Juli 2019 - Nordkapp

Donnerstag, 11. Juli 2019  -  Schöllkrippen           

Wir sind wieder unterwegs. Bei nicht besonders gutem, aber immerhin trockenem Wetter sind wir so gegen 10 Uhr abgefahren. Zuerst haben wir in Lottstetten noch ein Paket abzuholen. Unser Reisemobil bekommt einen neuen Teppich im Fahrerhaus. Danach wird im Lidl noch der fehlende Proviant eingekauft und schon bald fahren wir durch Schaffhausen, Richtung Singen und dort auf die Autobahn nach Stuttgart. Danach heisst es fahren, fahren, fahren. Über die Autobahn, durch Staus und durch Regen. So gegen 20 Uhr kommen wir dann hier in Schöllkrippen an. Der Stellplatz liegt direkt neben den Badeseen, das Wetter ist aber alles andere als ‚anmächelig‘ und so bleiben wir im Trockenen und verbringen einen angenehmen Abend.

 

 

Freitag, 12. Juli 2019  -  Soltau

Eigentlich wollten wir heute nach Hamburg fahren, aber der Monteur in Schöllkrippen, der unserem Reisemobil einen Ladebooster eingebaut hat, brauchte bis 10:30 Uhr und so wurde die Strecke dann einfach zu lang. Das Wetter spielt heute etwas verrückt:  Mal scheint die Sonne, dann regnet es, dann giesst es wie aus Kübeln und dann scheint wieder die Sonne, fast wie im April. Dazu kommen dann die etwa 10 unterschiedlich langen Staus, von 5 Min bis zu fast einer Stunde war alles zu haben. Hier in Soltau hatten wir endgültig die Nase voll und sind hierher auf den Stellplatz bei der Therme gefahren. Und natürlich haben wir die Therme genutzt und im warmen Wasser gebadet und im Restaurant einen schnellen, aber feinen z’Nacht gegessen.

 

 

Samstag, 13. Juli 2019  -  Kiel

Hoffentlich war das der letzte Stau für die nächsten Wochen. Um schnell durch Hamburg zu kommen (durch den Elbtunnel), haben wir kurz vorher auf die Autobahn gewechselt. Die Fahrt auf der normalen Strasse von Soltau hierher war ein einziges Vergnügen und dann wieder ein riesen Stau vor dem Tunnel. Und danach war’s dann auch nicht besser. Kurz nach Hamburg haben wir die Autobahn verlassen und sind wieder über Landstrassen gefahren. Allerdings mündete sie dann wieder in die Autobahn, um um Kiel herumzukommen. Hier stehen wir nun auf einem Stellplatz direkt am Nord-/Ostseekanal. Am Nachmittag sind wir per Bus in die Innenstadt gefahren und haben dort endlich win USB-Kabel und einen Netzadapter kaufen können. Damit kann ich nun die Handys und Fotoapparate wieder laden (Die für die Reise bereitgestellten Kabel liegen immer noch auf meinem Schreibtisch). Seit Abend sind wir nun zurück und schauen den Schiffen zu.

 

 

Sonntag, 14. Juli  -  Kiel/Fähre

Wir nehmen es sehr gemütlich heute. So etwa um 15 Uhr müssen wir auf dem Parkplatz der Fähre sein. Also stehen wir spät auf, vergnügen uns lange mit dem Frühstück und sehen noch ein wenig den vorbeifahrenden Frachtern zu. Nach 13 Uhr starten wir dann und fahren zum Fährenterminal. Dort wird eingecheckt und dann lassen wir das Fahrzeug stehen und spazieren durch die nahezu ausgestorbene Stadt (Sonntag). Pünktlich um 17:45 beginnt unsere ‚Kreuzfahrt‘ mit der riesigen Fähre der Stena Line nach Göteborg, wo wir Morgen um 9:15 ankommen sollen.

 

 

Montag, 15. Juli 2019  -  Göteborg

Wir haben in unserer Kabine sehr gut geschlafen, dann auf dem obersten Deck gefrühstückt und sind rechtzeitig bereit, die Fähre zu verlassen. So etwa um 9:30 Uhr können wir ausfahren und schon bald stehen wir hier auf dem Stellplatz in Göteborg. Mit dem Tram fahren wir danach ins Stadtzentrum. Göteborg ist nicht gerade eine faszinierende Stadt, aber in der Altstadt fühlen wir uns wohl. Mit einem kleinen, sehr flachen Schiff fahren wir durch den Fjord und die Kanäle der Stadt. Bei der Oper stehen viele alte und teilweise sehenswerte kleine und grosse Schiffe und Kriegsschiffe. Seit 19 Uhr sind wir nun wieder zurück in unserem rollenden Heim.

