Mai 2014 - Polen / Baltikum

Montag, 28.04.2014

Es ist 11 Uhr, wir sind abreisebereit, haben uns verabschiedet und fahren nun zuerst einmal nach Kloten. Ich will dort noch Geld wechseln. Nach einer fast nicht zu glaubenden Odysee im Flughafen kann ich endlich Wechseln und die Reise, immer Richtung Norden, fortsetzen. Über Schaffhausen geht es auf der Autobahn relativ schnell vorwärts und etwa bei Weinsberg machen wir eine grössere Pause und verpflegen uns. Danach fahren wir weiter, denn wir haben ja mit Rosmarie uns Hans-Jürg in Nürnberg, auf den Stellplatz am Duzenweiher abgemacht. So etwa um 17 Uhr treffen wir da ein und das Berner Wohnmobil steht, zwar verlassen, aber immerhin da. Nun gehen wir halt etwas spazieren, die werden schon noch kommen, die Berner. Beim umrunden der Weiher finden wir uns plötzlich auf einem Volksfest wieder und staunen über all die alten Bahnen, Konzertorgeln und wunderschön dekorierten Fress-Stände. Das müssen wir Hansjürg und Rosmarie erzählen und am Abend dann noch einmal hingehen. Was wir dann auch gemacht haben, inklusive Chilbiwurst und einem riesigen Mohrenkopf.

Dienstag, 29.04.2014

Nach dem Morgenessen, wir sind heute früh dran, fahren wir umgehend ab, wir wollen so viel Zeit wie möglich in Dresden haben. Unterwegs legen wir eine grosse Pause ein und kommen so gegen 14 Uhr hier in Dresden an. Auf dem Stellplatz direkt am Ufer der Elbe wird zuerst ein kurzes Mittagsmal eingenommen, danach gehen wir dem Elbe-Ufer entlang die etwas mehr als einen Kilometer zur Altstadt resp. zum Frauenkirchenplatz. Der Rundgang durch die wieder hergestellt Altstadt mach einen gewaltigen Eindruck. Frauenkirche, Zwinger, Semperoper, Kreuzkirche, Brühlsche Terrassen sind so die wesentlichsten Bauwerke, die wir besichtigen. Doch die Altstadt insgesamt, die Fussgängerzone ist wunderschön anzusehen und lohnt ganz sicher die Reise hierher. 

Nach einem Abendessen in einem Restaurant am Frauenkirchenplatz (Schnitzel und Kartoffeln perfekt, Spargeln viel zu knackig) sind wir nun zu Fuss wieder an der Elbe entlang, an den vielen verankerten Raddampfern und Flussschiffen vorbei, zurück zum Stellplatz spaziert und geniessen hier die Ruhe.

Mittwoch, 30.04.2014

Die Velos werden bereitgestellt und wir fahren der Elbe entlang flussaufwärts zum 'blauen Wunder', der Stahlbrücke über die Elbe. Wir wollen die 3 Elbschlösser sehen. 

Doch zuerst heisst das: mächtig treten. Und zugegeben, dazwischen auch das Velo schieben und zu Fuss gehen. Es geht verd.. steil den Berg hinauf. Nur Anita, mit Ihrem eBike merkt natürlich nichts davon. Beim ersten Schloss angekommen, ist das leider heute ein Hotel. Das zweite ist in Renovation und das dritte ist reserviert für Bankette und kann ebenfalls nicht besichtigt werden. Das Gartenrestaurant des mittleren Schlosses hat Erbarmen mit uns und wir können etwas zu trinken erwerben. Dies allerdings mit einer extrem schönen Aussicht über die Elbwiesen und die Stadt Dresden. 

Danach fahren wir wieder hinunter in die Stadt und machen einen kurzen Fotostop beim ältesten Käsegeschäft Deutschlands. 

Zurück beim Stellplatz, nach einem kurzen Mittagessen starten wir unsere Motoren und fahren durch kleine und kleinste Dörfchen hinauf zur Bastei. Dies sind äusserst faszinierende Felsformationen im Nationalpark 'sächsische Schweiz' als Ueberbleibsel der letzten Eiszeit. Rosmarie will nicht über die vielen Stein- und Stahlbrücken, die die einzelnen Felsen miteinander verbinden, gehen und bleibt zurück.

Die Anderen 3 nehmen den Weg über viele viele Treppenstufen unter die Füsse und spazieren so von Fels zu Fels. Wie gesagt, faszinierend. Nach der Besichtigung der Bastei fahren wir nun auf direktem Weg mit Verkehrsstockungen und Stau auf die Autobahn Richtung Berlin. In Lübbenau, mitten im Spreewald wollen wir campieren. Doch beide Plätze sind belegt, morgen ist erster Mai. Deutschland macht einen Brückentag und ein ganz langes Wochenende. In Burg finden wir nun Platz und stehen hier für mind. einen Tag.
 

