstag, 25. Oktober 2014

Wir sind so etwa um 16 Uhr zu Hause angekommen. Für den heutigen Tag stand nur noch die Rückkehr nach Hause auf dem Programm. Ueber die total überfüllte N1 von Genf nach Lausanne sind wir dann auf die fast einsame A5 und bei Solothurn wieder auf die A1 gefahren. Es war eine ruhige und gemütliche Fahrt nach Hause.


Wir sind total 6311 km gefahren, also viel zu viel für die kurze Zeit. Unser neues Reisemobil hat dazu 684 Liter Diesel benötigt, also ca. 10.8 Liter/100 km. Pannen sind keine aufgetreten und wir haben die Ferien wirklich genossen (ausser möglicherweise die paar Regentage in Portugal)


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