 

 

Dienstag, 16. Juli 2019  -  Västerås

Es hat wieder geregnet, diese Nacht. Wir haben aber trotzdem gut geschlafen. Nach dem Frühstück ging nun die Fahrt quer durch Schweden los. Das heutige Ziel ist Västerås, 370km im Osten. Grossteils über die Autobahn, teilweise aber auch über eine normale Landstrasse, einfach weil’s da keine Autobahn gibt. Kurz vor dem Ziel haben wir in Arboga eine Pause eingelegt und die Altstadt dieser malerischen kleinen Stadt besucht. Eine Altstadt in der Antiquitäten-, Tand- (Staubfänger) und andere Geschäfte das Bild definieren. Seit 17 Uhr sind wir nun hier in Västerås am Yachthafen, haben einen längeren Spaziergang gemacht, fein zu Abend gegessen und verbringen nun einen ruhigen Abend.

 

 

Mittwoch, 17. Juli 2019  -  Hudiksvall

Eine weitere Tagesetappe geht heute bereits in Hudiksvall zu Ende. Wir stehen zusammen mit etwa 50 schwedischen Reisemobilen auf einem riesigen Parkplatz, direkt an der See. Eigentlich wollten wir nur spazieren gehen und dann weiterfahren, aber bei der Sonne, der Aussicht und den Kosten (gratis) haben wir beschlossen, hier zu bleiben. Natürlich haben wir den Spaziergang trotzdem gemacht. Unterwegs hierher haben wir einen ersten Stop in Gävle und einen zweiten in Söderhamn. Da haben wir uns den Turm auf dem Oskarsborg angesehen. 

 

 

Donnerstag, 18. Juli 2019  -  Umeå

Uff, CHF 45.00 für den Campingplatz, für eine Nacht, ich dachte schon, es ist teuer hier, denn es ist ja Hochsaison und die Campingplätze sind sehr gut belegt, aber soviel.. Nun es ist der letzte Platz für ca. 150km und die Betreiber wissen das natürlich. Hierher sind wir heute gefahren. Wieder so etwa 350km. Die Landschaft wird langsam aber sicher immer polarer. Die Tannen/Fichten haben den Birken Platz gemacht und Seen wechseln sich mit Fjorden ab. Schön, sehr schön. Weniger schön, die extrem vielen Reisemobile auf den Strassen, meist Schweden aber auch Norweger und Finnen. Wirklich sehr viele. Immerhin, es wird sehr korrekt gefahren, so dass wir absolut keine Probleme zu melden haben.

 

 

Freitag, 19. Juli 2019  -  Norrfjärden

Sehr weit sind wir heute nicht gekommen. Am Morgen haben wir unser rollendes Heim auf Vordermann gebracht (Wasser/Abwasser/WC usw). Danach sind wir losgefahren. Die Strasse ist teilweise Autobahn, teilweise ganz normale Landstrasse, es wechselt laufend. Aber die Gegend um die Strasse ist, wenn sichtbar, sehr sehr schön. In Piteå wollten wir das Städtchen besuchen, doch der Stellplatz am Hafen hat uns ‚abgelöscht‘. Da standen so etwa 100 Wohnmobile, kreuz und quer durcheinander, überall, wo ein Quadratmeter Platz war. Und so sind wir weitergefahren bis hierher nach Norrfjärden. Hier auf dem Camping Ladrike (in keinem unserer Verzeichnisse aufgeführt) haben wir uns um 13 Uhr hingestellt und einen ruhigen Nachmittag und Abend verbracht. Mit Lesen, Spazieren und einfach ausruhen.