Donnerstag, 01.05.2014

Wir machen uns bereit zum Abfahren. Allerdings nicht sehr weit. Heute morgen haben wir uns informiert, wie und wo wir eine Kahnfahrt durch die Fliesen des Spreewaldes machen können und haben einen Anbieter gefunden, der nur gerade ein paar 100 Meter entfernt ist und über einen grossen Parkplatz verfügt, denn auch hier gilt, wer bis 12 Uhr nicht vom Platz ist, bezahlt eine weitere Nacht. Um 10:30 Uhr starten wir, zusammen mit etwa 15 weiteren Personen in einem Kahn und werden 3 Stunden lang durch die Kanäle, die hier Fliesen heissen, gestakelt. 

Wunderschön, extrem ruhig und nirgendwo irgendwelche Motorboote. Nur Touristenkähne und Paddelboote. Zwischendurch sind Schleusen zu bewältigen und wir machen eine Mittagspause bei einem kleinen Gasthaus mitten in der Pampa. Einen frisch gemachten Flammkuchen haben wir uns geteilt und genossen. Und nach der Bootsfahrt sind wir auf der Autobahn ca. 150 km nach Norden gefahren. Erstaunlich, sie war leer - kein einziger Lastwagen, super zu fahren. Auf einem kleinen Campingplatz nördlich von Berlin stehen wir nun und geniessen unser Nachtessen vom Grill.

Freitag, 02.05.2014

Trotz normalem Wochentag sind fast keine Lastwagen zu sehen. Allerdings werden wir mit ca. 5 km originaler DDR-Autobahn verwöhnt. War das ein Geschüttel auf der Betonpiste mit den versetzten Platten. Das Wohnmobil stöhnte und litt gewaltig. Unglaublich dass in Deutschland diese Strecke nicht saniert wird. Dann natürlich keine Grenze und wieder perfekte Strassen bis hierher zum Campingplatz Marina in Stettin. Wie der Name schon sagt, ist der Platz kombiniert mit dem Freizeithafen. Also für Camping- und Yachttouristen. Heute morgen sind wir vom Standplatz am kleinen See hierher nach Stettin, der ersten Station in Polen, gefahren. An der Reception gabsdann einen Stadtplan und wir konnten Bus-/Tramtickets kaufen. So dass wir nach dem Mittagessen nach Stettin gefahren sind. Supermoderne Trams, erstaunlich. Stettin selbst bietet nicht so viel. Die Stadt wurde ja 1944 praktisch dem Erdboden gleichgemacht. Die paar noch erhaltenen Bauwerke haben wir besichtigt und danach ein Einkaufszentrum besucht. Beim getrunkenen Kaffee ist es natürlich nicht geblieben. Gegen Abend sind wir nun zurück und pflegen die Ruhe.

Samstag, 03.05.2014

Dass so viele Leute auf den Strassen sind und dass die meisten Geschäfte geschlossen haben, wundert uns sehr und auf unsere entsprechende Anfrage hin teilt man und mit dass heute der polnische Unabhängigkeitstag sei. Heute morgen sind wir von Stettin mach Mielno gefahren. Die Strasse war, mit wenigen Ausnahmen, erstaunlich gut und praktisch keine Lastwagen unterwegs. Wir haben bei strahlender Sonne, aber nur 12° und wolkenlosem Himmel die Fahrt genossen. Schöne Landschaft, saubere Dörfer, fast kein Verkehr, was will man mehr. Hier in Mielno stehen wir auf einem kleinen aber feinen Campingplatz zwischen der Ostsee und dem Haff. 

Mielno ist einer der wichtigsten Badeorte in Polen, also gewissermassen Rimini an der Ostsee. Trotz Wind und nicht gerade hochsommerlicher Temperatur sind viele Leute am Strand und sonnen sich. Wir haben den heutigen Tag dazu verwendet um einmal Nichts zu tun. Wir sind spazieren gegangen, haben ein bisschen geshopt und uns mit frischen Waffeln mit Schlagrahm und Beeren verpflegt.

Sonntag, 04.05.2014

Fast wie in der Sahara, so fein ist der Sand. Eher wie Mehl als wie Sand. Es ist sehr schwer darauf zu gehen, geschweige denn, die Dünen zu erklettern. Natürlich haben wir es trotzdem gemacht und wurden mit einem wunderbaren Weitblick belohnt. Von Mielno sind wir heute Morgen hierher nach Leba gefahren. Unterwegs haben wir einen Lidl besucht und uns eingedeckt. Vom bewachten Parkplatz her sind wir mit einen Elektrokarren die 6 km bis zu den Dünen gefahren worden (natürlich nicht gratis) und sind dann zu Fuss aufgestiegen. Zurück sind wir die halbe Strecke am Strand entlang zu Fuss gegangen und haben danach bis zum Parkplatz wieder den Elektrokarren genommen. Nun stehen wir hier und werden auch hier übernachten.

Und, nein, es ist nicht Schnee, es ist Sand und ein menschenleerer Strand - märchenhaft.