 

 

Samstag, 20. Juli 2019  -  Pajala

Nach dem Verlassen des Camp Ladrike werden heute zuerst einmal etwa 150km gefahren. Wie seit Tagen, durch eine traumhafte Naturkulisse. Dann in Gammelstad machen wir Pause und sehen uns das ehemalige Kirchendorf an.  Es handelt sich um die erste Siedlung von Luleå aus dem 16. Jahrhundert. Eindrücklich, damals standen hier nur die Kirche und die etwa 400 winzig kleinen Häuschen. Da die Wege sehr lang waren, mussten die Kirchgänger hier übernachten. Die Häuschen sind heute alle in Privatbesitz, dürfen aber nicht dauerhaft bewohnt werden (kein Wasser, kein Abwasser). Bei der Weiterfahrt haben wir dann den Polarkreis überschritten/überfahren. Und Anita hatte eine Begegnung der speziellen Art. Ein Rentier lief auf der Strasse vor uns her. 

Nachdem wir dann weitere 100km hinter uns gebracht haben sind wir nun auf einem winzigen Camp gelandet, das total überfüllt ist (grins). Wir stehen praktisch am Flussufer in einer Traumkulisse.

 

 

Sonntag, 21. Juli 2019  -  Kautokeino

Die Hauptstadt der Samen, Kautokeino, ist im Sommer nicht stark bevölkert, im Winter hingegen sind die Leute, zusammen mit ihren Rentierherden, hier. Dann soll hier viel Leben sein. Hier auf dem Camping des Arctic Motels stehen wir seit etwa 15 Uhr. Wir haben keine Lust weiter zu fahren. Die Fahrt hierher war, wie immer, landschaftlich sehr, sehr schön. Allerdings wurde durch einen grossen Lastwagen vor uns ein Rentier zu Brei gefahren und wir mussten dann da durch - war nicht besonders angenehm.

 

 

Montag, 22. Juli 2019  -  Hammerfest

Tschüss Nordkap – es sind nicht ein paar Wohnmobile, die den Weg zum Nordkap einschlagen, nein es sind hunderte, dazu Busse mit Kreuzfahrt-Touristen. Nein, das wollen wir uns nicht antun. Stattdessen sind wir hierher nach Hammerfest, der nördlichsten Stadt der Welt, gefahren. Durch eine einmalige Landschaft, durch die Stadt Alta mit der verrückten Kirche, durch die Tundra, über Brücken auf denen es sich Rentiere bequem gemacht haben, durch Tunnels und über Strassen mit nicht so viel Verkehr. Eine, obschon etwas lange, wundervolle Fahrt.

Hier in Hammerfest stehen wir auf dem Stellplatz der Stadt. Wir haben gerade noch ein Plätzchen ergattert. Der Spaziergang durch die Stadt brachte uns die Gewissheit, dass hier Rentiere für die Bewohner dasselbe sind, wie bei uns Katzen. Sie streifen frei zwischen den Häusern umher. Nach einem Besuch des Museums verbringen wir jetzt einen gemütlichen Abend, die Sonne geht ja nicht schlafen, es ist daher und dank dem Golfstrom um 20 Uhr noch immer etwa 24 Grad warm.

 

 

Dienstag, 23. Juli 2019  -  Langfjordbotn

Nach der Abfahrt von unserem schönen Stellplatz haben wir uns zuerst die Meridians Säule des Struve-Bogens angesehen. Die steht ja hier in Hammerfest. Und danach sind wir vorbei am ‚Flughafen‘ nach Forsöl gefahren und haben uns die Insel von der anderen Seite angeschaut.

Nach der Rückfahrt von Hammerfest haben wir die grosse Pause beim Alta-Museum, dem Felskunst-Center (UNESCO) verbracht, uns die Felszeichnungen angesehen, die Ausstellung bewundert und eine Kleinigkeit gegessen. Die Petroglyphen sind zwischen 7000 und 2000 Jahre alt, teilweise ausgemalt, so dass sie einfach gesehen werden können. Die nicht ausgemalten Zeichnungen sind denn auch entsprechend schwer zu erkennen. Immerhin unterliegen sie seit tausenden von Jahren der Witterung.

Gegen Abend haben wir uns nun auf den Weg nach Süden gemacht und beim ersten Campingplatz angehalten. Hier stehen wir nun auf dem Altafjord Camping in Langfjordbotn, einem kleinen, dafür günstigen Platz

 

 

Mittwoch, 24. Juli 2019  -  Tromsö

Heute sind wir wieder durch eine grossartige Landschaft gefahren, nur leider wäre es schöner wenn’s schön gewesen wäre. Auf dem Weg hierher nach Tromsö konnten wir 2 x Fähren benutzen. Kostet zwar ein bisschen, spart aber mehr als 150km Fahrt. In Tronsö wollten wir eigentlich auf den Campingplatz, mussten aber feststellen: er ist ausgebucht. Nun, was soll’s, so stehen wir halt auf dem Stellplatz am Hafen und verbringen den Abend hier.

 

 

Donnerstag, 25. Juli 2019  -  Målselvfossen

Was für ein spezieller Tag war das heute! Er startet ruhig und interessant, verlief später nervig um dann in Wohlgefallen aufzugehen. Am Morgen haben wir unser Fahrzeug auf dem teuren Parkplatz in Tromsö stehen lassen und sind zu Fuss in die Innenstadt spaziert. Die Altstadt (die einzige Stadt nördlich des Polarkreises, die im 2. Weltkrieg von der Wehrmacht nicht verbrannt worden ist) ist sehenswert. Es waren einfach ein bisschen viele Leute da (2 Kreuzfahrtschiffe standen im Hafen) und so hatten wir dann nach ein paar Stunden einfach genug. Allerdings stand noch ein Besuch beim Coiffeur an. Es hat hier ein einer Strasse 8-10 Salons, einer neben dem anderen.

Danach sind wir dann losgefahren. Wir wollten den Campingplatz, der etwa 30km ausserhalb liegt, belegen. Nur, dort angekommen, war der Platz geschlossen. Also hiess es weiterfahren, es kommt ja alle paar Kilometer ein Camping. Nur, der nächste war ebenfalls geschlossen und die weiteren 2 entpuppten sich als reine Hüttenplätze. Bereits leicht genervt und 96 km später dann die Erlösung. Der Platz hier in Målselvfossen ist in Betrieb, und was für eine Aussicht, direkt neben einem recht ansehnlichen Wasserfall. Verdammt schön!

 

 

Freitag, 26. Juli 2019  -  Andenes

Ja, wir sind auf den Lofoten. Oder richtiger, auf den Westeralen. Der Weg auf der Strasse wäre so etwa 370km gewesen. Das wollten wir uns nicht antun und so sind wir nach Gryllefjord gefahrenen und haben dort die Fähre nach Andenes genommen. Die Fahrt nach Gryllefjord hat uns alle Strassenmöglichkeiten geboten, breite Hauptstrasse, schmale aber gute Landstrasse, Rumpelpiste und zuletzt eine einstreifige Strasse. Hier haben wir dann 2.5 Stunden gewartet, denn die Fähre fährt nur 3 Mal pro Tag. Nachdem wir dann eingeschifft und den Obolus entrichtet haben (ca. 180.-) sind wir während 100 Minuten übers offene Meer hierher nach Andenes gefahren worden. Hier haben wir uns auf dem Stellplatz im Hafen platziert, sind durchs Städtchen spaziert und hoffen jetzt auf einen gemütlichen Abend.

 

 

Samstag, 27. Juli 2019  -  Andenes

Das war ein Reinfall heute und erst noch ein kostspieliger. Wir haben gestern Abend noch eine Walsafari gebucht. Heute beim Aufstehen war allerdings dichter Nebel. Pünklich waren wir im Wal-Center. Dort erklärte man uns,und etwa 50 weiteren Personen, der Nebel werde sich spätestes in 30 Minuten verziehen, dann komme die Sonne. Daher werde die Fahrt statt wie geplant um 11 bereits um 10 Uhr stattfinden. Die ganze ‚Safari‘ dauerte dann 4.5 Stunden unter sehr starkem Wind und 2 Meter Wellen. Und ja, wir haben ganz kurz einen Orca und einen Pottwal gesehen und ansonsten gaben wir, und viele, viele andere, uns Mühe nicht die “Fische zu füttern“, was uns beiden aber nicht, und den meisten der Anderen auch nicht gelang. Und so waren wir dann heilfroh, endlich wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Die beiden Bilder stammen denn auch nicht von uns. Wir haben es nicht geschafft, abzudrücken.

Jetzt stehen wir hier auf dem Campingplatz von Andenes und erholen uns, bei strahlender Sonne, 12°C und starken Böen.