Montag, 05.05.2014

Die Strasse hat uns wieder und mit ihr auch die Lastwagen. Doch wie bereits festgestellt, da sehr, sehr viele Kontrollen gemacht werden und praktisch in jedem Dorf ein Radar steht fahren die Polen, egal ob PW oder LKW wirklich sehr diszipliniert. Nur ganz selten wird gerast oder saublöd überholt. Wir sind heute ein bisschen früher gestartet und wollen nach Danzig (Gdansk) fahren. Hier haben wir uns für den Campingplatz Stogi 218 entschieden. Sauber, freundlich und günstig, ganz so wie wir es uns natürlich nicht vorgestellt haben. Am Nachmittag sind wir mit dem Tram in die Innenstadt gefahren. Das ist alleine schon ein Erlebnis. Ich habe in meinem Leben noch nie ein Bahn auf so krummen Schienen fahren wie, wie hier. Unglaublich. Das Tram hüpft und schlingert, legt sich schief weil eine Schiene tiefer liegt und fährt trotzdem mit einem ansehnlichen Tempo voran. 

Die Altstadt ist sehr schön anzusehen. Die meisten alten Häuser sind neu, nach den alten Plänen  aufgebaut worden, denn Ende 1945 stand von Danzig praktisch nichts mehr. Den Tag haben wir mit einem Einkaufsbummel beschlossen und geniessen nun den Abend auf dem Campingplatz.

Dienstag, 06.05.2014

Sie ist einfach gewaltig, die Marienburg,  sie ist eine Ordensburg. Von 1309 bis 1454 war die Burg Sitz der Hochmeister des Deutschen Ordens im Deutschordensstaat. Die weiträumige Burganlage ist der grösste Backsteinbau Europas. 

Heute Morgen sind wir von Danzig hierher nach Marienburg gefahren und haben auf einem Parkplatz bei der Burg angehalten. Versehen mit Tickets und Audioguides erstürmen wir die Burg. Um das ganze Ensemble zu betrachen, brauchen wir 4 Std., denn die Ausmasse sind einfach gewaltig. Müde, stärken wir uns am Ende des Rundgangs mit einen Schaschlik und fahren dann nach Elblag. Hier auf dem Campingplatz übernachten wir.

Mittwoch, 08.05.2014

Schade, die ganz speziellen Schleusen sind nicht in Betrieb. Man hofft, so gegen Ende September mit den Renovierungsarbeiten fertig zu werden. Wir sprechen hier vom Elblag-Kanal. Hier wird ein Hügel überwunden, indem die Schiffe auf einem Wagen auf Gleisen über Land gezogen werden. Ein in Europa einmaliger Vorgang. So blieb uns nur, die Baustelle zu besichtigen (und ein Bild aus dem Internet anzufügen) - Schade. 

Nun, machen wir halt einen Stadtbummel durch Elblag und geniessen einen feinen Kaffee auf einer Terrasse bei Sonnenschein und endlich richtig warmen Temperaturen. 

Danach sind wir, wie gesagt, an die Baustelle der 2. Schleuse gefahren. Und danach weiter bis hierher nach Olsztyn, den ehemaligen Allenstein, in der Mitte der Masuren. Hier stehen wir auf einem Campingplatz eines Hotels. Unglaublich schön, direkt am See. Hinter uns das Hotel mit den teuren Seesichtzimmern, vor uns der See. Daneben das hoteleigene Hallenbad, das wir benutzen können. Genial.
 

Donnerstag, 09.05.2014

Olsztyn, oder deutsch Allenstein, liegt zwar im Zentrum der Masuren, bietet aber sonst nicht gerade viel. Die Altstadt ist nicht sehr alt und die eigentliche Sehenswürdigkeit, die Burg Allenstein ist momentan in Renovation und kann nicht besichtigt werden. Lediglich das Kopernikus-Museum im rechten Flügel können wir besuchen, aber auch das bietet uns anspruchsvollen West-Touristen nicht gerade viel. Wir sind heute Morgen mit unseren Velos die 4 km in die Innenstadt gefahren und haben uns die Altstadt angesehen. Und nach einem kurzen Mittagessen im KFC sind wir wieder zurück gefahren (dummerweise lag ein grösseres Damen-Modegeschäft am Weg). Und so pflegen wir nun die Ruhe und Faulheit an unseren Super-Stellplatz.

Freitag, 09.05.2014

Eine Schifffahrt die ist lustig….. Anita und Ich machen gerade eine kleine Rundfahrt auf dem Mikolajki-See. Pfisters wollten nicht, das heisst eigentlich wollten wir Mittagessen gehen, aber am Kai wurden wir abgefangen und mit dem Argument ‚auf dem Schiff hat es ein kleines Restaurant‘ geködert. Nun, einen Kaffee haben wir erhalten und die beiden Biberli hat Anita im Rucksack mitgenommen. Aber man mag nicht klagen, die Fahrt war schön. Und alle Informationen und Ansagen wurden für uns 2 in Deutsch gemacht.

Am Morgen haben wir unseren Super-Campingplatz verlassen und sind hierher nach Mikolajki gefahren. Und nun, nach unserer Schifffahrt fahren wir nach Suwalki und stehen nun auf einem ganz privaten Platz. Ganz nett, mitten in der Stadt. Suwalki ist der letzte grössere Ort vor der Grenze nach Litauen. Und da wollen wir morgen hinfahren.