 

 

Sonntag, 28. Juli 2019  -  Harstad

Nach unserer Abfahrt heute Morgen vom Camping in Andenes, die Sonne lacht vom Himmel, der Wind bläst unverdrossen, fahren wir durch die wunderschöne Landschaft der Insel Andoya nach Sortland. Unterwegs begegnen wir dem Postschiff der Hurtigruten das wir dann in Sortland wieder antreffen. Hier verpflegen wir uns mit einem frugalen Mahl im Burger King und spazieren dann ein bisschen im Hafen herum. Eigentlich wollten wir nur bis hierher fahren, aber es ist einfach noch zu früh um schon auf den Campingplatz zu fahren und so wird beschlossen: wir fahren nach Harstad. Dazu muss ein Fjord per Fähre überquert werden. Auf einer sehr schönen Strasse fahren wir dann hierher und stehen nun seit etwa 16 Uhr auf dem Campingplatz von Harstad.

 

 

Montag, 29. Juli 2019  -  Narvik

Das war ja nur eine kurze Etappe heute, nur von Harstad nach Narvik. Den ersten Teil wieder durch wunderschöne Landschaft, den zweiten dann auf der E10 resp. E6 zusammen mit vielen anderen Wohnmobilfahrern (es scheint, hier in Norwegen besitzt einfach jeder ein Wohnmobil). Nun in Narvik haben wir den Berg Oskarsborg bezwungen und wurden mit einer genial schönen Aussicht über den Fjord beschenkt. Ansonsten ist die Stadt ja nicht gerade für ihre Schönheit berühmt (Die E6 führt mitten hindurch). Seit 17 Uhr sind wir zurück und stehen nun auf dem neu erstellen Stellplatz der Stadt und verbringen einen zwar sehr warmen, aber auch sehr windigen Abend.

 

 

Dienstag, 30. Juli 2019  -  Fauske

Mit vielen Stops sind wir heute einfach nur von Narvik hierher nach Fauske gefahren. Nach so etwa 100 Kilometern hörte die Strasse, es ist immerhin die E6 und somit die einzige Strasse weit und breit, plötzlich auf und wir mussten die Fähre benutzen. Erstaunlicherweise stand sie bereits da und wir waren nur noch die letzten, die aufgefahren sind. 40 Minuten später hatten wir wieder festen Boden unter den Rädern und die Fahrt durch einmalige Landschaft ging weiter. Um 15 Uhr sind wir hier in Fauske angekommen und haben einen längeren Spaziergang gemacht. Danach ging es auf den Campingplatz, wo wir jetzt den Abend verbringen werden.

 

 

Mittwoch, 31. Juli 2019  -  Mo i Rama

Die Strecke mit den vielen Tunnels haben wir nun hinter uns. Ansonsten war die Strasse, abgesehen von einer 35km Baustelle gut zu fahren und absolut problemlos. Nach etwa 100 km haben wir einen grösseren Stop bei einer Nationalpark-Info eingelegt, ein paar Souvenirs gekauft und eine Kunstausstellung der Samen angesehen. Etwas später dann der fast obligatorische Stop am Polarkreis.

Die Weiterfahrt führte uns dann, über zum Teil abenteuerlichen Strassen, hinauf zur „Grönligrotta“, die wir besichtigt haben. Nun stehen wir auf dem Campingplatz von Mo i Rana und geniessen die Abendsonne.

 

 

Donnerstag, 01. August 2019  -  Trones

Das war nicht ganz unser Tag heute. Nicht weil es uns etwa nicht gut gefällt, sondern einfach, weil wir sehr lange keinen Campingplatz gefunden haben, der unseren doch recht bescheidenen Ansprüchen genügt. Also nicht direkt an der E6 und bitte nicht nur ein Betonplatz und evtl. ein, zwei Bäume für Schatten und bitte mit Toilette. Und so sind wir gefahren, gefahren und gefahren. Haben Baustellen um Baustellen passiert, wurden durchgeschüttelt und mit Staub eingehüllt. Am Laksfossen haben wir Halt gemacht und stehen jetzt auf einem zwar schönen Campingplatz, aber direkt neben einem Vergnügungspark für Kinder. Nun ich denke, nachts wird der geschlossen sein, und wir haben doch noch unsere Ruhe.

 

 

Freitag, 02. August 2019  -  Malvik

Und wieder haben wir die Rechnung ohne die Norweger gemacht. Wir wollten uns den „Fiskumfoss“, den 60m hohen Wasserfall ansehen. Nur, da war nichts, nichts ausser ein riesiges neues Fluss-Kraftwerk, das den Fluss staut und praktisch kein Wasser mehr durchlässt – schade. Nun dann haben wir uns halt mit dem etwas kleineren (16m) „Formofoss“ und den dazugehörenden Stromschnellen entschädigt. Nach einer ausgiebigen Pause sind wir dann später hierher auf den riesigen und sehr, sehr gut besuchten Campingplatz in Malvik bei Trondheim gefahren und haben noch eine recht gute Parzelle gefunden.

 

 

Samstag, 03. August 2019  -  Trondheim

Wir sind müde – müde von der ausführlichen Stadtbesichtigung, die wir heute gemacht haben. Heute Morgen sind wir vom Camping hierher auf den Stellplatz der Stadt Trondheim, mitten in der Stadt, gefahren. Danach ging’s dann zu Fuss durch die Innenstadt. Schnell waren wir inmitten von Abertausenden von Menschen, denn wir sind mitten ins jährliche Olav-Fest geraten (Olav der Heilige (1030), König von Norwegen). Und so sind wir dann bald an den Fluss Nidelva spaziert und haben uns die bekannten Speicherhäuser angeschaut. Seit 18 Uhr sind wir nun wieder zurück und geniessen den Abend.

 

 

Sonntag, 04. August 2019  -  Molde

Nach dem Frühstück haben wir uns heute zuerst noch das Fort in Trondheim angesehen und von oben einen schönen Blick auf die Stadt gehabt.

Danach sind wir dann weg von der E6, der Strasse die seit diesem Wochenende knallvoll ist – wir hatten keine Lust auf die Stossstange-an-Stossstange-Fahrt -  und haben uns auf den Weg nach Molde gemacht. Die Landschaft der Fjorde hat uns wie immer begeistert. Das Wetter ist super – was will man mehr als Reisemobilfahrer. Bei Halsa hört die Strasse auf und wir fahren wieder einmal Fähre. So um 15 Uhr sind wir hier auf dem Campingplatz Kviltorp angekommen, haben ein schönes Plätzchen gefunden und geniessen den Nachmittag/Abend und die Sonne.

 

 

Montag, 05. August 2019  -  Loen

Ein wirklich schöner (und teurer) Tag war das heute. In Molde haben wir die Fähre über den Fjord genommen und sind dann langsam Richtung Süden aufgebrochen. Nachdem wir bereits 3-mal in Geiranger waren, haben wir heute den Weg nach Hellesylt eingeschlagen und wurden, nach anfänglichen bedeckten Himmel, mit Sonne pur verwöhnt.

Nach einem ausführlichen Stop in Hellesylt fuhren wir dann hierher nach Loen. Durch eine wunderschöne Landschaft mit Fjorden, Bergen und guten Strassen.

Nachdem wir unser Fahrzeug auf dem hiesigen Campingplatz geparkt haben, machten wir einen Spaziergang durchs Dorf, zur Seilbahnstation und haben dort festgestellt, die Bahn läuft bis 23 Uhr und Morgen soll es regnen. Also nichts wie los, zurück zum Campingplatz, dort Jacken fassen und gute Schuhe anziehen, dann per Velo zurück zur Seilbahn (2km) und nachdem wir Tickets (520 NKr) erworben haben brachte uns die Bahn (Skylift) hinauf auf 1500müM und wir haben eine überwältige Fernsicht genossen. Seit 22 Uhr sind wir nun durstig zurück und geniessen den Restabend (durstig, weil Fr. 8.- für 2.5dl Blöterliwasser waren denn selbst uns zuviel).

 

 

Dienstag, 06. August 2019  -  Vangsnes

Super – der angekündigte Regen für heute ist bis jetzt ausgeblieben, es ist zwar stark bewölkt, aber… Daher ist heute ein sehr schöner Tag für die Fahrt von Loen bis hierher nach Vangsnes. Gute Strasse, etwas Sonne und eine wunderschöne Landschaft. Viele Stops an Wasserfällen, Aussichtspunkten und einfach schönen Stellen haben die Zeit vergehen lassen.