Samstag, 10.05.2014

War das eine Fahrt. Von Suwalki heute Morgen, hierher nach Kaunas in Litauen. Es regnete in Strömen. Auf der Strasse blieb das Wasser liegen und nebst uns zwei fuhren noch etwa gefühlte 10‘000 Lastwagen auf dieser Strecke. Natürlich weiss ich, dass das praktisch die einzige Strasse ist, die von Polen nach Litauen führt. Aber dass alle LKW’s dieser Welt sich heute hier ein Stelldichein geben, das wussten wir nicht. Nun, nach der Ankunft in Kaunas sind wir direkt auf den Campingplatz gefahren, haben parkiert und sind danach mit dem Trolleybus in die Innenstadt gefahren. Kaunas hat eine schöne, 2 km lange Fussgängerzone, die allerdings so ganz ohne Fussgänger ein bisschen verloren aussieht.

Dies weil Samstags die Geschäfte meist um 16:00 Uhr schliessen. Einige Kirchen und eine teilweise renovierte Burg haben wir uns angesehen und per Bus wieder zurück zum Campingplatz gekommen

Sonntag, 11.05.2014

Kleipeda bietet eigentlich nicht so viel, wie wir angenommen haben  Die paar Sehenswürdigkeiten, hauptsächlich Statuen und eine Kirche sind schnell abgehakt und der Rest gleicht der Zürcher Bahnhofstrasse am Sonntag, es ist tote Hose. Alles geschlossen und niemand auf der Strasse. 

Heute Morgen sind wir von Kaunas hierher gefahren. Die Strasse ist sehr gut. Lastwagen waren praktisch keine unterwegs und meist schien die Sonne oder aber es regnete wenigstens nicht. So haben wir die 230 km bis Klaipeda schnell hinter uns gebracht. Nur die Suche nach dem Campingplatz war etwas umständlich. Mein Navi hat mich auf dem kürzesten Weg bis auf 2 km an den Platz gebracht. Aber Feldwege, noch dazu grasbewachsene Feldwege dem Waldrand entlang fahre ich schon aus Prinzip nicht. Hans-Jürg's Navi hat uns dann über einen 15 km Umweg ans Ziel geführt. Der Platz selbst ist einwandfrei und liegt sehr schön.

Montag, 12.05.2014

Das Bernsteinmuseum ist leider heute geschlossen, so blieb es dabei, das Schloss von Aussen (resp. das was davon zu sehen ist) und den Schlosspark, der momentan auch restauriert wird, zu betrachten, resp. darin herum zu spazieren. 

Wir sind die paar Kilometer heute morgen nach Palanga gefahren und danach Litauen verlassen und hierher nach Liepaja (Lettland) gefahren. Hier haben wir uns die Stadt angesehen. Der kulturelle Unterschied zu Litauen ist nicht nur spürbar sondern auch gut ersichtlich. Die Strassen sind mehrheitlich Flickenteppiche und nicht besonders angenehm zu fahren. Die Häuser am Strassenrand meist aus der russischen Zeit.

Da Liepaja keinen Campingplatz aufweist, sind wir noch ein paar Kilometer weitergefahren und stehen nun in Pavilosta an der Marina, fast zwischen einigen Yachten. von Pavilosta 

Dienstag, 13.05.2014

Hier in Ventspils gibt es nicht allzuviel zu sehen. Die Stadt am Meer ist relativ neu, Alte Häuser sind fast nicht zu finden, und wenn, dann meist total verwahrlost. Schade - es wäre eigentlich ein schöner Flecken Erde. Wir sind heute Morgen von Pavilostra hierher gefahren und wollen dann am Nachmittag weiter nach Riga. Der Spaziergang durch die Stadt, den Markt und ein Warenhaus verlief gut, es wurde nicht allzu teuer. Erstaunlich sind die Kühe, in der ganzen Stadt verteilt finden sich Kühe. Kühe in allen Farben und Formen, obwohl es sich doch hier um einen Fähr- und Fischereihafen handelt und nicht um eine landwirtschaftliche Umgebung. 

Nun, am Nachmittag sind wir wie geplant die 190 km nach Riga gefahren und stehen nun auf einem Hotel-Camping. Im Restaurant haben wir eine sehr gute, sehr reichhaltige und sehr günstige Mahlzeit genossen und werden heute gut schlafen.

Mittwoch, 14.05.2014

Riga, die Millionenstadt beeindruckt natürlich zuerst mit dem Verkehr und dann aber mit der Altstadt, die wir heute per Taxi erreicht haben. Das Wetter sah am Morgen zwar etwas regnerisch aus, hat sich aber dann sehr schnell massiv gebessert und bald sind wir mit warmen Sonnenschein beglückt worden. 

Die Altstadt bietet so Einiges was anzusehen sich lohnt. Sehr bald haben wir die St.Peters Kirche gefunden, auf deren Turm ein Lift fährt. Aus etwa 70 m Höhe haben wir dann fast über die ganze Stadt gesehen.