Unterwegs sind uns zwei Mal Ziegenherden entgegengekommen. Auf der Strasse, ohne irgendeinen Hirten, einfach nur die Ziegen. Und das, das sieht dann in Etwa so aus….

Am Ende der Strasse wartete dann die obligatorische Fähre und nach deren Ankunft hier haben wir uns auf dem Campingplatz Tveit einquartiert.

 

 

Mittwoch, 07. August 2019  -  Røldal

Diese Nachts kam der Regen, aber bis wir heute Morgen wegfahren konnten war es bereits vorbei und die Sonne wurde wieder sichtbar. Wir fahren Richtung Heimat, zwar langsam aber sicher. Die Strasse nach Voss und später nach Odda ist zwar nicht gerade das, was man sich wünscht. Kreuzen nur an Ausweichstellen möglich. Aber die Landschaft ist halt eben ‚sauschön‘. In Voss dann eine kleine Stadtbesichtigung und in Odda dann die zweite. Nun sind wir hier in Røldal angekommen und haben auf dem Camping ein schönes Plätzchen gefunden. Allerdings, seit 18 Uhr regnet es wieder.

 

 

Donnerstag, 08. August 2019  -  Larvik

Nun, vom gestrigen Regen haben wir heute Morgen nichts mehr gespürt, die Sonne scheint. Unsere Fahrt nach Larvik wird also heute auf trockenen Strassen vor sich gehen. Zuerst wieder auf ‚alpine‘ Höhe, die Passhöhe liegt auf 1050müM (auf 800müM liegt die Baumgrenze). Dazwischen liegen teilweise neue Strassen (unser Navi behauptet dann, wir fahren über die Wiesen), die dann kostenpflichtig sind. Nun sind wir in Larvik angekommen, haben unser Reisemobil auf dem hiesigen Stellplatz abgestellt und sind mit den Velos zum Hafen gefahren und haben für Morgen eine Fährpassage nach Dänemark gebucht.

 

 

Freitag, 09. August 2019  -  Saltum

Farvel vakker Norge – Die riesige Fähre der Color Line verlässt heute Morgen um 8 Uhr Larvik und wir sind an Bord. Die knapp 4 Stunden vergehen schnell und wir haben kaum Zeit, das Schiff etwas besser kenne zu lernen.

Hej Danmark  -  Seit 12 Uhr sind wir nun in Hirthals dem Fährhafen in Nordjütland. Wir besichtigen ein bisschen das Dorf. Anita findet in einem kleinen Geschäft endlich die ersehnte, ultraleichte Windjacke, die sie in Norwegen überall gesucht hat.

Seit 17 Uhr stehen wir nun auf dem Campingplatz Faarum bei Blokhus, wo wir 2 Stunden am Strand parkiert und gebadet haben. Natürlich nur Anita, bei 18° habe ich nichts im Wasser verloren.

 

 

Samstag, 10. August 2019  -  Henna Strand

Etwa 200km weiter in Süden stehen, das war das heutige Ziel. Tja, irgendwann müssen wir einfach auch wieder an den Heimweg denken. Und so sind wir heute Morgen gestartet und mit einem grossen Stop bei Struer (Anita hat die Wassertemperatur getestet) sind wir jetzt in einem Dänischen Badeort, in Henna Strand. Eigentlich so im Nirgendwo, dachten wir, aber falsch gedacht, viele, viele Feriengäste, hauptsächlich Deutsche sind hier in all den Ferienwohnungen und auch auf dem Campingplatz, auf dem auch wir eingecheckt haben.  

Nach einem ausführlichen Spaziergang durchs Dorf (im Wesentlichen aus Geschäften und Ferienwohnungen bestehend) haben wir den Strand inspiziert und festgestellt, dass heute und auch Morgen der Wind mit 50kmh bläst, und das einfach zu stark ist zum Baden.

 

 

Sonntag, 11. August 2019  -  Neufeld/Elbe

Wir haben heute gut gestartet, denn wir waren heute Morgen im Hallenbad des Campingplatzes schwimmen. Die Nacht war nicht so besonders, wir sind einige Male aufgewacht. Schlafen bei Windstärke 7 sind wir uns einfach nicht gewohnt, das Wohni wurde immer wieder kräftig durchgeschüttelt. Nun wir sind dann losgefahren und haben in Ribe Pause gemacht. Ein kleines, aber sehr schönes altes Dorf (es soll das älteste Dorf in Dänemark sein).