Schmale Gassen mit alten Häusern (natürlich alles restauriert), breite Plätze, viele, viele Beizen und viele Souvenirläden. Danach haben wir uns den Markthallen (riesengross) und dem Freiheitsdenkmal mit der permanenten Wache gewidmet. Mit vollem Magen, Stroganoff auf Lettische Art, haben wir uns dann in den Stadtpark verzogen und dort die schönen Grünanlagen genossen. 

Nach einem ausführlichen Spaziergang dem Fluss entlang sind wir abends mit einem Taxi wieder auf unseren Campingplatz zurück gebracht worden.

Donnerstag, 15.05.2014

Rundale Pils, so heisst dieses riesige Schloss in Rundale, das einem der Zarenschlösser in St. Petersburg nachempfunden ist. Erstaunlicherweise bleibt der Eintrittsobulus bescheiden und für einen Euro mehr darf man sogar fotografieren. Wir haben hier auf dem Parkplatz für Busse, neben etwa 10 Reisebussen parkiert, nachdem wir heute Morgen von Riga hierher gefahren sind. 

Das Schloss ist totalrenoviert und sieht entsprechend schön aus. Natürlich gehen wir in den vielen Reisegruppen unter. Sogar eine Gruppe von Costa ist hier, das Schiff wird in Riga stehen. Das Interieur ist wie so oft in Schlössern meist nicht original, sondern entweder zusammengetragen und/oder nach alten Plänen und Zeichnungen neu angefertigt.

Nach dem Besuch sind wir zum Campingplatz in Bauska gefahren, haben etwas zu Mittag gegessen und sind dann mit den Velos zur Besichtigung der hiesigen Burg aufgebrochen. Sie ist leider schon etwas verfallen, wird aber gerade renoviert. Das Museum, das wir besuchen ist den Eintritt nicht wert, aber was solls. Es ist nun einmal so hier im Baltikum: Lebenskosten extrem niedrig, Dienstleistungen sehr teuer.

Freitag, 16.05.2014

Heute ist ein Fahrtag. Wir müssen heute, gemäss unserer Planung ca. 350 km zurücklegen. Wir fahren von Bauska nach Vilnius, die Hauptstadt Litauens. Unterwegs machen wir zuerst einen Halt am 'Berg der Kreuze'. Es ist zwar eindrücklich, zu sehen wie Gläubige aus aller Welt hier etwa 100'000 Kreuze abgelegt resp. eingeschlagen haben, aber mir kommt das doch etwas 'spanisch' vor. Meine Welt ist das nicht.

Leider hält das Wetter nicht, was es uns heute Morgen, noch beim Wegfahren, versprochen hat. Es wird immer schlechter resp. regnerischer. Bald liegt ein dauerndes Nieseln in der Luft, nie sehr stark aber dafür immer wieder einmal. Den zweiten Stop machen wir beim 'geografischen Mittelpunkt von Europa'. Für einen kurzen Moment hält Petrus das Wasser zurück und wir können trockenen Fusses den Stein, der den Mittelpunkt markiert, besteigen. Die Flaggen der Europäischen Länder sind aufgezogen, aber es ist symptomatisch, es sind nur deren 28 (nur die EU)

Hier in Vilnius stehen wir nun auf dem City Camping und hoffen für Morgen auf besseres Wetter.

Samstag, 17.05.2014

Und unsere Hoffnung war berechtigt, der Morgen begann heute strahlend schön. Gestern Abend haben wir beim Platzwart noch eine Stadtrundfahrt gebucht und der Bus hat uns heute Morgen um halb Zehn Uhr hier am Platz abgeholt. Eine sehr schöne Stadt wird uns auf der 1,5 stündigen Rundfahrt gezeigt. Die Fahrt endet beim Domplatz, direkt unter dem Hügel mit der Burgruine, den wir anschliessend natürlich besteigen. Die Aussicht ist famos. 

Nachher gehen wir etwas durch die Altstadt. Die Menschen auf den Strassen nehmen dauernd zu. Klar bei 600'000 Einwohnern und dem Tag der Strassenmusik. Wo wir hingehen, überall Strassenmusikanten. Leise und sehr Laute, Gute und weniger Gute, Anfänger und Könner. Vom einzelnen Geigenspieler bis zur Jazzband. Alles ist auf der Strasse. Und das bei Sonne und Wärme, so dass wir heute im T-Shirt spazieren können. 

Vilnius zeigt sich uns von der besten Seite und wir stellen fest: Vilnius ist eine wirklich sehr schöne Stadt. Abends fahren wir mit einem Taxi zurück zum Campingplatz und sonnen uns ein bisschen vor den Wohnis. Das kurze Gewitter am Abend stecken wir locker weg, wir haben schon stärkeren Regen erlebt. 

Sonntag, 18.05.2014

Das Wasserschloss von Trakei ist gemäss den verschiedenen Auskünften von Litauern eines der grössten Sehenswürdigkeit des Landes. Na ja, es sieht tatsächlich gut aus, wurde aber auf den sehr kümmerlichen Ruinen des ursprünglichen Schlosses in den 1970er Jahren komplett neu aufgebaut. Und das sich darin befindliche Museum reisst einen auch nicht vom Hocker. Da Trakei aber sowieso auf unserem Weg nach Warschau liegt, haben wir heute Mittag dem Schloss unseren Besuch abgestattet. Erstaunlich: Eintritt 12 Litas, Parkplatz pro Wohni 20 Litas.