Später sind wir weitergefahren bis hierher in Neufeld an der Elbe. Hier stehen wir im Jachthafen auf dem örtlichen Stellplatz und verbringen den Abend.

 

 

Montag, 12. August 2019  -  Münster

Nun, schliesslich haben wir unser Tagesziel für Heute doch noch erreicht. Allerdings erst so gegen 17 Uhr. Es gibt ja nur 2 Möglichkeiten über die Elbe zu kommen, nämlich Hamburg, was wir nicht wollten, und die Fähre bei Glückstadt. Den Weg haben wir dann eingeschlagen, allerdings mit 2 Umleitungen, die dann irgendwo im Nirgendwo endeten. Nun schliesslich haben wir die Fähre gefunden und auch benutzt. Vorher haben wir noch einen kurzen Stop am Nord-/Ostsee-Kanal gemacht. Da aber kein einziges Schiff in Sichtweite war, sind wir bald weitergefahren. Da wir nicht auf der Autobahn fahren wollten, haben wir uns mit unserem Kartenwerk schlau gemacht um den Weg auf die Westseite der Weser zu finden. Allerdings, die eingezeichnete Brücke, die gibt es schlicht nicht. Dafür gibt es eine weitere Fähre. Und die haben wir dann nach vielen Irrwegen schliesslich gefunden. Nun dachten wir, nach viel vertaner Zeit, wir fahren doch auf der Autobahn. Nach nur 30km hatte ich allerdings den Hals gestopft voll. Entweder zwischen Lastwagen mit 80kmH oder alle paar Sekunden überholen, und das mit sehr gut gefüllter Autobahn und laufend engen Baustellen. Also haben wir die Autobahn wieder verlassen uns sind auf Landstrassen, durch die Landschaft, hierhergefahren.

 

 

Dienstag, 13. August 2019  -  Wiesbaden

Die heutige Fahrt nach Süden begann wie schon fast üblich auf der Autobahn. Nach etwa 100 km war’s dann aber genug und wir wechselten auf die Landstrasse. So gegen 14 Uhr sind wir dann hier in Wiesbaden angekommen, haben uns auf dem hiesigen Stellplatz installiert und sind dann mit dem Bus in die Stadt gefahren. Die Altstadt ist sehenswert. Allerdings feierten die Leute hier die ganze Woche das Weinfest und der Marktplatz ist voll von Ständen der hiesigen Winzer und tausenden von Menschen die Wein trinken. Seit 20 Uhr sind wir zurück und geniessen den Abend.

 

 

Mittwoch, 14. August 2019  -  Kehl/Strassburg

Wieder einmal Strassburg. Wir sind heute direkt auf die Landstrasse gefahren und dann sogar über die französischen Strassen, weil in Deutschland auch auf den Landstrassen ein Riesenverkehr herrscht. Gelandet sind wir dann in Strassburg, nur war hier der Campingplatz komplett ausgebucht. Also hiess das, einen Parkplatz suchen. Nach einer guten Stunde haben wir den Versuch in der Stadt dann aufgegeben und sind über die Rheinbrücke nach Kehl gefahren, wo wir uns auf dem uns bereits bekannten Stellplatz installiert haben. Danach haben wir das Tram nach Strassburg genommen (Das Strassburger Tram fährt doch tatsächlich über die Grenze zum Rathaus in Kehl) und uns in der Innenstadt herumgetrieben. Feststellung: Strassburg ist doch immer wieder eine Reise wert. Seit 22 Uhr sind wir nun zurück und werden bald Feierabend machen.

 

 

Donnerstag, 15. August 2019  -  zu Hause

Den letzten Abschnitt unserer Nordkap-Reise haben wir gemütlich angetreten und sind durch den Schwarzwald gefahren. In Freudenstadt machten wir eine grössere Pause, in Donaueschingen haben wir noch eingekauft und seit 18 Uhr sind wir nun wieder in Bäretswil, wo es dann prompt, so etwa 10 Minuten nach unserer Ankunft zu schütten begonnen hat.

 

Das war's - Wunderschönes Norwegen, wir kommen wieder


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