Nachher sind wir, wie geplant, die 220 km nach Augustow (Polen) gefahren. Hier wollen wir campieren. Doch der Platz, der sehr idyllisch liegt, öffnet erst per Juni 2014. Was nun, der nächste Platz laut unseren Informationen finden wir in Elk und das ist etwa 50 km weiter weg. Dazwischen nichts. Also fahren wir halt nach Elk. Und wie's der Teufel so will. Auch dieser Platz öffnet erst per Juni seine Tore. Und so stehen wir auf einem kleinen, aber wunderschön gelegenen Parkplatz direkt am See in Elk und werden hier übernachten.

Montag, 19.05.2014

Der von mir ausgewählte Campingplatz (4 Sterne) in Warschau ist belegt. So ein Sch... Also verziehen wir uns halt auf den Alternativplatz, den einzigen den es hier noch gibt und bezahlen den Phantasiepreis. Auch wenn es nur ein 1 Sterneplatz ist. Aber Warschau hat nun mal nur diese beiden Plätze und nachdem wir gestern frei gestanden sind, ist heute wieder ein Campingplatz angesagt. Heute morgen sind wir von Elk hierher nach Warschau gefahren. Und wieder sind wir an unzähligen Storchennestern vorbei gefahren. Ich habe noch nie so viele Störche gesehen. Hier geniessen wir heute den Rest des Tages an der Sonne, lesen, liegen faul herum und tun ganz einfach nichts. 

Dienstag, 20.05.2014

Ganz im Gegensatz zu unserer vorgefassten Meinung ist Warschau eine sehr sehr schöne Stadt. Mit dem Expressbus sind wir heute morgen ins Stadtzentrum gefahren. Direkt beim Platz 'Charles de Gaulle' (was hat der eigentlich mit Warschau zu tun?) beginnt die Strasse, die gesäumt mit vielen alten, natürlich total renovierten resp.neu aufgebauten Gebäuden direkt in die Altstadt führt. Diese wiederum beginnt mit dem grossen Platz vor dem königlichen Schloss (das eigentlich gar nicht wie ein Schloss aussieht). Und auch hier gilt, nach 1945 war hier alles flach. Und erstaunlicherweise schon während der russischen Besatzung wurde mit der Rekonstruktion der Gebäude, nach alten Plänen und alten Zeichnungen begonnen. Heute sieht es aus, als währe die Stadt hier mindestens 500 Jahre alt oder älter. 

Beim Eingang zur Altstadt steht auch ein Aussichtsturm, den wir natürlich bestiegen haben und daneben eine wirklich wunderschöne kleine und ganz unscheinbare, katholische Kirche. Sie hat mir, der ich doch mit Kirchen sonst nichts am Hut habe, sehr gut gefallen. 

Nach einem etwas speziellen Mittagessen (Jüdisches Restaurant, Polnisches Rezept, Russische Pfannkuchen) sind wir zum 'vielgeliebten' Warschauer Wahrzeichen, dem Kulturpalast gegangen. Von der Terrasse im 30. Stock hat man eine schöne Aussicht über die Stadt und sieht auch, wo die 4.5 Mio Einwohner alle wohnen. 

Danach haben wir eine Stadtrundfahrt gemacht und sind anschliessend im grössten Einkaufstempel des Landes gelandet (etwa 4-5x das Glattzentrum). Abends gings dann noch einmal zurück in die Altstadt und schliesslich sind wir mit dem Bus etwa um 10 Uhr zurück zum Campingplatz gefahren.

Mittwoch, 21.05.2014

Der Campingplatz in Wroclaw (Breslau) entspricht nicht ganz den 4 Sternen eines Hotels, aber es ist durchaus ein sehr schöner Platz mit aller erforderlichen Infrastruktur. Wir sind heute die doch recht grosse Strecke von ca. 360 km von Warschau hierher nach Breslau gefahren. Erstaunlicherweise meist auf Autobahnen, die weder unsere Navi's noch die gekauften Strassenkarten gekannt haben. Dies allerdings nicht, ohne dass wir vorher das wunderschöne Schloss in Wilanow, am Stadtrand von Warschau zu besichtigen. Der Bau soll der Liebe eines Königs wegen entstanden sein. Und auch hier gilt: Ende 1945 standen hier nur noch Ruinen, heute wieder ein wunderschöner kleines Schloss mit einem fast unglaublich grossen Park mit See, nicht mit Teich oder Weiher, sondern mit See.

Donnerstag, 22.05.2014

Eine sehr schöne Altstadt hat dieses Breslau. Sehr schön. Wir sind mit dem Tram vom Campingplatz direkt in die Innenstadt gefahren. Die 30 minütige Fahrt kostete immerhin 3 Zloty (0.90 CHF). Wir schlendern durch die Altstadt und bewundern die wunderschön renovierten Häuser. Natürlich lag auch Breslau nach dem 2. Weltkrieg in Schutt und Asche, der Wiederaufbau ist aber gelungen.

Von der Kathedrale, die sich auf einer Insel befindet, resp. von deren einen Turm (wir sind mit dem Lift da hinauf gefahren) haben wir eine Superaussicht, sowohl über die Altstadt als auch über die Neustadt. 

Nach einem Mittagessen in einer der hunderten Restaurants und einem kleinen Verdauungs-Spaziergang haben sich Rosmarie und Hans-Jürg verabschiedet. Sie wollen zurück zum Campingplatz, Wir hingegen bleiben in der Stadt, denn schliesslich wollen wir noch das berühmte Panorama sehen, und Karten haben wir per 18 Uhr bekommen. Das war tatsächlich ein eindrückliches Erlebnis. Es handelt sich dabei um DIE Schlacht der Polen gegen die Russen 1894. Die Schlacht, die Polen nach rund 400 Jahren erstmals einen eigenen Staat gebracht hat. Also fast so wie unser Rütlischwur. Schon allein die Grösse der Leinwand ist eindrücklich, 120 x 15 Meter. 

Danach hatten wir noch eine etwas unruhige Nacht. So gegen 23 Uhr fanden sich 2 Holländer auf dem Campingplatz ein. Direkt neben uns. Da wurde dann in aller Ruhe der Wohnwagen parkiert und dann palavert und Hundezwinger aufgestellt. Am Morgen haben wir dann festgestellt, dass darin 8 Boxer untergebracht wurden. Wir wussten zwar, dass im Stadion am Wochenende die Weltmeisterschaft der Boxer abgehalten wird, dass es sich dabei allerdings um Hunde handelt, haben wir nicht gewusst.

Freitag, 23.05.2014

Ein Fahrtag steht uns bevor, wir verschieben unsere Zelte von Breslau nach Prag. So etwa 300 km. Um 9 Uhr fahren wir los und nach einigen Zwischenstops erreichen wir ca. um 17 Uhr (in der Zwischenzeit hat es leider ein wenig geregnet)  den Campingplatz auf einer Insel in der Moldau, inmitten der Stadt Prag. Ein erster Stop war notwendig um Einzukaufen. Einen zweiten Halt machten wir in Bolda, dies ist ein Wallfahrtsort mit einer sehr schön ausgebauten Basilika.

Wenn doch nur die Bilder, Statuen und Steine des Polen-Papstes Paul II nicht wären. Die Penetranz, mit der dieser Mann von den Polen verehrt wird, führt bei uns schon fast zu einem Verfolgungswahn.

Samstag, 24.05.2014

Es hat geregnet, diese Nacht, respektive geschüttet. Und die Temperatur ist merklich gesunken. Um 9 Uhr sind wir mit Tram und Metro in die Stadt gefahren. Wir werden heute mal probieren, ob die Route, so wie sie im Prag-Führer erwähnt ist, eingehalten werden kann. Daher sind wir per Metro bis zum Wenzelsplatz gefahren. Hier hat ja 1968 der Prager-Frühling angefangen. Es ist immer noch grau und ein Regenschauer zwingt uns die Schirme zu öffnen. Doch keine 10 Minuten später ist es vorbei und Prag trocknet bei Sonnenschein schnell. Langsam füllen sich die Strassen und Plätze mit Menschen, halb Prager, halb Touristen. 

Wir gehen den Weg von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit und sind genau um 12 vor dem Rathaus, wo zu jeder vollen Stunde ein Glockenspiel mit Figuren stattfindet. Gesehen haben wir allerdings nichts, denn die Menschenmassen liessen nicht mehr zu, etwas von vorne zu sehen und seitwärts, na ja.. Danach sind wir per Lift auf den Rathausturm gefahren und haben die Innenstadt von oben betrachtet. Auch hier waren wir leider nicht ganz allein. Nach einem Mittagessen haben wir dann den Pulverturm, das Judenviertel und die Moldau besucht. Und gegen 17 Uhr haben sich unsere Wege getrennt. Pfisters sind zurück zum Campingplatz gefahren, wir haben in einer Kirche am Hauptplatz ein Orgelkonzert besucht und sind danach bis etwa 9 Uhr noch in der Stadt geblieben. 
 

Sonntag, 25.05.2014

Wir werden heute durch die Sonne geweckt. Schon bald nach dem Frühstück sind wir wieder in der Stadt. Heute ist der ganz alte Kern der Stadt an der Reihe. Der Teil auf der anderen Seite der Moldau. Hier liegen die berühmten Dinge wie Karlsbrücke, Karlsburg usw. Wir sind bis zum Mittag damit beschäftigt, uns alles anzusehen (gegen Gebühr, versteht sich) und nach einem extrem teuren  Mittagessen mit Cola und Sandwich sehen wir uns die Burg von Innen an. Nachmittags spazieren wir dann hinunter in die von Touristen völlig überrannte Altstadt, über die Karlsbrücke zum Altstater-Ring und dann noch einmal zum Wenzelsplatz. Abend geht es mit Metro und Tram zurück zum Wohnmobil.

Montag 26.05.2014

Heute scheint nicht unser Tag zu sein. Zwar sind wir, wie vorgesehen von Prag hierher nach Regensburg gefahren. Aber teilweise als Cabriolet. Auf der Autobahn kurz nach Prag gab's einen sehr lauten Knall und unser grosses Dachfenster vorne war nicht mehr. Von Hans-Jürg, der hinter uns fuhr, kam die lapidare Frage "war das euer Fenster, das gerade etwa 3 Meter in die Luft und dann direkt auf die Autobahn geflogen ist ?". Ja, verd.., das war unser fest eingebautes Frontfenster, das nicht geöffnet werden kann. Glücklicherweise fiel es nicht auf einen der hinter uns fahrenden Autos. An der nächsten Raststätte haben wir angehalten und die Oeffung mit einem dicken Plastiktuch, das ich glücklicherweise dabei habe, abgedeckt und angeklebt. So sind wir dann hierher nach Regensburg gefahren und haben hier den hiesigen Hobby-Händler aufgesucht. So unglaublich viel Verständnis und Hilfsbereitschaft habe ich schon lange nicht mehr erhalten. Man werde morgen Hobby kontaktieren, heute sei es schon zu spät (es war gerade 15:10 Uhr), und fragen, ob ein solches Fenster am Lager sei und mich dann informieren. Und so lange, ja da habe ich halt eben ein Problem weil seine Werkstatt auch schon zu wäre, aber das sei ja nicht seines, meinte der Mann vom Kundendienst. Danach sind wir zum Campingplatz gefahren und haben tatsächlich noch einen Stellplatz erhalten. Hier wurde uns dann mitgeteilt: "Uebermorgen beginnen die Katholikentage, wir erwarten etwa 80'000 Besucher in Regensburg" - schön. Und seit 1.5 Stunden (es ist jetzt 20:00 Uhr) giesst es wie aus Kübeln. Ein Gewitter befindet sich direkt über uns. Bis jetzt hält unser Provisorium. Nein - heute ist definitiv nicht unser Tag !

Dienstag, 27.05.2014

Den Schirm müssen wie heute mit nehmen. Es hat die ganze Nacht geregnet. Unsere provisorische Scheibe hat gehalten. Jetzt stehen wir an der Bushaltestelle, wir wollen uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Regensburg ansehen. Den ganzen Tag über haben wir abwechselnd grau in grau, Sonnenschein und Regenschauer. Von Brückenturm an der steinernen Brücke hat man eine gute Aussicht über die Altstadt. 

Die ersten Besucher des Katholikentages sind eingetroffen, aber der Rummel hält sich noch in Grenzen, so dass wir uns die Altstadt in Ruhe ansehen können. Wir machen mit einen kleinen Zug eine Stadtrundfahrt, müssen aber abbrechen, Anita hält die Rüttelei über die Kopfsteinplaster der Altstadt nicht lange aus. Danach suchen wir das Schloss der Thurn & Taxis auf. Leider lässt sich das Schloss nur mit Führung, die erst in 1.5 Stunden startet, besichtigen. So begnügen wir uns mit der Besichtigung der Schatzkammer. Nach einem letzten Spaziergang kehren wir zurück zum Camping. 2 Stunden später sind wir, 'gut bekleidet' zurück in der Stadt und den Geburtstag unserer Frauen mit einem gediegenen Nachtessen zu feiern. Dazu haben wir uns für ein sehr schönes, kleines italienisches Lokal entschieden, denn alle Deutschen Lokale sind hier in der Altstadt Bierschuppen. Nach einem ausgezeichneten Essen schlafen wir gegen 24 Uhr ein.

Mittwoch, 28.05.2014

Es hat diese Nach wieder geschüttet und die Aussichten für die Region sind grauenhaft. Regen, Nass, Regen. Die von der Wetterprognose von Bayern1 erzählen etwas von Sonne am Bodensee und da gibt es für uns kein Halten mehr. Zusammenpacken und losfahren, immer Richtung Süden. Auf der Autobahn, damit es schnell geht. Um München herum, weiter Richtung Bodensee. In Lindau angekommen scheint wirklich die Sonne, es ist warm und einfach herrlich (übrigens mein Provisorium hat gehalten). Wir bummeln durch die Insel von Lindau, geniessen die Sonne, den See und den Eisbecher. 

Gegen Abend fahren wir vom Parkplatz zum Campingplatz Lindau-Park, der etwas ausserhalb der Stadt liegt und schon fast komplett gefüllt ist. Hier verbringen wir den Abend und schlafen danach sehr gut.

Donnerstag, 29.05.2014

Rosmarie will nach Hause und so heisst es eben: Schluss mit Lustig. Einpacken, abfahren und durch Bregenz, über die Grenze ins Rheintal. Pfisters fahren nach Sargans und dann über die A3, Hirzel, Luzern Brünig nach Hause und wir fahren durchs Toggenburg und sind so etwa gegen Mittag bei uns zuhause.

 

 


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